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18. November 2006

Schlangenölverkäufer und Krieg in der Medizin

von @ 1:48. abgelegt unter Recht und Unrecht, Meinungsfreiheit, Gesundheit

Als Laie glaubt man gar nicht, wie viele Scharlatane und Nichtsnutze als Mediziner in Deutschland unterwegs sind.

Aus Amerika kommt dafür die historische Bezeichnung Snake Oil Salesman. Wer die Methoden dieser Schlangenölverkäufer verstehen will, findet bei Ama einen Kurs Rhetorik - Krieg in der Medizin. Wenn dann jemand stirbt, weil die Behandlung mit Schlangenöl nicht funktioniert hat, tja, dann hat der eben Pech gehabt.

Wer aber einen refolgreichen Schlangenölverkäufer oder Quacksalber öffentlich outet, der muss mit juristischen Nachstellungen bis zum Ruin rechnen. So, wie die Meinungsfreiheit derzeit ist, können Qucksalber mehr der minder ungehindert Kritiker nahezu mundtot machen. In diesem Fall wäre die Meinungsfreiheit für Kritik geradezu lebenswichtig.

Gibt es hier in diesem Land eigentlich noch irgendetwas, was funktioniert?

12 Kommentare zum Beitrag “Schlangenölverkäufer und Krieg in der Medizin”

  1. Peterle sprach

    Ja, das Stromnetz!
    Mal ne halbe Stunde in 20 Jahren Ausfall und sofort wird das ausgenutzt um politische Handlungsfähigkeit vorzutäuschen.

  2. Rolf Schälike sprach

    Das “Krebs-Wundermittel” Galavit hatte ich seinerzeit mit www.galavitum.de vom Markt gebracht.
    20 Fläschen kosteten in Moskau 400,00 EUR, Hier mussten die Patieneten 16.000,00 EUR für das unnutze, sogar manchmal den Todesstoß verursachende Medikamnet zahlen plus Kosten für die “Behandlung”. Galavit half niemanden.

    Juristisch ging gegen mich niemannd vor. Es waren jedoch die Jahre 2000-2002.
    Ob die beteiligten deutschen Professoren und Kliniken juristisches Nachsehen hatten, ist mir unbekannt. Ermittluingen ud Anzeigen gab es zu Hauf.

    Der Verkauf von Galavit an diese Kliniken in Deutschland lief über die Schweiz und die Klinikapotheke.

    Die Krebskranken waren in ihrer Hoffnugslosigkeit bereit - trotz Aufklärung - viel Geld für dieses gefährliche in Deutschland nicht zugelassene Medikament zu zahlen.

    Ursache für diesen Vertrauensmißbrauch ist in meinen Augen die mangelnde Bildung der Betroffenen sowie der psychologische Wahnsinn im unserem Land.
    Auch Professoren glaubten an den Quatsch und ließen sich in der Klinik behandeln.

    Nicht alle unsere Richter sind total ungebildet. Psychologisch sind die meisten kaputt. Deswegen “freie Bahn” den Quacksalbern und Betrügern.

  3. A.N. sprach

    Das “Krebs-Wundermittel” Galavit hatte ich seinerzeit mit www.galavitum.de vom Markt gebracht.
    20 Fläschen kosteten in Moskau 400,00 EUR, Hier mussten die Patieneten 16.000,00 EUR für das unnutze, sogar manchmal den Todesstoß verursachende Medikamnet zahlen plus Kosten für die “Behandlung”. Galavit half niemanden.

    Sind Sie da noch stolz drauf, Herr Schälike ????

  4. Mein Parteibuch sprach

    Zu Galavit gibt es im Krebskompass auch einen sehr interessanten Thread, der zeigt, wie moderne Schlangenölverkäufer arbeiten. Auch bei Paralex gibt es einen umfassenden Eintrag zu Galavit.

    Bei Paralex fnden wir auch einen Artikel dazu, wie diese modernen Scharlatane gegen Kritiker vorgehen.

  5. Rolf Schälike sprach

    Zu A.N.4#:

    Von Stolz kann keine Rede sein, denn es gibt sehr viele Menschen, welche sich gern von falschen Informationen und falschen Hoffnungen leiten lassen und glücklich fühlen.

    Es kann durchaus sein, dass Krebskranken geholfen wird, wenn der Abstand zwischen Tod und Verlust der Hoffnung auf Gensung gering ist.

    Diesen zeitlichen Abstand mag Galavit bei einigen verkürzt haben durch zwei Effekte:
    - die Hoffung dauerte länger
    - der Tod kam früher.

    Es ist eine Abwägungssache.

    Fragen Sie Herrn Buske, er weiss meistens gut Bescheid. Wenn er etwa nicht weiß, dann macht er sich sachkundig.

    Jedenfalls ist sein Wissen das richtige, weil nach Kundgabe es zum staatlich verordnetem Wissen entartet.

  6. dolziger2 sprach

    Praktischerweise hat die Ärztin meiner schwer krebskanken Mutter neben ihrer Praxis einen Laden für sogennante Nahrungsergänzungmittel eröffnet, ob sie auch Schlangenöl im Programm hat, weiss ich allerdings nicht. Da meine Mutter bereits täglich 9 verschiedene Medikamente nehmen muß, hat sie die skrupellosen Werbeversuche der Ärztin erfolgreich abgewehrt. Aber es gibt noch weitere Scharlatane in Weiß welche fragwürdige Diagnosen , entweder aus Unkenntnis, aus Nullbockhaltung, aus vollkommener Überarbeitung…stellen und einen Mann innerhalb kürzester Zeit auf die Intensivstation bringen.
    Fehldiagnose in etwa: Ein paar Prellungen bringen niemanden um…Bestimmt ein interessantes Thema für Lurusa?

  7. Micha sprach

    @Rolf: “vom Markt gebracht”. Was heisst das genau?

  8. Rolf Schälike sprach

    Micha 7#:
    Vom Markt gebracht verstehe ich so, dass durch meine Aufklärung (Beipackzettel, Firmen-Prospekt, Information aus Russland, Preisinformationen, Berichte von Patienten etc.) die beiden Kliniken (Prof. Rauchfuss u.a.) mit Galavit nicht mehr behandelt haben und wohl auch nicht mehr behandeln durften.

    Der heutige Stand ist mir relativ unbekannt.

    Den ihre Web-Seiten etc. sind jedenfalls, was Galavit betrifft, verschwunden.

  9. dolziger2 sprach

    Und um den Kommentar zu 6. zu vervollständigen, aus den Prellungen ist jetzt Krebs im Endstadium geworden. Die Odysee eines vermutlich\”eingebildeten Kranken\” wird nun ganz schnell zu Ende sein, so sagen es nunmehr die Ärzte. Tröstlich? Wer schaut diesen Ärzten auf die Finger oder kann sie zur Rechenschaft ziehen? Wer verhindert ihre Fahrlässigkeit? Aber immerhin haben sie noch vorher ein paar fragwürdige neue Behandlungsmethoden gehabt, mit elektischen Wellen usw. Auch einen Privatpatienten kann man noch prima schröpfen, nur leider haben sie darüber ihre Arbeit vergessen. Die Zeche bezahlt der Patient, und zwar entgültig!

  10. Klosterhalfen sprach

    Ich versuche seit 2 Jahren, einem Professor der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH das betruegerische Handwerk zu legen. Der Mann behauptet, er koenne eine unheilbare Krankheit (Neurodermitis) heilen. Erschwerend kommt hinzu, dass er seinen Mist - teils woertlich - bei dem Krebsscharlatan Hamer (”Germanische Neue Medizin”)abgekupfert hat. Genuetzt haben meine zahlreichen Aktionen gegen diesen Herrn aber bisher fast nix. Ein erheblicher Teil der Menschheit laesst sich halt gern betruegen, und “verantwortliche” Institutionen verhalten sich halt oft unverantwortlich.
    Naeheres hier:
    http://www-publ...AA_HINWEIS.HTML

  11. Ulrich Brosa sprach

    Aribert Deckers bemüht sich besonders
    um die Aufdeckung von Scharlatanerie:

    http://www.arip...ama/medizin.htm

    Deckers hat zum Beispiel die “Germanische Medizin” am Wickel.

    Gebärmutterhalskrebs scheint doch eine Virenkrankheit zu sein, gegen die etwas Schutz durch Impfung möglich ist. Ob auch andere Krebsarten auf Viren zurückgeführt werden können, ist allerdings noch offen.

  12. Mein Parteibuch » Offener Brief von Konstantin Meyl an seinen Kollegen Robert Hönl sprach

    […] Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich hier warnen vor Trittbrettfahrern wie Scharlatanen und anderen Schlangenölverkäufern, die das Unverständnis der Menschen zum Thema drahtlose Energieübertragung ausnutzen, um richtig dick Geld zu scheffeln, dabei gleichzeitig die für den Mobilfunk möglicherweise sehr teuren wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diskreditieren und selbst für Fachleute schwer von Humbug unterscheidbar zu machen. […]

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