Ich liebe Fanpost. Soeben hat mich eine E-Mail von “Reporter ohne Grenzen” aus Berlin erreicht:
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte entfernen Sie den Link auf Ihrer Webseite, der auf unsere
Organisation verweist.MfG
[Name des Absenders]
Begründung - Fehlanzeige. Auf telefonische Nachfrage nach den Gründen erklärte mir eine Frau bei Reporter ohne Grenzen, dass der Absender der E-Mail an mich bereits nach Hause gegangen ist und dass “Reporter ohne Grenzen” sich die Seiten aussucht, die auf sie verlinken dürfen.
So so. Morgen wird er mich dann zurückrufen. Dem Wunsch auf Entfernung des Links komme ich gern nach, weil ich nun schon ahne, was ich von Reporter ohne Grenzen zu halten habe. Anstelle eines Links zu Report ohne Grenzen steht nun in der Linkliste der Rubrik “Die große Schere” ein Link auf diesen Beitrag.
Dabei habe ich ursprünglich auf Reporter ohne Grenzen verlinkt, um so meine Sympathie auszudrücken. Immerhin berichten sie davon, dass 59 Internet-Dissidenten inhaftiert sind. Irgendwie habe ich aber so das Gefühl, dass nur Webseitenbetreiber aus fernen Ländern Cyberdissidenten im Sinne von Reporter ohne Grenzen sind. Menschen wie Kurt Werner oder Rolf Schälike scheinen wohl von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen geflissentlich vergessen zu werden. Von mir will ich gar nicht erst reden, schliesslich wurde ich bisher nicht inhaftiert, auch wenn mir für die Veröffentlichung von Anwaltsschreiben die Inhaftierung in den letzten vier Wochen bereits zweimal gerichtlich angedroht wurde.
Mir fallen übrigens gerade ganz spontan die Regeln zur Verlinkung von ADAC und Bundesgesundheitsministerium ein. Und zum Anlass der Überprüfung meiner Seite fällt mir gerade ganz spontan ein, dass mir die “Schönauer Stromrebellen” nach einer Erhalt einer Kopie der hier von mir wiedergegebenen nur Serien-E-Mail mit einem Absender, der nicht mal eine Adresse hat, die anscheinend an alle Webmaster von Webseiten gegangen ist, auf die ich Links gesetzt habe, ebenfalls untersagt haben, auf sie zu verlinken. Die anonyme Hetzkampagne gegen mich wegen der Verlinkung von rotglut.org scheint zu funktionieren.
Nun bin ich mal auf den für morgen angekündigten Rückruf des Mitarbeiters von Reporter ohne Grenzen gespannt. Vielleicht gehört Reporter ohne Grenzen ja doch zu denen, die sich für Informationsfreiheit einsetzen.
Update 17.10.2006 13:00h: Soeben habe ich einen Rückruf von “Reporter ohne Grenzen” erhalten, wo mir erklärt wurde, es handele sich um ein Missverständnis und ich möge die E-Mail bitte als gegenstandslos betrachten. Für mich ist die Sache damit erledigt.
Nachtrag 24.04.2008: Die Redaktion hält Reporter ohne Grenzen für eine Tarnorganisation westlicher Nachrichtendienste, die dafür da ist, Lügen zu verbreiten, und verzichtet zukünftig gern darauf, Links zu Reporter ohne Grenzen zu setzen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Schade eigentlich, ich hatte auch vermutet, daß diese Organisation offen in jeder Hinsicht ist, besonders in Werbung für die eigentliche Sache die sie vertreten will.
Man lernt halt gerne mal dazu. Aber positiv gesehen, es wurde immerhin eine Bitte auf Entfernung geäußert und kein durchformuliertes Anwaltsschreiben abgesetzt (fehlt ja bislang auch der rechtliche Hintergrund für so ein Schreiben).
Man gut, daß ich ehrentamtlichen Institionen angehöre, die aus ihren eigenen Fehlern auch lernen, auch wenn manches unter dem Teppich landet.
Viel Spaß beim morgigen Telefonat!
“Die anonyme Hetzkampagne gegen mich wegen der Verlinkung von rotglut.org scheint zu funktionieren.”
Auch unsere Seite wurde mit einer email beglückt, dass die Seite “mein-parteibuch” auf unsere Seite und umgekehrt verlinkt.
Ich hatte dann gestern nachgefragt, ob es möglich wäre, sich nicht anonym zu unterhalten und der Autor der mail, mir doch bitte seinen Namen und die Anschrift bekannt geben könnte.
Leider habe ich darauf keine Antwort erhalten.
Da merkt man doch gleich mit wem man es zu tun hat.
Michael Schubert
Team www.geprellte-strukkis.de
Übrigens,
den 2.ten Beitrag könntest du löschen…
# Creamy sprach am 16. Oktober 2006 um 20:24h
Quo Vadis Germany …
also zumindest den LINK zur Seite von Creamy
Der auf eine Pornoseite verlinkende Spam (Kommentar #2 von IP 62.99.224.215) ist schon weg.
Natürlich kannst Du den Link löschen

Ich beobachte die deutsche Intenetlandschaft mit sehr viel Interesse ( ich bin Österreicher und Genosse ) wie es bei Euch abgeht ist schauderhaft, wo bleibt die Meinungsfreiheit, einfach die Grundrechte des Einzelnen ?
Das war mit “Quo Vadis” gemeint …
Ps: ich habe keinen Link mehr angegeben
@Creamy,
sobald Du eine Webseite angibst, wird aus Deinem Usernamen automatisch ein Link dorthin. Und der LINK ging zu einer Pornoseite!
zu “Quo Vadis”
Aber ich denke mal, dass es in Österreich ähnlich zugeht! Oder?
@oldnag
Ich bin da auch sehr neugierig auf das morgige Telefonat. Bisher glaube ich ja noch daran, dass der Mensch von “Reporter ohne Grenzen”, der mir die E-Mail geschrieben hat, sich meine Seite nicht mal angeschaut hat.
@Creamy
Ohne Link auf Deine Pornoseite darfst Du hier auch kommentieren. Ich hatte Deinen vorherigen Kommentar fälschlicherweise für den üblichen Kommentarspam gehalten, von dem hier pro Tag einige Hundert aufschlagen.
@Michael
Da macht sich anscheinend jemand ziemlich viel Mühe damit, mich, wo es nur geht, zu diffamieren. Interessant finde ich, dass auf die gesammelte Plattitüde tatsächlich Leute drauf anspringen.
Na ja, mit Kindesmißbrauch ist nicht zu spaßen (dass wissen wir alle), aber diese email war nach kurzer Prüfung der rotglut.org Webseite und dem lesen der Kommentare auf Deiner Webseite einfach nicht ernst zu nehmen.
Da sollte in der email schon ein Name + Anschrift drin stehen.
zu “Reporter ohne Grenzen”: da denke ich, dass kein Anruf erfolgt!
@ Michael Schubert, nein bei uns ist es nicht so schlimm, aber Deutschland hat das Internet noch nicht verstanden (Links, Meinungen) oder hat eine zu starke Lobby ( Anwälte).
@ Marcel, kein Problem - sorry, ich kommentiere selten und wollte keinen Spameintrag machen.
@Michael
Ich glaube schon, dass “Reporter ohne Grenzen” sich nochmal meldet. Würde mich freuen, wenn ich zu dieser Geschichte noch ein paar freundliche Worte zu schreiben könnte.
@Creamy
Kein Problem. Nur für die Zukunft bitte hier keine Links zu Seiten mit nackten Geschlechtsteilen, die als Masturbationsvorlage dienen, mehr posten.
Ich bin echt neugierig was hier noch alles an Tageslicht gefördert wird. Sicher gibt es doch einen Grund, das die “RoG” etwas gegen die Verlinkung haben.
Ich bin nur auf den Zeitpunkt gespannt, wenn Ihre eigenen Parteigenossen “Unter Beschuss” genommen werden müssen.
Ob in der Politik oder in den oberen Kreisen der Wirtschaft scheint doch fast jeder irgendwo “Dreck am Stecken” zu haben.
@7: Das er sich die Seite noch nicht angeschaut hat, möchte ich auch hoffen.
Schließlich steht auf deren Seite:
—
Pressefreiheit = Demokratie
Informationen sind der erste Schritt zu Veränderungen – deshalb fürchten nicht nur autoritäre Regierungen eine freie und unabhängige Berichterstattung.
Wo Medien nicht über Unrecht, Machtmissbrauch oder Korruption berichten können, findet auch keine öffentliche Kontrolle statt, keine freie Meinungsbildung und kein friedlicher Ausgleich von Interessen.
Pressefreiheit ist die Basis einer demokratischen Gesellschaft.
—
Wenn Sie Deine Seiten gelesen hätten und so reagieren sollten, würden sie ihre eigenen Prinzipien opfern.
Und da war noch was: Die Hoffnung stirbt zuletzt… In Erwartung eines neuen Tages!
Ach Marcel
nimm’s nicht krumm.
Viel Feind, viel Ehr!
Hm, mit missbrauchten Kindern und diversen anderen Quotenthemen wie antisemitismus usw. verleumdet ein gewisser Speichellecker und World Wide Troll aus dem Münsterland bevorzugt Kritiker seiner rechten Herrchen. Hat ein Münchener Anwalt den nun etwa für eine Hetzkampagne gegen Marcel gekauft? Da hätten sich zwei Schmeissfliegen gesucht und gefunden…
MfG
Daniel
Tja, die Grenzen der Reporter scheinen dort zu beginnen wo gewisse Unterstützung zu erwarten ist. Irgendwie bitter wenn man bedenkt das die Leute sich eigentlich für eine freie Berichterstattung einsetzen sollten.
Que Serra - ist auch ein Weg sich zu outen.
Was das Verlinken selbst angeht - so eine Webseite ist öffentlich verfügbar gemacht unter der Prämisse das man gefunden wird. Nach welcher Rechtsprechung wollen die den Link entfernt sehen???
@14 Daniel: Ich mag manchmal auch mit meinen Kommentaren deplaziert sein aber um Deinen Text zu verstehen müßte ich wohl erstmal schauen, wo ich die passende Flasche Rum finde und dann noch trinken um das zu verstehen.
[…] Marcel Bartels has received an e-mail from the German branch asking him to remove a link to their web site. He was unable to reach by phone the person who sent the request but he is expecting a call back today which would explain the reasons for this bizarre request. I am going to keep an eye on the developments to see if the German branch is worth its name or rather reporters for censorship. […]
Geht mir genauso…
@ 16, oldnag:
Wer ein wenig Erfahrung und Hintergrundwissen hat, der weiß, welche Schmeissfliege damit gemeint ist
Wenn bei Dir Alkohol in großer Menge die Erkenntnismöglichkeiten erhöht, solltest Du aufpassen, ob das nicht schon Alkoholismus ist. Kleiner Tipp: dol2day und http://www.heis...l/9/9338/1.html
MfG
Daniel
Völlig falsche Reaktion
Ich hätte den Link stehen lassen, natürlich nicht ohne auf die vorgetragene Forderung nach dessen Entfernung hinzuweisen. Denn die Rechtsgrundlage möchte ich sehen, dass “Reporter ohne Grenzen” “Erlaubnisscheine” für das Setzen eines Links ausgeben können. Ich lese aus der Entscheidung des BGH (http://www.jurpc.de/rechtspr/20030274.htm) heraus, dass man das Setzen von Links auf sein Angebot im Web schlicht und einfach hinzunehmen hat. Nach Ansicht der BGH-Richter gilt für das Setzen von Links: Ein Berechtigter, der ein urheberrechtlich geschütztes Werk ohne technische Schutzmaßnahmen im Internet öffentlich zugänglich mache, ermögliche dadurch bereits selbst die Nutzungen, die ein Abrufender vornehmen könne. Es sei seine Entscheidung, ob er das Werk trotz der Möglichkeit, daß nach dem Abruf auch rechtswidrige Nutzungen vorgenommen würden, weiter zum Abruf bereithalte. Auch ohne Hyperlink könne ein Nutzer unmittelbar auf eine im Internet öffentlich zugängliche Datei zugreifen, wenn ihm deren URL (Uniform Resource Locator), die Bezeichnung ihres Fundorts im World Wide Web, genannt werde. Ein Hyperlink verbinde mit einem solchen Hinweis auf die Datei, zu der die Verknüpfung gesetzt werde, lediglich eine technische Erleichterung für ihren Abruf. Er ersetze die sonst vorzunehmende Eingabe der URL im Adreßfeld des Webbrowsers und das Betätigen der Eingabetaste.
Zitat: “Das Setzen von Hyperlinks auf Artikel, die vom Berechtigten im Internet als Bestandteile einer Datenbank öffentlich zugänglich gemacht worden sind, ist keine dem Datenbankhersteller vorbehaltene Nutzungshandlung.”
@Q
Wegen Linksetzung bin ich im Nachgang zum letzten Bundestagswahlkampf bereits einmal vor dem Landgericht Berlin verklagt worden. Das Urteil war jedoch kurz und schmerzlos: seit der Paperboy-Entscheidung des BGH sei es klar, dass das ungefragte Setzen von Links in Deutschland erlaubt ist.
Die E-Mail von Reporter ohne Grenzen hat allerdings nur eine Bitte zum Gegenstand und beinhaltet auch keinerlei Klageandrohung. Bemerkenswert finde ich daran vor allem, dass Reporter ohne Grenzen ausgerechnet mir so eine E-Mail mit der Bitte um Linkntfernung schreibt.
na das hat sich ja schnell erledigt! Haben die sich doch noch Deine Seite angesehen!
Update 17.10.2006 13:00h: Soeben habe ich einen Rückruf von “Reporter ohne Grenzen” erhalten, wo mir erklärt wurde, es handele sich um ein Missverständnis und ich möge die E-Mail bitte als gegenstandslos betrachten. Für mich ist die Sache damit erledigt
Nach der Veröffentlichung unseres Artikels http://www.deut...batte.de/?p=188 hat Herr Joachim Jahnke gewünscht, dass wir derartige Verlinkungen unterlassen sollten. Über die Gründe möchte ich hier nicht spekulieren. In jedem Fall, auch frühere Vizepräsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau unterliegen der Rechtsprechung! Oder sehe ich da grundsätzlich etwas falsch? Eine Antwort an den meinerseits fehlt noch.
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