Dem Schweizer Tagesanzeiger zufolge hat die Schweizer Kripo beim Internet-Adressbuchverlag Intercable Verlag AG Akten sichergestellt.
Für mich ist der Artikel eine Reise in die Vergangenheit meines Weblogs Mein Parteibuch. Dort tauchen viele der Schlüsselworte in Bezug auf Rechtsmissbrauch, Rufmord und Internetkriminalität auf, die mir bis heute immer wieder begegnen. So erinnert mich der Artikel im Tagesanzeiger daran, wie ich in den Anfangstagen von Mein Parteibuch ein Schreiben vom Online-Adressengrab Branchenklick GmbH mit einer täuschenden Offerte bekommen habe, im Nachgang dazu die erste Rufmordkampagne gegen Mein Parteibuch gestartet wurde und ich schließlich eine Strafanzeige gegen die Branchenklick GmbH wegen versuchten Betruges gestellt habe, die die Staatsanwaltschaft Berlin jedoch - vermutlich ohne überhaupt Ermittlungen durchzuführen - eingestellt hat.
Durch das Law-Hunting der Betreiber der Adressengräber habe ich schließlich das Beschwerdezentrum kennen und schätzen gelernt. Schließlich hat der Schweizer Tagesanzeiger ein kompliziertes internationales Geflecht an Firmenbeteiligungen hinter den Adressengräbern aufgedeckt, dessen Zig-Millionen-Euro schwere Geldspur letztlich den Weg zu Meinolf Lüdenbach wies, aus dessen Umfald damals die stopecg-Seite sogar über die Provider attackiert wurde.
Im weiteren Verlauf der Recherche zum Thema Adressbuchbetrug habe ich dann einen von mir bisher noch nicht gekannten Aufwand zur Beeinflussung von Google-Suchergebnissen bei der Suchphrase Meinolf Lüdenbach in Google bemerkt und bin so auf die mit Google-Adwords beworbene Seite internetvictims aus dem Umfeld der Adressengrab-Betreiber aufmerksam geworden. Da ich die internetvictims-Seite, für die in der Schweiz anscheinend auch recht kostspielige Reklame gemacht wird, bereits kannte, stieg mir beim Frontal 21 Beitrag “Rufmord im Internet” prompt Fischgeruch in die Nase.
Bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Kripo ihre Ermittlungen nun auch bald zu Ende bringt, die Beschuldigten vor Gericht gestellt und dann nicht wie Florian Sailer zu einer Bewährungsstrafe, sondern zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt werden.
Letztlich waren die mir bis dahin unvorstellbare Kaltschäuzigkeit der Adressengrab-Betreiber, deren Unterstützung durch das Rechtswesen und die auffällige Untätigkeit der Politik vermutlich die ausschlaggebenden Punkte dafür, dass Mein Parteibuch so deutlich geworden ist, wie es ist. Irgendwann kam der Punkt, wo ich keinerlei Angst mehr vor drohenden Kriminellen, korrupten Politikern oder sich aufplusternden Juristen hatte und ich mich nicht mehr einschüchtern lassen habe, sondern fröhlich Katzenbilder veröffentlicht habe.
Wär eigentlich schön, wenn mehr redliche Menschen weniger ängstlich wären.
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| Urlaubsbild |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Verlage waren schon immer gute und sichere Geldquellen für die Parteinen aus den verschiedensten Gründen.
Eignen sich bestens u.a. für Geldwäsche, weil Honorare frei vereinbar sind - Kunst- bzw. Literaturfreiheit.
Verlage beherrschen die grafische Industrie (Druckereien). Können damit Ausweise, Zertifikate, Urkunden etc, leicht fälschen.
Usw,, usf.
Von der politischen Meinungsbeeinflussung ganz zu schweigen
“Wär eigentlich schön, wenn mehr redliche Menschen weniger ängstlich wären.”
Wahre, weise Worte! Jepp!
Wär eigentlich schön, wenn mehr redliche Menschen weniger ängstlich wären.
Das ist leicht gesagt!
Wenn Unrecht von der Politik und Justiz nicht nur toleriert, sondern auch geschützt und gefördert wird, kommen redliche Menschen unweigerlich unter die Räder.
Mit der zynischen Ausrede “rechtsstaatliche Prinzipien” werden Ermittlungen und Verfahren gegen die organisierte Kriminalität bis zum St. Nimmerleinstag verschleppt und blockiert. Menschen, die sich für die Gerechtigkeit einsetzen, riskieren oft ihre gesellschaftliche- und finanzielle Vernichtung. (Siehe Michael Plümpe).
Mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Unrecht vorzugehen kann nur dann Erfolg haben, wenn man auch in einem Rechtsstaat lebt. Deutschland unterscheidet sich in seiner Rechtsstaatlichkeit lediglich in der Subtilität des Vorgehens von Ländern wie Weißrußland oder Kongo.
Bei der Betrachtung unserer politischen Institutionen und der Justiz empfinde ich nur würgenden Ekel und grenzenlose Verachtung. Ich gebe aber auch zu, in gewisser Weise egoistisch und feige zu sein. Die Verantwortung gegenüber meiner Familie ist mir wichtiger, als mein Geld in einer stinkenden Fäkaliengrube zu versenken.
Auch in einem Unrechtstaat kann man zu Gerechtigkeit kommen.
So kann man zwei kriminelle Gruppen gegeneinander kämpfen lassen durch logistische und argumentative Unterstützung der einen Gruppe.
Mann muss lediglich daruaf achten, sich selbts nicht mit Dreck zu bekleckern.
Es kommt wie überall drauf an auf die Details .
Vor kurzem wurde ich mit folgrendem Argument konfrontiert zu Gunsten der Pressekammer Hamburg:
Diese angeblich alten sozialistischen Kämpfer wollen durch ihre absurden Urteile den Rechtsstaat als Unrechtstaat in den Augen anderer muit ihren Urteilen “entlarven”.
Neue Kampfformen unter neune Bedingugen.
Nett, nicht wahr?
[…] Nachdem ich vor einer Woche anläßlich eines Kripo-Einsatzes beim Schweizer Intercable Verlag einen thematischen Blick zurück auf die Anfänge von Mein Parteibuch geworfen habe, möchte ich nun am Beispiel von Mein Parteibuch auch etwas zur Diskussion des Dauerthemas Einfluss und Zugriffszahlen von Weblogs beitragen. Vielleicht sind meine Erfahrungen oder meine Gedanken ja für jemanden hilfreich, der etwas Interessantes zu sagen hat und damit möglichst viele Menschen erreichen möchte. […]
[…] Unverständlich ist mir, wieso das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gegen diese Abzocke aus der Schweiz bisher nicht strafrechtlich vorgeht, so wie es gegen den Intercable Verlag aus dem Umfeld von Meinolf Lüdenbach aktiv geworden ist. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Bemerkenswert finde ich, dass für das Internetvictims Forum nun über Google Anzeigen ausgerechnet auf Mein Parteibuch gezielt Werbung gemacht wird. Ob das mit einem Beitrag zur Suchphrase “Meinolf Lüdenbach“, mit einem Beitrag “Kripo bei der Intercable Verlag AG“, mit meinem Engagement gegen Adressbuchabzocke, meinem Link auf das “Lawhunting gegen Michael Plümpe” zusammenhängt, andere Gründe hat oder rein zufällig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. […]