Wie nach der Adhoc-Mitteilung der Metro von heute Morgen an verschiedenen Stellen berichtet wird, will Wal Mart nach nur neun Jahren Engagement seine Ladenkette zu einem geheim gehaltenen Preis an die Handelskette Metro von Otto Beisheim verkaufen und läßt öffentlich verlauten, in Deutschland einen Milliardenverlust erlitten zu haben. Gerne trete ich hier im Parteibuch auch gerne nochmal nach und hoffe inständig, dass das Bundeskartellamt Wal Mart einen dicken Strich durch die Rechnung macht.
Wal Mart wird seinen Rückzug vermutlich so begründen, dass Unternehmer in Deutschland mit einer Kette von Superstores in der derzeitigen Marktsituation nur Verlust machen können, und als einzigen Ausweg den Verkauf der Wal Mart Filialen an die Metro aufzeigen, die mit der Superstore-Kette Real die wichtigste Konkurrenz für Wal Mart stellen. Die Argumentation ist jedoch nicht zutreffend, denn das die Ladenkette von Wal Mart hier in Deutschland Verluste einfährt, hat Wal Mart vor allem den Fehlern seines eigenen Managements zu verdanken und ein Verkauf der Märkte von Wal Mart an die Konkurrenz wäre aus Wettbewerbsgründen zu untersagen.
Während die Mainstream-Medien mit Kritik am lukrativen Werbekunden sehr zurückhaltend sind, haben Blogger nichts als Spott und Häme für die Leistung des Managements der “Persona non grata” im globalen Maßstab übrig, das nun einen
ach-so-überraschenden Abgang hinlegt.
Recht so, denn während das Management, wie Mein Parteibuch berichtet hat, sich darauf konzentriert hat, Liebe unter Arbeitskollegen per Verordnung verbieten zu wollen, Denunziantentum zu fördern und Betriebsräte durch Mißachtung zu provozieren, haben die Kunden den Eindruck gewonnen, dass Wal Mart auch sonst nichts als leere Versprechen macht.
Auch wenn der Deutschland-Chef von Wal Mart, David Wild, das sicher nicht gerne hört, so kann ich das bezeugen, denn ich wohne nur wenige Meter vom Wal Mart Superstore in Berlin Neukölln entfernt. Anfangs wurde von einem besonderen Service gesprochen, der nun bei Wal Mart Einzug hielt, aber tatsächlich war das Management nicht mal in der Lage, Kunden ausreichend Einkaufswagen zur Verfügung zu stellen. Und auch die Schlangen an den Kassen waren vor allem samstags eher länger als kürzer. Die Tiefpreisgarantie für den Umkreis von 50 km mutete absurd an, denn jeder konnte sich beim Aldi um die Ecke davon überzeugen, dass Wal Mart in aller Regel teurer war. Und auch der Vergleich von Einkaufswagen, die mit irgendwelchen absurden Markenprodukten vollgestopft waren, und wo die Store-Manager ihre ganze Kreativität aufwenden mußten, um im Umkreis von 50 km einen Laden zu fnden, der noch teurer war, als Wal Mart, hat dazu geführt, dass der Schriftzug von Wal Mart von Kunden als Synonym für Lügner und Schwätzer wahrgenommen wurde.
Daraus jetzt eine generelle Unmöglichkeit zum wirtschaftlichen Betrieb dieser Läden abzuleiten, ist geradezu absurd. Und es ist auch wichtig, dass das Kartellamt nun die Transaktion untersagt. Wenn das Kartellamt dem Verkauf an die Metro zustimmt, wird es nämlich so sein, dass die Metro die Läden im wesentlichen einfach zumacht, um so die lästige Konkurrenz loszuwerden. Die Mitarbeiter stünden dann wohl auf der Straße. Ich meine, dass Kartellamt sollte dafür sorgen, dass die Läden eine Chance bekommen, sich im Markt zu behaupten und die Arbeitsplätze nicht von einem unfähigen US-Management vernichtet werden und Wal-Mart sich durch die Monopolbildung billig aus der Affäre ziehen kann.
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| Auswanderin |
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Schlimm ist auch das metro bereits media markt & saturn gehört und sich beide weigern PCs mit AMD-Prozessoren zu verkaufen, vgl. http://www.heis...r/meldung/75390
da walmart, real, und extra auch PCs verkaufen steht zu befürchten, dass man bald nur noch über Fachgeschäfte an AMDs kommt.
Das Walmart mit seinen meist viel zu grossen Verkaufsflächen und den überteuerten Preisen in Deutschland nicht landen konnte war recht offensichtlich, viele walmarts stehen nämlich im Gewerbegebiet und wer fährt schon dahin wenn Edeka, Aldi, Lidl, Penny etc max 2 km entfernt sind
@njus
An den grossen Verkaufsflächen und der Lage in Industriegebieten sind auch Interspar und die französische Continent, wie die Geschäfte früher hießen, bereits gescheitert. Bei Wal Mart kamen jedoch hausgemachte Probleme hinzu.
Ich meine, die Läden könnten durchaus wirtschaftlich arbeiten, wenn das Management nicht so gravierende Fehler wie bei Wal Mart macht. Die Lage im Industriegebiet hat aber den Vorteil, dass Fläche billig ist. Lidl macht das gerade vor, wie man mit Autofahrern Geld verdienen kann, wo man ihnen genügend Parkplätze bieten kann. Klar ist jedoch, dass sich durch das Dichtmachen der Läden die Ertragssituation von Real (Metro) und Kaufland (Schwarz wie Lidl) bessert. Ich vermute, die Rechnung für den Käufer wird aus Schließungskosten der Läden bestehen, denen erhöhte Gewinne in anderen Läden gegenüberstehen.
Also ich finde es schade. Bei Wal-Mart gibt es ja auch gute Angebote die teilweise auch billiger sind als bei Real.
Man müsste mal Unterschriften-Aktionen starten, oder Websites um sie doch noch zum Bleiben zu überreden - aber ob das was bringt?
wenn die kasse nicht stimmt, dann hilft auch keine unterschrift mehr.
wal marts vorrangiges problem war schon immer der preis. das haben sie aber bis zum schluss nie wirklich kapiert. der deutsche einzelhandelskunde ist ein geier. wenns billig genug ist, kauft er auch verdorbenes fleisch. ^^ aber selbst wenn sie so billig gewesen wären wie der aldi, es gibt kaum anreize soweit raus zu fahren. und parkplatz ist im zweifelsfall keiner.
das saturn/mediamarkt keine AMD-przessoren verkaufen wäre an für sich auch nicht rechtswidrig, wahlfreiheit beim verkauf… der kunde entscheidet, oder wird der mittlerweile zum kauf gezwungen? aber es gibt da wohl verträge die es verhindern und entsprechende gegenkonditionen bieten. und da fängts an rechtswidrig zu werden.
was spricht im übrigen dagegen, dass metro die defizitären dinger übernimmt? es obliegt doch dem kunden, ob er das angebot annimmt oder nicht. die konkurrenz ist jedenfalls stark genug, als dass hier kein einschreiten der kartell-behörden von nöten sein wird.
Ich habe jetzt fast acht Jahre für Walmart gearbeitet. Gerüchte über einen Rückzug gibt es schon fast seit vier Jahren. Es wurden viele Fehler gemacht und die hohe Fluktuation an Mitarbeitern bei uns in der Hauptverwaltung hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen das Walmart hier in Deutschland nicht den angestrebten erfolg erzielen konnte. Wir Mitarbeiter waren einfach nur noch verunsichert. Jeden Tag mit dem Gefühl zur Arbeit zu kommen “es könnte der letzte sein” war nicht wirklich schön.
Das Kartellamt sollte so schnell wie möglich zustimmen. Ein derart schlecht geführter Laden mit unqualifiziertem Management, welches nur als Marionette für Bentonville (USA) fungiert hat, hätte ohnehin keine Zukunft in Deutschland.
@njus (erster Kommentar)
Ich arbeite bei Real, und bei uns bekommst du ohne weiteres AMD-PCs.
Die Übernahme ist gerade vom Kartellamt genehmigt worden, und ich möchte dezent darauf hinweisen, daß nicht alle Unternehmen menschenfressende Blutsauger wie Wal-Mart sind. Soweit ich weiß, werden die Wal-Mart-Häuser nach und nach in Real-Häuser umgewandelt, Personal soll auch größtenteils übernommen werden. Also nix Massenschließung.
Der Einzelhandels-Wettbewerb in Deutschland wird meiner Ansicht nach eher von Aldi und Lidl gefährdet als von Real, ansonsten lag der obige Artikel aber weitgehend richtig.
Sehr schöne Homepage!
Vielleicht etwas zuviel rot.
Gruß
Ein Fan!
PS: Wegen dem Bild von Merkel sollte die Homepage FSK18 sein