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13. Juli 2006

Offener Brief an die International Police Association (IPA)

von @ 0:13. abgelegt unter Wirtschaft, Werbung, Telefonterror, Cold Calling, Polizei

Angesichts meiner Erfahrungen mit Telefonterror durch den NVK Verlag zur Gewinnung von Anzeigenkunden für Publikationen des Berufsverbandes der Polizei IPA habe ich soeben nachfolgende Email mit Betreff “Offener Brief: Fragen zur Akquise von Anzeigenwerbung für ihre Publikationen” an den Präsidenten der International Police Association (IPA) Deutsche Sektion e.V. geschickt:

Sehr geehrter Herr Göckeritz,

ich wende mich an Sie als Präsidenten der deutschen Sektion der hoch angesehenen Berufsvereinigung der Polizei International Police Association (IPA).

Bezüglich der Anzeigenwerbung für Ihre Publikationen entstand bei mir leider kein Eindruck, der dem allgemein hohen Ansehen ihrer Organisation entspricht. Ich wende mich nun an Sie, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, diesen Eindruck öffentlich zu korrigieren. Im Verlauf dieser E-Mail werde ich Ihnen einige Beobachtungen und Überlegungen schildern und dazu einige Fragen stellen. Auf die Fragen erbitte ich eine Antwort per E-Mail an m.bartels@mein-parteibuch.de .

Bereits zwei mal wurde ich in diesem Jahr mit Cold Calls von Personen belästigt, die die Einwerbung von Anzeigengeschäft für Publikationen der IPA zum Gegenstand hatten und sich in einem Falle als Mitarbeiter des NVK-Verlages ausgaben. Darüber habe ich auf meiner Webseite auch ausführlich berichtet. Meinen Informationen nach wird mit der telefonsichen Kaltakquise ein Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb begangen.

Dazu habe ich meine erste Frage:
1. Stimmen Sie mir zu, dass mit der telefonsichen Kaltakquise regelmäßig ein Gesetzesverstoß begangen wird, der umso deutlicher ist, wenn dabei als Datenquelle beliebige Telefonnummern aus den gelben Seiten angerufen werden?

Da die IPA eine hoch angesehene Organisation ist, und als Berufsverband der Polizei sicherlich auch eine gewisse Vorbildfunktion erfüllt, habe ich dazu auch gleich eine zweite Frage:
2. Stimmen Sie mir zu, dass durch das Einwerben von Anzeigengeschäft für IPA Publikationen per telefonischer Kaltakquise der schlechte Eindruck entsteht, die IPA würde sich zur Finanzierung ihrer Arbeit unseriöser Werber, weil gesetzeswidrig handelnder Werber, bedienen?

Über die telefonische Kaltakquise bin ich um so mehr verwundert, als das Problem mit unseriösen Werbern bei der IPA bereits seit Jahren bekannt zu sein scheint. Bereits im Jahr 2005 wurde in einer IPA Pubikation veröffentlicht, dass es ein landesweites Problem mit unseriösen Werbern gebe. Trotzdem scheint es doch nicht zu gelingen da für Abhilfe zu sorgen.

Ich möchte Sie deshalb fragen:
3. Welche organisatorischen Vorkehrungen haben Sie getroffen, die sicherstellen, dass nicht unseriös für den Kauf von Anzeigen in Publikationen der IPA geworben wird?

Im Zusammenhang mit dem oben angesprochenen öffentlichen Eingeständnis eines “landesweiten Problems der IPA mit unseriösen Werbern” wurde auch von einem NVK Verlag gesprochen. Das NVK Druck- und Verlagshaus Werlte wirbt damit, dass es Partner von Verbindungsstellen und Landesgruppen der “IPA” sei. Ich gehe davon aus, dass mit dem Begriff NVK Verlag dieses Verlagshaus gemeint ist, da dieses Verlagshaus Gegenstand eines Empfehlungsschreibens der IPA Berlin VbSt Berlin-Nordost ist.

Dazu habe ich dann auch gleich die nächste Frage:
4. In welcher Beziehung steht die IPA bzw deren Einheiten zum NVK Verlag oder zu den NVK Verlagen, falls es mehrere gibt, die so bezeichnet werden könnten?

Nach einem Blick auf die Webseite des NVK Verlags bin ich verwundert, dass die IPA Probleme hat, unseriösen Werbern entgegenzutreten. Auf der Webseite des IPA Partners NVK Druck- und Verlagshaus Werlte ist folgendes Stellenangebot veröffentlicht: ‘Wir suchen Bundesweit Mitarbeiter für den Bereich: “Tel. Anzeigenverkauf”.’

Dazu habe ich dann meine nächste Frage:
5. Haben Sie den Eindruck, es handele sich dabei um eine Stellenausschreibung für die Tätigkeit der telefonischen Kaltakquise von Anzeigengeschäft für die Publikationen der IPA?

Nach Sichtung dieser Informationen drängt sich mir der schlechte Eindruck auf, die IPA toleriere, dass für ihre Publikationen rechtswidrig Anzeigengeschäft mittels telefonischer Kaltakquise eingeworben wird.

Dazu nun meine abschießende Frage:
6. Teilen Sie meinen vorstehend geäußerten Eindruck, und falls ja, was werden Sie tun, um dem schlechten Eindruck entgegenzuwirken?

Abschließend möchte ich Sie informieren, dass ich diese E-Mail auf meiner Webseite www.mein-parteibuch.de veröffentlicht habe und auch beabsichtige, Ihre Antwort darauf auf meiner Webseite veröffentlichen.

Carbon Copies dieser E-Mail habe ich zur Information an die Generalsekretäre der IPA Deutschland, Werner Busch und Hubert Vitt, sowie an den Leiter der Vbst. Berlin Nordost Rolf Gödecke, gesendet.

Teilen Sie mir deshalb in einer Antwort nur für die Öffentlichkeit bestimmte Tatsachen mit.

Mit freundlichen Grüßen
Marcel Bartels
http://www.mein-parteibuch.de

Ich finde die Doris ihren Mann seine Partei so gut,
dass ich da gleich Mitglied geworden bin

Marcel Bartels
Ilsestr. 26
12051 Berlin

Tel: +49 (0)30 627 33 444
Fax: +49 (0)30 627 33 445
Mob: +49 (0)160 9104 6498

13 Kommentare zum Beitrag “Offener Brief an die International Police Association (IPA)”

  1. Holger Kähler sprach

    Sehr geehrter Herr Bartels,

    ich fühle mich ebenfalls durch die Methoden eines Verlagshauses im Auftrag der IPS ebenfalls belästigt und werde entsprechende Schritte einleiten, über die ich Sie gerne auf dem Laufenden halten werde, wenn Sie das wünschen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Holger Kähler

  2. Mein Parteibuch » Fragen an Ehrhart Körting zum Polizeiverlag von der IPA sprach

    […] Da die International Police Association mir auch nach vier Wochen auf meine E-Mail zum Problem des Cold-Calling nicht geantwortet hat, und ich so die Schlußfolgerung nahe liegt, dass die IPA sich grundsätzlich und vorsätzlich mit rechtswidrigen und damit unseriösen Mitteln finanziert, habe ich nun eine E-Mail an den Berliner Innensenator mit Betreff “Fragen an Ehrhart Körting zum Polizeiverlag von der IPA” geschrieben: Sehr geehrter Herr Innensenator Körting, lieber Genosse Ehrhart, […]

  3. Anonym sprach

    Sehr geehrter Herr Bartels,
    Kaltakquise auch bei mir für “Drogen sind verlogen”, das 2. Mal.
    Habe Infoblatt + Auftragsformular gefaxt bekommen. Bestätigung der Seriosität durch Kripo-Kommisar in Ulm!!!
    Können Sie was damit anfangen?

    MfG

  4. Andreas sprach

    Hallo,

    hatte heute schon wieder NVK Druck Verkäufer am Ohr (Kalt natürlich :-) )

    Es ist schon dreist wie die Damen und Herren sich ständig mit “Poliztei Berlin” etc. melden.

    Naja.

    Kann man was dagegen tun?

    Hat sich die IPA inzwischen bei Ihnen mal gemeldet?

    Wieso dürfen deutsche Polizeibeamte überhaupt direkt oder indirekt Werbung für ein Druckhaus machen?

  5. Rolf Schälike sprach

    Wer hat das folgende Schreiben erhalten?

    Deutsches Polizeimuseum e.V.
    eine Initiative des International Police Association (IPA) Deutsche Sektion e.V.

    Goslar, im Juni 2006

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Deutsche Polizeimuseum e.V. mit seinem Museumsgebäude im alten Salzkottener Bahnhof gibt in Kürze im Großraum Hamburg ein Malbuch für Kinder mit dem Titel
    “Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch”
    heraus.

    Sollte Sie Fragen zur Seriösität dieser Publikation haben, wenden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 05258-930455 an Herrn Felix Hoffmann, Polizeihauptkommissar bei der Kreispolzeibehörde Paderborn und Vizepräsident des Deutschen Polizeimuseums.

    Ende des Zitats.

    Hoffentlich greift jetzt nicht die Stolpe-Entscheidung, welche willkürlichen Deutungen Tür und Tor öffnet, gestützt durch das Bundesverfassungsgericht.

  6. Mein Parteibuch » Abmahnung vom IV-Verlag wegen Metatags in Wikimedia-Software sprach

    […] Herrgott, meine tägliche Abmahnung gib mir heute. Heute morgen kam sie per Einschreiben von Frau Dr. H. aus der Münchener Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek, die den Polizeiverlag IV-Verlag, ein Vertragsverlag der International Police Association (IPA), vertritt und sich unter anderem daran stört, dass die auch von der Wikipedia eingesetzte Wikimedia-Software, die im Parteibuch-Lexikon eingesetzt wird, im Quelltext Keywords in die Metatags schreibt. […]

  7. Mein Parteibuch » Warum antwortet Ehrhart Körting nicht? sprach

    […] Auf einen offenen Brief an die International Police Association (IPA) zum Thema rechtswidriges Cold-Calling durch Partner der IPA, den ich vor drei Monaten geschrieben habe, habe ich keine Antwort bekommen. Verwundert habe ich einen Monat später meinen Genossen, den Berliner Innensenator, Ehrhart Körting gefragt, was er davon hält, wenn Polizisten während ihres Dienstes Tätigkeiten für die IPA ausführen, aber auch Ehrhart Körting hat mir nicht geantwortet. […]

  8. Mein Parteibuch » IPA: Fehlerhaft war die Buchung der Broschürenwerbung als Spende sprach

    […] Nachdem der Beitrag über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen eine kleine Einführung in den Problemkreis der hoch angesehenen International Police Association (IPA) und ihr nahestehender Polizeiverlage wie dem IV-Verlag oder dem NVK Verlag geboten hat, habe ich nun gestern erklärt, dass ich vorerst wohl auf eine Antwort von Ehrhart Körting auf meine Fragen verzichten kann und mich stattdessen der Diskussion finanzieller Fragen widmen möchte. […]

  9. Mein Parteibuch » Warum antwortet die IPA nicht? sprach

    […] Vor inzwischen gut drei Monaten hatte ich einen offenen Brief an die International Police Association (IPA) geschrieben, in dem ich ein paar Fragen zum Telefonterror durch Partnerverlage der IPA wie den NVK Verlag gestellt hatte. Stutzig gemacht hatte mich, dass der NVK Verlag zum Vertrieb von Anzeigen, zu deren Wert ich mich nach einer Abmahnung durch den IV-Verlag nicht äußern möchte, in Broschüren, zu deren gedruckter Auflage ich mich ebenfalls nicht äußern möchte, ein Empfehlungsschreiben eines richtigen Polizisten mit dienstlicher Telefonnummer vorgelegt hat. Die IPA hat auf meine Fragen genauso wenig geantwortet wie mein Genosse, unser Berliner Innensenator Ehrhart Körting, den ich gefragt hatte, ob er die Nebentätigkeit der Polizeiangehörigen für rechtmäßig und politisch erwünscht hält. Gestern wurde hier jedoch von jemandem unter dem Namen Christian Kurek ein denkwürdiger Kommentar gepostet, auf den ich nun mal näher eingehen möchte. […]

  10. Mein Parteibuch » Bemerkenswertes Fax von einer Anwältin der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek sprach

    […] Die Anwaltskanzlei Sewoma hat heute mit Vollmacht des IV-Verlags Unterhaching, der meinen Informationen zufolge eine Zweigniederlassung der IPA Verlagsgesellschaft m.b.H. mit dem Sitz in Feldkirchen bei Graz (Österreich) ist, ein bemerkenswertes Fax, dass von einer Anwältin Dr. B. unterzeichnet war, bekommen. Der IV-Verlag ist ein Vertragsverlag der hoch angesehenen International Police Association (IPA) und hatte mich vor einigen Wochen unter Verweis auf den Eintrag zum IV-Verlag im Parteibuch-Wiki sowie diesen Beitrag über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen kostenpflichtig abmahnen lassen. So weit, so schlecht, doch jetzt geht der Spass erst richtig los. […]

  11. Mein Parteibuch » Verlagshaus aus Werlte sprach

    […] In Werlte sitzt der Polizeiverlag NVK-Verlag, der laut eigener Webseite eng mit der International Police Association zusammenarbeitet. Da bin ich ja nun mal neugierig, was mir aus Werlte vorgeworfen wird. Ich habe jedenfalls erstmal Rechtsanwalt Dennis Sevriens vom Berlin Blawg bzw der Kanzlei SEWOMA® eine Vollmacht geschickt. Mal schauen, welche Erkenntnisse eine Akteneinsicht bringt. [Trackback URI]    [Permalink] […]

  12. Anonymous sprach

    Warum wenden Sie sich nicht einfach mal ans TV? Da gibt es doch Sendungen wie “Akte” oder ähnliches.
    Die wären bestimmt interessiert und würden den Verantwortlichen schon versuchen, eine Stellungnahme zu entreissen…

  13. Jan Königer sprach

    From: Jan[SMTP:JAN@KOENIGERS.DE]
    Sent: Tuesday, September 16, 2008 12:40:01 AM
    To: CTS Color Transfer Service GmbH
    Subject: Re: FW: Aktion: Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
    Auto forwarded by a Rule

    Guten Tag ,
    vielen Dank für Ihre Mail.
    Wir sehen von einer Anzeige in Ihrem Projekt ab und wünschen keinen
    weiteren Kontakt.
    Bitte löschen Sie uns aus Ihren Daten.
    Mit freundlichen Grüßen
    JK

    v.g. Antwortmail habe ich auf eine Kaltaquise des NVK-verlages gesendet.
    Es ist eine bodenlose Frechheit sich mit dem Vorwand der Gemeinnützigkeit auf be…ische Weise überteuerte Anzeigen zu erschleichen. Wenn die “International Police Association” wirklich daran beteiligt ist und wenn auch nur durch Duldung, sollte man sie an…en.
    Mit freundlichen Grüßen
    Jan Königer
    Lions Club Mitglied

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