Nachdem ich anfänglich wie viele andere auch dem Vorschlag des GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne eher skeptisch gegenüber stand, Deutschland eine neue Nationalhymne zu geben, hat mich der Vorschlag von Michael Schmidt-Salomon, dem Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, überzeugt, und zu einem glühenden Patrioten für die Idee einer neuen Nationalhymne gemacht.
Michael Schmidt-Salomon, Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, hat pünktlich zur großen Fußball-Euphorie einen einfach unwiderstehlichenen Vorschlag für eine neue deutsche Nationalhymne vorgelegt, der die dritte Strophe des ebenso schwachsinnigen wie größenwahnsinnigen Fallersleben-Liedes hoffentlich bald vergessen macht. Mit Berthold Brecht ist auch einer der großen deutschen Dichter der Texter des Liedes, die es hier schon mal vorab zu hören gibt:
Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Dass ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes LandUnd nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s
Und das liebste mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.
Von Vorteil dürfte bei der neuen Nationalhynmne auch sein, dass der Text dem einen oder anderen recht bekannt vorkommen mag.
So kann zumindest ein Teil der Bevölkerung den Text bei Großereignissen aus dem Stand auswendig.
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Das die meisten Deutschen sich den Text der Hymne sowieso nicht merken könnnen wird sich wohl kaum ändern. Ausserdem lässt sich der Text mit 3,0 Promille extrem schlecht gröhlen und dürfte daher nur bei einer elitären und abstinenten Minderheit gefallen finden.
Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand
Blüh´ im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!
Was ist an diesem Text “schwachsinnig” oder “größenwahnsinnig”, verglichen mit z.B. der französischen Nationalhymne?
Gerade bei der Fußball-WM mit den fröhlich feiernden Fans (abgesehen von ein paar gewalttätigen Vollidioten, die es aber überall gibt) wird doch deutlich: hier ist kein Größenwahn oder nationalistischer Irrsinn im Spiel, sondern ein gesundes Nationalbewußtsein, ein wirklich gelebter Stolz auf das eigene Vaterland, den sogar die “Linken” nicht wegdiskutieren können!
Herr Bartels, Sie lassen mal wieder einen beklagenswerten Mangel an Bildung erkennen.
Ihnen ist offenbar gar icht bekannt, welches Motiv dem “Deutschland über alles” zugrundeliegt.
Fallersleben war kein “größenwahnsinniger” Nationalist, sondern ein Anhänger bürgerlicher Freiheiten, Gegner fürstlicher Willkürherrschaft und wünschte sich und seinen Landsleuten die Überwindung der ewigen deutschen Kleinstaaterei.
Mit “Deutschland über alles” ist nichts anderes gemeint als der Wunsch, daß der ewige Bruderzwist deutscher Kleinstaaterei überwunden und ein gemeinsames Deutschland geschaffen werden sollte.
Dass Sie diese Idealvorstellung als “größenwahnsinnig” und “schwachsinnig” bezeichnen, zeigt nur, wie herzlich wenig Sie offenkundig über die Herkunft dieses Liedes wissen.
Oder wie wär’s mit “Deutschland” von Slime?
1:0 für Manni
Da sieht man mal wieder, wie die SPD-Mitglieder und die GEW zu unserem Staat stehen.
Unsere Nationalhymne in der jetzigen Form gehört zu Deutschland, wie Goehte, Schiller und unsere Nationalflagge.
Aber da schwingen wohl noch die Einstellungen der 68er Generation mit, die uns ja schließlich auch die Rechtschreibreform gebracht hat. Denn eines ist klar - die Rechtschreibreform wurde nur aus einem Grund forciert: “Wenn du eine Gesellschaft umstürzen willst, nimm ihr das wichtigste - ihre Sprache”
Erst die Sprache, dann die Hymne - was kommt als nächstes?
zu Simon:
Nach meinem Kenntnisstand setzte die Rechtschreibreform ein DDR-Professor aus Rostock durch. Also kein 68er. Diese gab es in der DDR praktisch nicht.
Sein Motiv war - und ist es bestimmt immer noch - jedoch die Schaffung eines NEUEN MENSCHEN. Damit vergleichbar mit vielen 68ern. Da musste die Geschichte weg. Die Funktion der Neuen Rechtsschreibung diente diesem Ziel: die Vergangenweit isolieren.
Die Kulturminister machten mit, wie Schröder mit Putin gleichermaßen den neuen globalen Markt und die Menschenrechte praktiziert.
Mein Skateboard ist wichtiger als Doitschland…
@Schälike:
Sie sind wirklich ein Verschwörungstheoretiker erster Güte - wollen Sie uns allen ernstes erzählen, der tiefere Zweck der Rechtsschreibreform sei die Zerstörung der Bezüge zur Vergangenheit?
Zu Manni:
Die Absicht eines Bruchs zur Vergangenheit habe ich aus einem Interview des besagten Professors.
Das gab es im Fernsehen und ist bestimmt im Internet zu finden.
Da ich die Theorien und Versuche zur Schaffung eines NEUEN MENSCHEN aus der Praxis kenne - Extremfall Kambodscha - und den Einfluss der Vertreter dieser Theorien nach 1989 auf ganz Deutschland “bewundere”, hat mich, was die Rechtschreibreform betrifft, nur die Blauäugigkeit der Kultusminister gewundert.
Einen Nachweis für das hier Gepostete erbringe ich Ihnen nicht.
Es reicht der Tip, ansonsten werden Sie glücklich mit Ihren Vorurteilen, Vogel-Strauß-Verschwörungstheorie-Vorwüfen, Klugfsch … eien und sonstigem bla, bla, bla.
@Schälike:
Ach, ich finde Ihre Thesen ja sogar zuweilen unterhaltsam und auf eine seltsame Weise interessant, sonst würde ich Sie ja gar nicht kommentieren.
Wenn hier jemand schriebe, unsere Regierung sei von Außerirdischen unterwandert, fände ich das - ganz ernsthaft - auch interessant, aber ich würde mich dann doch freuen, wenn man mir dafür einen Beleg brächte.
Können Sie denn mal
wenigstens zur Abwechslung eine entspr. Quellenangabe bringen, welcher Professor hier wann und wo sich entspr. geäußert haben soll?
Meinen Sie nicht vielleicht auch, daß Sie sich da vielleicht getäuscht haben könnten?
Denn gerade die Kultusminister haben doch stets offiziell verlautbaren lassen, daß die Rechtschreibreform vor allem den Schülern das Erlernen und Anwenden der Schriftsprache erleichtern sollte.
http://www.arip...ma/amapol14.htm
Die neue Deutsche Nationalhymne!
Zu Manni:
Suchen Sie mal im Internet unter Professor Nerius. Oder besuchen Sie diesen privat. Als zwei NEUE gut ausgebildete MENSCHEN werden sie sich verstehen.
Er wird Ihnen auch etwas zu Ihrem Wunsch nach “Geld macht frei” und “Arbeit macht frei” beitragen können.
Hat zumindest die Kultusminister überzeugen können. Weiter so.
Nerius war von 1975 bis 2001 Professor für germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Rostock, leitete von 1974 an die Forschungsgruppe Orthographie der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Universität Rostock; er war von 1980 bis 1986 Mitglied des Internationalen Arbeitskreises für Orthographie, von 1993 bis 1997 zuerst Mitglied, später stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Rechtschreibfragen des Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim. Und er ist, man ahnt es, seit jenem Schicksalsjahr 1997 Mitglied der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung, mithin einer der Väter der Reform.
Die alternative Nationalhymde von Brecht wäre auch auch ein Zeichen eines Neuanfangs, eines Schuldeingeständis für die Verbrechen des Nationalsozialismus, auf die man seit 60 Jahren wartet. Brechts Hymde ist, ganz im Gegenteil keine Nationalistische Hymde sondern endlich mal eine internationale Hymde mit der Bitte auch Deutschland in den Kreis des Internationalismus aufzunehmen. Da aber Adenauer selbst Nazi war, wie damals die deutliche Mehrheit in der CDU, hat er versucht ein kleines Stück seiner Ideologie weiterleben lassen. Deshalb ´singen wir immer noch die gleiche Nationalhymde wie Adolf Hitler.
Mit Brechts Kinderhymde, wäre die WM 2006 in Deutschland noch schöner geworden
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