Die weblog-artige medienkritische Seite medienwatch.com hat letzte Woche einen Fall von Schleichwerbung der Bausparkasse Schwäbisch Hall bei der Hauszeitschrift des Rabattclubs für Schreiberlinge, der journalist, veröffentlicht. Eine 16-seitige werbende Verlagsbeilage der Bausparkasse wurde wohl nicht so als Werbung gekennzeichnet, als dass es von jedermann gemerkt worden wäre.
In Anbetracht dessen, dass sich der DJV ansonsten selbst als Moralapostel einer schleichwerbefreien Presselandschaft aufspielt, ist sicher auch eine harsche Kritik gerechtfertigt. Da erwartet man dann eine Entschuldigung und gut ist’s. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat einen anderen Weg, mit solcher Kritik umzugehen, gefunden. Sie hat newsroom.de zufolge medienwatch eine Abmahnung geschickt. Meinen Respekt, so bringt man sich ins Gespräch. Dass das Echo positiv ist, wird nun aber wohl auch bei der Schwäbisch Hall keiner ernsthaft erwarten, oder?
Innovativ schreiben die Anwälte der Bausparkasse Schwäbisch Hall newsroom.de zufolge:
Die “Angriffe gegen die Werbebeilage unserer Mandantin gehen aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen ins Leere.
Dem kann ich nur beipflichten. Die Anwälte von Gleiss Lutz würde ich ob dieser Leistung gern für eine Auszeichnung nominieren. Nur eine Idee für die richtige Kategorie fehlt mir noch. Wie wäre es mit “Guerilla Marketing - Rohrkrepierer des Jahres”? Oder hat jemand eine bessere Idee?
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| Schweinerei |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] Ich habe es gleich geahnt, dass es nur eine unseriöse Schmutz-Kampagne gegen die renommierte und geschätzte Bausparkasse “Schwäbisch Hall” sei kann, wenn sie in Verbindung mit unzulässiger Schleichwerbung gebracht wird. Andere Presse-Berichte, etwa von der Fachjournalistin Barbara Tewes, lassen erkennen, wie beliebt und vorteilhaft die “Schwäbisch Hall” und das Bausparen sind. Dass die Wirtschaft journalistische Berichte kauft, mag es in ganz seltenen Einzelfällen gegeben haben. Jedenfalls hat sich dahingehend mal Barbara Tewes in einem Interview mit dem NDR-Medienmagazins Zapp geäußert. Solche Praktiken aber der “Schwäbisch Hall” zu unterstellen, ist m.E. eine haltlose Sauerei von ausgeflippten Pressefuzzis. Das hat dieses Top-Unternehmen gewiss nicht nötig. Link gefunden bei Mein-Parteibuch.de. […]
Um ausgeflippte Pressefuzzis geht es hier wohl nicht. Die Schwäbisch Hall verfügt über eine hervorragende Kommunikationsabteilung, die zielgerichtet derartige “Partnerschaften” vorantreibt. Das machen heute viele Unternehmen, jedoch stößt es immer, wie bei Seehofer sauer auf, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt.