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10. Mai 2006

Demonstranten fordern vor dem OLG Frankfurt: Rechtsbeuger raus

von @ 0:57. abgelegt unter Recht und Unrecht, Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, Immobilienbetrug

Wie Mobbing-Gegner Detlev Lengsfeld mitgeteilt hat, forderten der Humanistischen Union nahe stehende Demonstranten am 6. Mai vor dem Oberlandesgericht Frankfurt: Rechtsbeuger raus aus der Justiz - Schluss mit den Parteibuch Richtern.

Dem kann ich mich nicht anschließen. Ich finde, alle Richter sollten mal in meinem Parteibuch vorbeischauen. ;-) Was die faktisch nicht vorhandene Gewaltenteilung und die Kritik an mangelnder Objektivitität und Unparteilichkeit von Richtern angeht, so teile ich allerdings die Kritik der Demonstranten. Ich würde es begrüßen, wenn solche Demonstrationen zukünftig wie geplant jeden Monat stattfinden würden. Wer zu faul ist, auf die Straße zu gehen, mag mal bei der Webseite Gegen Justizunrecht vorbeischauen, die allerdings meines Wissens mit den Demonstrationen nichts zu tun hat.

11 Kommentare zum Beitrag “Demonstranten fordern vor dem OLG Frankfurt: Rechtsbeuger raus”

  1. Rolf Schälike sprach

    Gut wäre, nicht nur regelmäßig zu demonstrieren, sondern Gerichtssitzungen oft und regelmäig zu besuchen und darüber zu berichten.

    Dem “unter sich” von Jurisaten und deren elitärem Verhalten würden demokratische Grenzen gesetzt werden.

  2. macdet sprach

    @Rolf du sprichst mir aus der Seele. Als im meinem Verfahren aber Freunde, Betriebsräte etc. im Saale waren, fand das der Richter nicht so gut. “Na, Herr Lengsfeld gibts es im Anschluß wieder eine (kleine) Party”. Er spielte damit auf meine Teilnehmerliste im ersten Verfahren und meine auch gerichtlich dokumentierte Öffentlichkeitsarbeit an.

    Beeinflußt hat es ihn aber nicht!

    Links:
    http://213.146....call&rev=69
    und http://wiki.mob...de/PresseArchiv

  3. macdet sprach

    ups, da ich auf bestimmte Leute nicht mehr verlinken darf (Abmahnung) hier der aktuelle Links http://wiki.mob...TeilnehmerListe

  4. Simon sprach

    Meintest du, dass die Gewaltenteilung “faktisch nicht vorhanden” ist, oder wolltest du nicht eher sagen, dass du sie für praktisch nicht mehr vorhanden hältst? Das ist nämlich ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

  5. Rolf Schälike sprach

    Wenn etwas praktisch nicht mehr vorhanden ist, dann stimmt faktisch etwas nicht.

  6. Mein Parteibuch sprach

    @Simon
    Ich meine mit “faktisch nicht vorhanden”, dass die Gewaltenteilung in Deutschland im wesentlichen nur in hübschen Schaubildern existiert. Gelebt wird die Gewaltenteilung in Deutschland nicht. Das Problem der Diskrepanz zwischen öffentlich wahrgenommener und faktisch nicht vorhander Gewaltenteilung beschreibt Udo Hochschild, wie ich finde, auch für Laien sehr anschaulich, obwohl er als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Dresden berufsbedingt Experte ist.

  7. macdet sprach

    http://tinyurl.com/pf3fx neues von der HU und Dr. Brosa.

    Achtung Deutschland!

    Wie sagte doch einer meiner Mobber in der Autostadt immer:

    “Tue Gutes und rede viel darüber”

  8. Ulrich Brosa sprach

    Deutsche Richter sind von Alters her der Ansicht,
    Gesetze müssten nur von anderen eingehalten
    werden, nicht jedoch von ihnen selbst.
    Darum unterlaufen viele von ihnen auch
    die Gewaltentrennung.

    Baron Schweinsberg - kein Parteimitglied - regt
    sich seit Jahren darüber auf, bekommt aber
    viel zu wenig Unterstützung. Ich habe
    einige seiner Dokumente auf
    http://www.alth...de/baronsc.html
    publiziert.

    Der Knüller ist eine CDU-Landrätin, die zugleich
    als Richterin am Rheinland-Pfälzischen
    Verfassungsgericht fungiert. Der Richter Gönsch,
    den der Baron so sehr liebt, führt nebenbei die
    SPD-Fraktion in einem Kreistag. Die schützende
    Hand über Gönsch hält Brigitte Tilmann,
    Präsidentin des Oberlandesgerichts Frankfurt a.M.. Tilmann ihrerseits hat Wahlaufrufe zugunsten
    von SPD-Politikern unterzeichnet.
    Das peinliche Schreiben an den Baron hat sie
    indes nicht selbst unterschrieben, sondern
    einen ‘Mitarbeiter’ vorgeschickt: gez. Gazka.

    Die gesetzlichen Grundlagen der Gewaltentrennung
    hat Baron Schweinsberg ordentlich zusammengestellt.

  9. Gudrun Hoffmann sprach

    Die nächst justizkritische Demo findet in Frankfurt vor dem OLG auf der Zeil am 03.06.2006 14.00-16.00 Uhr statt. Paralleldemos sind in anderen Städten angedacht. Unter www.beschwerdezentrum.de Justizirrtun-Forum ist die Anleitung für Paralleldemos

  10. Gudrun Hoffmann sprach

    Die nächste justizktitische Demo vor dem OLG in Frankfurt ist am 09.09.2006 14.00 - 16.00 Uhr. Es haben sich Demonstranten aus Süddeutschland und dem Saarland angemeldet. In www.odenwald-geschichten.de wird (zum Beispiel) über den Verlauf berichtet.
    Leute, hört auf zu schimpfen, arbeitet auf dem Boden der Demokratie für ein “besseres Deutschland”. Wenn wir uns in Entscheidungsprozesse nicht einmischen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn über uns hinweg regiert wird.

  11. Gudrun Hoffmann sprach

    Am 7.10.2006 findet die 7. justizkritische Demo statt.
    Ort: Frankfurt am Main, Zeil, vor dem Oberlandgericht
    Zeit: 14.00-16.00

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