Nachdem Popetown trotz der Reklame durch den Opus Dei Aktivisten Kardinal Wetter schon in Vergessenheit zu geraten drohte, hat sich nun der Vorsitzende der CSU im bayrischen Landtag, Joachim Herrmann, ein Herz gefaßt und die Promotion von Popetown persönlich in die Hand genommen.
Popetown ist eine im Mai bei MTV startende Zeichentrickserie, die von einem debilen Papst und korrupten Kardinälen handelt. Mein Parteibuch hat bereits zu Ostern über Lachen statt rumhängen über Popetown berichtet. Eigentlich würde ja solch ein primitiver Humor keinen Hund hinter dem Sofa vorlocken, aber MTV braucht sehr dringend einen kommerziellen Erfolg.
Joachim Herrmann, der seit seiner Zeit in der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Frankonia (Czernowitz) im CV stets als Freund derber Scherze über die katholische Kirche und ihre Würdenträger aufgefallen ist, setzte zur Promotion von Popetown jedoch wettbewerbsverzerrende Mittel ein. So hat er tatsächlich bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine Strafanzeige gegen Popetown wegen Religionsbeschimpfung nach §166 StGB gestellt, die er dann auch noch mit Lachen statt rumhängen begründet hat.
Die ausgiebige Berichterstattung von Medien, Blawgern und Bloggern über die Strafanzeige hat natürlich einen unbezahlbaren Werbeeffekt, so dass die Konkurrenz schon neidisch wird und sich fragt, was sie tun muß, um auch mit Gegenbewegungen und einer Forderung nach dem Entzug der Sendelizenz promotet zu werden. Sie hat deshalb beim Jörg Tauss interveniert, der sich nun angesichts der offensichtlichen Wettbewerbsverzerrung darüber beschwert, dass Joachim Herrmann die Strafanzeige nur aus populistischen Motiven heraus gestellt hätte.
Wer jetzt neugierig ist und schon mal einige Minuten Popetown schauen will, muß natürlich nicht bis Mai warten, sondern kann bei Fooligan oder auf Youtube schon mal ein paar Appetithäppchen konsumieren.
Ich hoffe, ich habe den Sachverhalt richtig verstanden und wiedergegeben, denn wer weiß, vielleicht liest ja auch der Papst demnächst Mein Parteibuch und schaut bei Popetown zu. ![]()
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| Hundescheisse |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Nur fürs Protokoll:
FÜR POPETOWN!
MfG
Daniel
Danke, den Link kannte ich gar nicht.
1. Der deutsche Werberat welcher 1972 von der ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V.)gegründet wurde hat eigentlich eine klare Richtlinie:
“- Vertrauenspersonen dürfen nicht zur falschen Werbung benutzt werden”
Das gilt wohl dann für Jesus, Mohammed, die Bundeskanzlerin und den Bundespräsidenten. Ausserdem dürfte die Werbung wohl eine für Minderjährige nicht erkennbare Verfälschung der christlichen Botschaft darstellen.
2. Die Klage wegen 166 dürfte eher aussichtlos sein. Dort geht es nicht um die Bschimpfung sondern nur um eine solche, “die geeignet ist den öffentlichen Frieden zu stören”. Ja so ist das würden jetzt Heerscharen von Katholiken M-TV-Fahnen verbrennen hätte man da vielleicht Chancen, ist wohl sehr unwahrscheinlich, daher stimme ich mal überein, die Klage hat wohl den Zweck medial Aufmerksamkeit zu erregen.
Besser wäre wohl §130:
“Schriften (§ 11 Abs. 3), die zum … oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, daß Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden”
Die gläubigen Katholiken und die kirchlichen Würdenträger werden wohl sehr deutlich verleudmet und böswillig verächtlich gemacht. Ich finde es daher besonders schön, dass Linke, die sich ja sonst immer so gerne auf die Menschenwürde berufen, sofort dabei sind kampagnen zu fahren, wenn es darum geht die Menschenwürde von Personen mit anderen Lebensvorstellungen anzugreifen. Da zeigt sich doch mal das wahre Gesicht der Linken. Alle Rechte für mich und Fusstritte für die anderen. Schön das man sich in der heutigen Zeit traut seine Doppelmoral so offen zur Schau zu stellen. Dem wäre wohl nichts weiter hinzuzufügen.
[…] Mein Parteibuch - Joachim Herrmann (CSU) mißbraucht Rechtsweg zur Promotion von Popetown […]
Sollte MTV wegen Blasphemie verurteilt werden, werde ich den Namen des Priesters geben, der eine eidesstaatliche Versicherung abgegeben hat, um seine Vaterschaft an Mathieu C. Montabaur abzuwenden. Die Priester dürfen sich wie die letzen Schweine in unserer Gesellschaft verhalten aber Fiktionen über die Katholische Kirche sollen verboten werden. So geht es nicht weiter.
NIEDER MIT DER DIKTATUR IM NAME GOTTES
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