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12. April 2006

Bannerkampagne für Mario

von @ 22:02. abgelegt unter Recht und Unrecht, Informationszeitalter, Abmahnung, Internet, Rechtsmißbrauch, Urheberrecht

Mario ist 17 Jahre alt und hat ein paar kleinere Webseiten wie die Webseite to-you.de erstellt, um bessere Bewerbungschancen zu haben und potentiellen Arbeitgebern zu zeigen, dass er beispielsweise mit HTML und PHP umgehen kann. Dazu sollten die Webseiten natürlich professionell aussehen.

Dafür, dass er neun als frei gekennzeichnete und wahrlich nicht besonders wertvoll aussehende Bilder von einer britischen Freewallpapers-Seite auf seiner Webseite verwendet hat, wurde er nun vom Amtsgericht Hamburg verdonnert, 3.363,65 Euro zuzüglich Zinsen und Gerichtskosten an die ansonsten eher unbekannte Bildagentur Bullspress zu zahlen. Insgesamt kosten Mario die Bilder, für die Bullspress die Exklusivrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz gekauft hat, also schon mal gut 7.000 Euro.

Doch damit ist die Sache noch nicht ausgestanden: die Kanzlei Pötzl & Kirberg, die schon Bullspress vertreten hat, hat am gleichen Tage von Mario auch noch horrende Zahlungen für drei Bilder eines einen angeblich oder anscheinend berühmten Fotografen namens Bernhard Kühmstedt eingefordert.

Mein Parteibuch berichtete über das krasse Fehlurteil ausführlich, und beim Beschwerdezentrum gibt es einen Artikel über den Fall, der noch aus der Zeit von vor dem Urteil stammt. Da ein solcher Lizenzirrtum wirklich jedem passieren kann und die Ungerechtigkeit betreffend der Höhe der gerichtlich festgelegten Entgelte sofort ins Auge springt, habe ich mich vor einer Woche entschlossen, einen Spendenaufruf zu unterstützen, der Mario hoffentlich seine Berufung finanziert. Um dafür etwas mehr Aufmerksamkeit einzufangen, habe ich nun bis auf weiteres nebem dem Paypal Button zum Spenden in der linken Leiste den Seitenkopf von mein Parteibuch mit einem Banner zum Spendenaufruf versehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Geschädigten, die ebenfalls auf die Free-Wallpaper-Abzocke hereingefallen sind, wehrt sich Mario. Da nur noch wenige Tage bleiben, bis Mario sich entscheiden muß, ob er sich die Berufung leisten kann und die schätzungsweise 1.700 Euro für die Berufungsklage aufbringen kann, möchte ich alle Webmaster, die ein paar Pixel Screenfläche entbehren können, dazu aufrufen, möglichst schnell auch einen Banner für Mario’s Berufung in ihre Webseite einzubauen.

Um es Webmastern einfach zu machen, die Spendenkampagne zu unterstützen, hat Mario einige fertige Banner auf seiner Webseite bereitgestellt.

27 Kommentare zum Beitrag “Bannerkampagne für Mario”

  1. outsmart sprach

    total sinnlos

    der Junge ist klar im Unrecht, auch wenn die Zahlungen überhöht sind.

  2. Mein Parteibuch sprach

    @outsmart
    Wenn in der Berufung rauskäme, dass die Lizenzgebühren überhöht sind und eine Lizenzgebühr von zwei Euro pro Bild anstelle von 200 Euro angemessen ist, dann wäre das auch schon ein Erfolg.

    Ich meine aber, richtigerweise müßte die Berufung erbringen, dass das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und die Klage kostenpflichtig abgewiesen wird. Ich kann keinerlei Grundlage für Schadensersatz im Wege der Lizenzanalogie erkennen, da der Lizenzverstoß nicht vom Rechtsverletzer verschuldet war.

    Vielmehr sollte sich der Kläger an den britischen Vertrieb des Free Wallpapers wenden müssen und dort Schadensersatz für die mißverständliche Lizenzbenennung begehren, wenn er Geld will.

  3. gehtdichnixan sprach

    entspann dich doch einfach mal

  4. Rolf Schälike sprach

    Die Kanzlei Pötzl & Kirberg ist nicht ganz unbekannt. Gewinnt nicht alle Prozesse.
    Es liegt die Vermutung nahe, dass die Kanzlei ums Überleben kämpft. Ist aber eine reine Vermutung, ohne jeglichen Tatsachenhintergrund: eine mögliche Schlussfolgerung, welche die Handlungsweise der Kanzlei jedoch einfach erklären würde.
    Vielleicth möchten sich die beiden Rechtsanwältinnen einfach mal an einem Schwächeren versuchen und ihre juristischen Kennntisse ausreizen?
    Es gibt auch andere Urteile und Handlungsweisen.
    Im Zuge der Globalisierung hat die Kanzlei diesen Weg beschritten und damit der Entwicklung Deutschlands bestimmt keinen guten Dienst erwiesen. Lizenzgebühren, falls überhaupt sinnvoll und juristisch in diesem fall zulässig, ohne begründeter Leistung zu überhöhten Preisen über Gerichte zu erlangen, sind Bremsen für Kreativität.
    Schützenhilfe erhält diese Kanzlei von anonymen “Partnern”, nicht ohne Beschimpfungen.
    Bestimmt kein Zufall, sondern symptomatisch.

  5. R.K. sprach

    Mir kommen die Tränen. Auf einmal hat der Junge die Webseite gemacht, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
    Herr Bartels, haben sie sich das ausgedacht oder ist das die neue Strategie der Verteidiger?
    Ich bin ja der Meinung, der Junge wollte mit derWebseite spanischen Straßenhunden und japanischen Walen helfen und ausserdem auf das AIDS-Problem aufmerksam machen.

    (/Satiremodus aus)

    Bullspress soll unbekannt sein?

    LOL

    #4 (Rolf S.):
    Globalisierung? Sie versuchen gerade wohl, den Jungen für Ihre Propagandazwecke zu benutzen. In einem vorherigen Kommentar waren sie sogar begeistert davon, dass die Parteibonzen in der DDR Entscheidungen nicht den Richtern überließen. Geht’s noch Verfassungsfeindlicher?

    Das alles hier ist wirklich eine Realsatire zum Thema “Propaganda”.

  6. Bernd sprach

    @R.K.
    Wenn der Junge eine Ausbildung als Softwareentwickler macht, dann ist es sicher nicht verkehrt, mal das eine oder andere eigene Projekt zu entwickeln, was man später in einer Bewerbung vorzeigen kann.

    Vermutlich sollte man dem Jungen empfehlen, zukünftig lieber Viren zu schreiben. So hart ist noch nicht mal der Autor von Sasser bestraft worden. Da ist aber im Gegensatz zu dem Fall hier ein Milliardenschaden entstanden.

    Wie hier Abzocker gerichtlich die Beute beitreiben können, ist ein Skandal ohnegleichen.

    Schauen Sie mal, was die Bulls Pressedienst GmbH aus Frankfurt soinst so macht. Das sieht nach sehr kleinen Brötchen aus.

    Spannend finde ich die Frage, was denn die “Exklusivrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz” der Bilder, die hier gerade 3.300 Euro für eine Nutzung gebracht haben, im Einkauf gekostet haben.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die “Exklusivrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz” an diesen Bildern im Einkauf mehr als 100 Euro gekostet haben.

  7. R.K. sprach

    Was sie sich vorstellen können muss ja schlecht die Grundlage für gerichtliche Entscheidungen sein, oder sind sie Sachverständiger?

    “Bulls” ist eigentlich jedem Leser von Tageszeitungen ein Begriff. Ihre Unkenntnis kann hier kaum als Maßstab dienen.

    Und die Einkaufspreise dürften in der höhe des VK-Preises liegen, vielleicht darüber. Eine Agentur verdient Geld, indem sie die Bilder mehrfach verkauft (wenn möglich).
    Das ist aber auch irrelevant. Geld verdienen ist (entgegen landläufiger Meinung) nichts unanständiges.

    Herr Bartels verdient doch auch Geld. Er kauft Leistungen ein und verkauft sie wieder, und ich denke mal der VK-Preis dürfte erheblich über dem EK-Preis liegen (ja, ich habe gegoogelt).

    Sehen sie sich die Argumentation des Beklagten hier einmal genauer an. Durch das Abbilden der Fotos auf einer englischen Seite hält er sie für frei verfügbar und veröffentlicht sie daher auf seiner Seite. Dieser Argumentation folgend könnte nun jeder in Deutschland und anderswo diese Bilder frei benutzen, weil sie ja auf to-you.de veröffentlicht wurden.
    Wenn also diese “Rechtsauffassung” jetzt nicht widerlegt wird dann bedeutet es faktisch die Freigabe der Bilder, d.h. eine Enteignung des Rechteinhabers.

  8. Bernd sprach

    So ein Schwachsinn. Niemand wird hier enteignet. Die Agentur kann selbstverständlich den Lizenzirrtum aufklären und die Unterlassung der Verwendung der Bilder fordern.

    Nur darf hier eben der besondere Schutz von Schadensersatz im Wege der Lizenzanalogie nicht greifen, weil sich die Rechteinhaber nicht schutzwürdig verhalten haben.

    Insofern muß sich die Bulls Pressedienst GmbH - das ist doch nicht die Agentur, die man aus den Bildunterschriften “Bullspress” von Tageszeitungen kennt, oder? - das Verhalten der anderen Berechtigten anrechnen lassen.

    Die Nutzer müssen darauf vertrauen dürfen, dass eine Lizenz aus dem Ausland gültig ist. Dass Exklusivrechte separat für andere Erdteile verkauft wurden, kann schließlich keiner ahnen. Die Bilder waren schließlich nicht mal mit Wasserzeichen und Urheberrechtshinweis versehen, obwohl das nach dem Stand der Technik ohne Problem machbar wäre.

    Hoffentlich geht der Fall bis zum BGH und da wird dann klar gemacht, dass Rechteinhaber auch gewisse Sorgfaltspflichten haben, wenn sie von Schutzgesetzen profitieren wollen. So unanständig, wie sich die Bulls Pressedienst GmbH und Bernhard Kühmstedt verhalten haben, sehe ich diese besonderen Schutzrechte als in diesem Falle schuldhaft verwirkt an.

    Der Volksmund würde da sagen: Selbst Schuld. Wer sein ach so wertvolles Zeug so freigiebig verteilt, muß damit rechnen, dass es den Weg auf die eine oder andere Webseite findet.

    Das ist aber genau der Punkt: die Rechteinhaber haben ganz sicher damit gerechnet, denn nur so läßt sich aus dem wertlosen Fotoabfall Geld machen.

  9. Dr. Dean sprach

    Mario ist 17 Jahre alt und hat ein paar kleinere Webseiten wie die Webseite to-you.de erstellt, um bessere Bewerbungschancen zu haben(…)” Marcel, er hat Katie Price auf seine Webseite gepackt der Bewerungschancen wegen? Ich würde es daher etwas anders formulieren: “Mario ist 17 Jahre alt und hat ein paar kleinere Webseiten wie die Webseite to-you.de erstellt, als harmloses Hobby und auch dafür, um etwas Webdesign zu erlernen. So verbesser er zugleich seine Bewerbungschancen. Dachte er sich…”

    Ist nur ein Vorschlag. Marcel, deinen Banner-Vorschlag finde ich sehr gut. Ich werde ich das Banner im Laufe des Tages auf mein Blog pappen.

    P.S.
    Marcel, ich verstehe gut, was du mit der “Mohammed-Karikatur” bezweckst, ich kann deine Argumentation auch gut nachvollziehen, aber so langsam ist es an der Zeit, sie von der Homepage zu nehmen oder zu ersetzen. Du kannst sie ja durch ein “Rettet den Papst vor MTV vor Blasphemie! Rettet das Abendland! Klicken Sie auf keinen Fall hierhin!” ersetzen inkl. Link z.B. hierhin.

  10. Daniel sprach

    Stimmt, Dr. Dean, wir sollten FÜR Popetown eintreten, sonst würde den “christlichen” Fundis das gelingen, was sie dem Moslems in zusammenhang mit den Karikaturen nicht zugestehen wollten: die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Satire einzuschränken wegen religiöser Gefühlsduselei. Ich habe mich mit diesem Fall in Verbindung mit der albernen Aktion des pseudo-christlichen Blättchens Vers 1 auseinandergesetzt: a href=”http://politischinkompetent.wordpress.com/2006/04/13/mtv-popetown-vs-vers-1/” target=”_blank”>MTV Popetown vs. Vers 1

    MfG

    Daniel

  11. Rolf Schälike sprach

    # R.K. sprach am 13. April 2006 um 10:11h
    #4 (Rolf S.):
    Globalisierung? Sie versuchen gerade wohl, den Jungen für Ihre Propagandazwecke zu benutzen. In einem vorherigen Kommentar waren sie sogar begeistert davon, dass die Parteibonzen in der DDR Entscheidungen nicht den Richtern überließen. Geht’s noch Verfassungsfeindlicher?
    Das alles hier ist wirklich eine Realsatire zum Thema “Propaganda”.

    RS: Sie deuten Ironie in Begeisterung um. Buskewürdig!
    “Propaganda”-Vorwürfe und “Verfassungsfeidlichkeit” sind leere Worte, mit denen auch die SED-Bonzen gerne um sich warfen, ohne zu wissen, was sie tun.

    Seit wann entscheiden Richter über Marktpreise? Das ist noch schlimmer als die DDR-Planwirtschaft.

    Was ist an dieser Meinungsäußerung verfassuingsgfeindlich?
    Sind wir schon soweit, dass nicht mehr diskutiert werden darf?

  12. Rolf Schälike sprach

    R.K. sprach am 13. April 2006 um 10:11h
    #4 (Rolf S.):
    Globalisierung? Sie versuchen gerade wohl, den Jungen für Ihre Propagandazwecke zu benutzen.

    RS:
    1. Die Bilder hat der Junge aus www.wellpaperbase.com und www.sexydesktop.co.uk/jordan2.htm.
    Beides eglischsprachige Seiten.
    Geklagt wird in Deutschland.
    Gegen die o.g. Anbieter wird nicht geklagt.
    Vor 20 Jahren wäre das Ganze unmöglich, schon deswegen weil es kein Internet gab.
    2. Seine Hochpreise kann Deutschand heute nicht mehr in der gesamten Breite halten, wie vor 20-30 Jahren.
    3. Firmen lagerns aus.
    4. Billigkräfte aus dem Ausland ersetzen Arbeitskräfte in Deutschland.
    5. Unter Juristen herrscht Auftragsmangel.
    6. Anwälte suchen neue Betätigugnsfelder zur Wahrung ihres Lebensstandes.
    7. Agenturen agieren weltweit.

    Das war der Inhalt von “Globalisierung” zum diskutierten Fall.
    Die Gesetze und die Rechtsprechung hinken dieser Entwicklung nach.
    Die Richter kennen das Internet im Schnitt schlechter als der Junge und agieren fast ausschließlich innerhalb Deutschlands.
    Die meisten Anwälte arbeiten lokal, selten gobal.
    Der Junge ist in diese Maschinerie geraten.

    Was hat das mit Propaganda zu tun?
    Welche Propagandazwecke verfolge ich?
    In welche Schublade haben Sie mich gesteckt?

  13. lpblogger sprach

    Herr Schälike, genau das ist doch der Knackpunkt. Eine Rechtsverletzung in GB geht die Bulls Pressedienst GmbH in Deutschland doch nichts an.

  14. Der Blogbote » Blog Archive » Spendenaufruf für abgemahnten 17-Jährigen sprach

    […] Netzgärtner Kurt hat uns auf einen Spendenaufruf für Mario Alka hingewiesen. Wir erinnern uns: Der 17-jährige Mario war zur Zahlung von 3.363,65 Euro zuzüglich Zinsen abgemahnt worden, weil er neun als frei gekennzeichnete Bilder einer britischen Freewallpaper-Seite auf seiner Webseite verwendet hat. Mehr über den Fall Bulls Pressedienst gegen Mario Alka, der vergangene Woche auch Ausgangspunkt des Konflikts rebellmarkt vs. Johanssen + Kretschmer war, findet ihr hier, da und dort. […]

  15. Rolf Schälike sprach

    Das Verfahren fand am 16.05.06 statt.
    Dazu folgender Bericht.
    Interessant ist auch die vernünftige Meinung von Mike Schnoor.

    Zu lpblogger sprach am 16. April 2006 um 21:40h
    Herr Schälike, genau das ist doch der Knackpunkt. Eine Rechtsverletzung in GB geht die Bulls Pressedienst GmbH in Deutschland doch nichts an.

    RS: Bei Internet-Veröffentlichung gilt die Rechtsverletzung auch in Deutschland - weil in Deutschland die Sites gesehen werden können.

    Bullspress hatte die Rechte für Deutschland und Österreich.

    Zu Frage, warum der Fotograf nicht gegen die Internetz-Betreiber, welche die Bilder immer noch anbieten klage, hatte am 16.05.06 der Hamburger Amtsrichter Dr. Steinmetz eine einfache Erklärung: Die Server stünden in den USA oder Rumänien. Es wäre schwer an diese ranzukommen. Der Fotograf [Bernhard Kühmstedt] bräuchte sich nicht zu rechtfertigen.

  16. Mein Parteibuch » Mario nun wegen Bildern von Bernhard Kühmstedt vor Gericht sprach

    […] Die Spendenkampagne für Mario werde ich Fortführen, denn nach der Art und Weise, wie die Verhandlung geführt wurde, ist das erneute Fehlurteil, dass am 27.06.06 um 12:00h verkündet werden wird, bereits jetzt abzusehen. Nachdem Mario 3.363,65 Euro für die Abbildung einiger als frei gekennzeichneter Bilder der Bulls Pressedienst GmbH abdrücken soll kommen hier also nochmal einige hundert Euro “analoge Lizenzkosten” für Bernhard Kühmstedt, aufgebrummt von Richter Steinmetz, nebst Kosten von Abmahnung und Rechtsweg hinzu. Die dann erneut fällige Berufung kostet auch wieder eine Menge Geld. Wenn es in der Bundesrepublik Deutschland nicht die Tradition gäbe, Rechtsbeugung grundsätzlich nicht zu bestrafen, und deshalb auch noch kein Richter in Deutschland wegen Rechtsbeugung bestraft wurde, würde ich glatt sagen, hier sollte Strafanzeige wegen Rechtsbeugung gestellt werden. […]

  17. Fan sprach

    Mario Alka ist ein kleiner Junge, der nicht erkennen will, dass er im Unrecht ist. Das ist schade. Gravierender ist allerdings, dass in seinem Umfeld niemand zu sein scheint, der ihm den rechten Weg weist… Was sind das für Eltern, die ihren Sohn noch davon abhalten, einen Fehler einzusehen…

  18. Mein Parteibuch sprach

    @Fan (139.18.183.94)
    Zynischer geht’s wirklich nimmer. Jetzt würde mich mal interessieren, wer Sie sind, der hier so etwas verbreitet.

    Dass die Bilder nicht gezeigt werden dürfen, wurde sofort akpeptiert. Nur war der Irrtum bezüglich des Copyright eben nicht vermeidbar. Es geht jetzt darum, festzustellen, dass es nicht rechtens ist, sich mit dieser Art der Abzocke zu bereichern.

  19. Sherlok sprach

    Hab Schaelike gelesen.
    Hab gegooogelt.
    Richter sagt Original-Server mit Bildern stehen in USA oder Rumaenien (Schaelike).
    WHOIS-Trace sagt, Server stehen in Frankfurt!
    Frage:
    Hat Richter Angst vor PornoMafia?
    Einfacher: Junge zu haengen?
    Oder hat Richter Braunes in Hose?

  20. Fan sprach

    Zynisch ist es, wenn man frei von Sachkenntnis den Eindruck verbreitet, dass das Veröffentlichen fremder Bilder im Internet unter irgendeinem Gesichtspunkt gestattet sein könnte… Die von Mario Alka angestrebte Berufung wird - das ist sicher - keinen Erfolg haben. Also: Helft ihm, indem ihr ihm das Verständnis für die Achtung fremden geistigen Eigentums vermittelt!

  21. Fan sprach

    Achso: Der fehlerhafte Apostroph hinter Marios Namen heißt im Volksmund übrigens Idiotenapostroph.

  22. Mein Parteibuch sprach

    @Fan
    Was Sie erzählen ist absoluter Quatsch, und ich bin mir sicher, das wissen Sie auch. Es gibt Millionen von Bildern im Internet, im übrigen auch viele von besserer Qualität als die Ausschußware, für deren Verwendung Mario nun ein Vermögen zahlen soll.

    Schauen Sie mal in die Imagelist der Wikipedia. Die Bilder können einfach so verwendet werden.

    Da gibt es im übrigen auch kostenlose Wallpapers von besserer Qualität als die jetzt angeblich so teuren, die auf dem Desktop genau wie auf der Webseite verwendet werden können.

    Für solche Bilder wie die Abgemahnten würde wohl kaum jemand einen Euro bezahlen. Ich würde wetten darauf, dass der Rechteinhaber in Deutschland seine Bilder nur per Abmahnung verkauft und ansonsten noch kein einziges der Bilder verkauft hat.

    Ein Schelm, wer nun denkt, den Klägern wäre das Verbreiten der Bilder als Free Wallpapers und der daraus öfter mal folgende Lizenzirrtum ganz recht, um sich seine Bilder klauen zu lassen, und dann auf dem Rechtsweg Gebühren abzukassieren, die sonst nie jemand gezahlt hätte.

    Ich denke, der richtige Umgang mit der Problematik wäre ein strafrechtliches Verfahren gegen die Kläger und ihre Anwältin wegen Betruges sowie gegen den Richter wegen Rechtsbeugung.

  23. Tom Rohwer sprach

    >Insofern muß sich die Bulls Pressedienst GmbH -
    >das ist doch nicht die Agentur, die man aus den >Bildunterschriften “Bullspress” von Tageszeitungen
    >kennt, oder? -

    Doch. Genau die ist das…

  24. Fan sprach

    Na, Berufung schon verloren?

  25. Firlefonz sprach

    Bullspress…da war doch mal was. Ach ja hier:
    http://72.14.22...t=clnk&cd=1

    Die wollten für einen Cartoon auf meinem Blog einmal 100 EUR (!) haben.
    Ein MItgrund, warum ich die Seite irgendwann dichtgemacht habe, war
    das Damoklesschwert “Abmahnung”. Ich würde die 100 EUR die Bullspress haben wollte, ja gerne Merio geben, aber da ich gerade von “Deutschen Behörden und Ämtern” gestraft [1] werde, kann ich das leider nicht.

    [1] Die Deutsche Rentenversicherung Bund bekommt es nach über drei Monaten (!) nicht auf die Reihe mir Zwischenübergangsgeld auszuzahlen obwohl ich hier schon voll auf dem Zahnfleisch krieche. Eigentlich wäre das ein Grund, das Blog wieder hochzuziehen…

  26. Mein Parteibuch » Martin Perscheids Abgründe im Web 2.0 - Aus die Maus sprach

    […] Seine Agentur Bullspress verklagt mithilfe von aus dem Fall von Mario bereits bestens bekannter Anwältinnen einen Funsite-Betreiber auf 18.300,00 Euro fiktiver Lizenzgebühren zzgl Nebenkosten wegen ein paar Bildchen, die ein Fan ins Netz gestellt hat, der glaubhaft versichert, dass sie da gerade mal ein paar Hundert Besucher gesehen haben. […]

  27. Kai sprach

    Hallo…,

    1) mann informiert sich über Lizenz-,Urheber und Copyright-Rechte IMMER im voraus.
    wenn man”n” dann was schriftlich hat sollte es keine Probleme geben. Mit dem richtigen RA gibts auch keine

    2) Meine Urheberrechte wurden auch schon mehrmals verletzt (bin selber fotograf) , und ich schreibe auch abmahnungen…warum ??? Ich verdiene mit den Fotos mein Geld !! Und dann kommt jemand daher und klaut diese !!

    3) Schade dass es soviele Dumme gibt die für einen 17jährigen Spenden, wäre Er in Privatinsolvenz gegangen hätte er A. ein LEhrgeld bezahlt (was jeder bis jetzt gezahlt hat) B. mit 23 wäre er sauber rausgekommen und die Gläubiger hätten kein Cent gesehen (so hätte er es richitg gemacht ;-) )

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