Manchmal mache ich auch konstruktive Vorschläge - heute hätte ich da einen: den Einsatz von Schulpolizisten bzw Schulpolizistinnen und die Schaffung eines entsprechenden Berufsbildes. Wen es interessiert, dem möchte ich den Vorschlag kurz begründen.
Der öffentlich gewordene Brief der Lehrer der Rütli-Oberschule hier in Neukölln hat bewirkt, dass das Thema Sicherheit bzw. Gewalt an Schulen ganz oben auf die öffentliche Agenda gekommen ist. Selten bin ich glücklich über eine Kampagne der Springerpresse, aber in diesem Fall könnte das tatsächlich etwas bewirken, auch wenn die Lösungsansätze der Springerpresse ähnlich meinem Aprilscherz aussehen, den ich Edmund Stoiber in den Mund gelegt hatte. Und natürlich geht es mit der Kampagne der B.Z. auch darum, die rot-rote Schulpolitik zu diskreditieren, obwohl die Weichen für die Probleme gestellt wurden, als die CDU die Schulsenatorin gestellt hat.
Die Berliner Boulevard-Zeitung BZ aus dem Axel-Springer-Verlag macht heute erneut in dicken Lettern und drei Fotos von Opfern der alltäglichen Gewalt an der Schule auf. Nun denn, es gibt zu viel Gewalt an Schulen und die Frage ist, wie man dem begegnet.
Mit besseren Berufschancen, muttersprachlichen Sozialpädagogen, dadurch, dass man die Schüler auf Schulen mit niedrigem Problemschüleranteil verteilt, islamischem Relegionsunterricht an Schulen, mit Schulpsychologen, damit dass man mal die Lehrer auswechselt - denn auch da sammelt sich in den Problemschulen eine besondere Auslese an - das alles finde ich richtig und das soll man probieren.
Aber ich meine, man könnte auch Polizisten direkt in der Schule einsetzen. Ich stelle mir das so vor, dass Polizisten mit Schülern in Freistunden Hausaufgaben machen, vor der Schule bei Unterrichtsanfang und Unterrichtsende die Verkehrsregeln erklären, vielleicht auch mit Fußball spielen oder unentschuldigt fehlende Schüler von zu Hause abholen.
Der entscheidende Vorteil, den ich mir davon erhoffe, ist, dass es einen Polizisten gibt, der seine Pappenheimer kennt. Schwächere Schüler könnten in dem Polizisten einen Ansprechpartner haben, der für sie auch mal ganz informell Freund und Helfer ist. Ansprechpartner können auch Psychologen, Lehrer und Sozialpädagogen sein, aber denen fehlt in entscheidenden Situationen die berufliche Ausbildung und die staatliche Berechtigung, um mit gewaltbereiten und körperlich gewalttätigen Jugendlichen richtig umzugehen und Verdächtige festzuhalten und zu verhören.
Dafür, wie man eine Einzelne oder gar eine entschlossen gewaltbereite Gruppe von Jugendlichen mit körperlichem Zwang daran hindert, schwächere Schüler zu beleidigen, zu bedrohen, oder gar gewalttätig anzugehen und abzuziehen, sind weder Lehrer noch Sozialarbeiter oder Psychologen ausgebildet. In manchen Situationen muß es diesen unmittelbaren körperlichen Zwang aber meiner Meinung nach geben.
Was ich mir davon erhoffe, ist, dass die Polizei ganz nah dran ist, und die Lage besser einschätzen kann, dass geringere Hemmungen bestehen, die Polizei in schwierigen und potentiell gewalttätigen Situationen hinzuzuziehen. Ganz nebenbei verdrängt ein Polizist vielleicht auch Probleme wie Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum ein Stück weit von der Schule und auch Waffen werden wirksamer aus der Schule abgedrängt. Sollte es einen Schulpolizisten geben, so wäre das für mich ein Argument für die betreffende Schule - und ich hätte mehr Vertrauen darin, dass mein Kind an dieser Schule keine Gewalt erdulden muß.
Argumente dagegen gibt es natürlich auch. Sicher kostet das Geld - und da kann man nun ernsthaft diskutieren, wieviel uns die Sicherheit unserer Kinder wert sein sollte. Ich meine, überall da, wo es Probleme mit Gewalt gibt, sollten die Jungs und Mädels von der coolen Gang mit den Polizeimarken in der Tasche eindeutig die stärkste Gang am Platz sein.
Ein Argument lasse ich keinesfalls gelten - nämlich das, dass der Job, in Berlin an Schulen zu gehen, für Polizisten zu gefährlich sei. Wie genau das Berufsbild aussehen könnte, da bin ich für alle Vorschläge offen. Ich freue mich auf eine anregende und konstruktive Diskussion.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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bla bla bla, Mensch, was bist du für ein uninteresanter und langweiliger tüp, kein wunder, das du es nötik hast, andere blogger zu bashen um mehr popularität zu erlangen!
Mann sollte dein parteibuch auf dem Marktplaz von kleinbloggersdorf verbrenen!
@amarula (IP: 62.180.123.245 , hansjoerg.sick.de)
Den Wunsch nach Bücherverbrennung und den aus der Luft gegriffenen Bashing-Vorwurf nehme ich Dir nicht krumm, aber das Wort “langweiliger tüp” beleidigt das ästhetische Empfinden meines Auges.