Am Sonntag (2.4.06) um 11 Uhr (!!!) werde ich mir zusammen mit meinem Ortsverein, also der 5. Abteiltung der SPD Neukölln, im Kino Neukölln-Arcaden (Karl-Marx-Straße/Ecke Flughafenstraße) den Film “Neukölln Knallhart” ansehen. Im Anschluß soll es wohl noch eine kleine Diskussion geben. Ich darf viele Freunde und Verwandte, Nachbarn und Kollegen mitbringen. Hat jemand Lust mitzukommen?
Wer mitkommen möchte, möge mir bitte eine E-Mail schicken, damit ich entsprechend Karten reserviere. Ach so, der Kinobesuch ist natürlich kostenlos - Sponsored by 5. Abteilung.
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kein Film, den man sich noch vor dem Frühstück *g* antun sollte. Aber grundsätzlich ein super Film - für deutsche Verhältnisse zumindest.
der SPD ortsverein aus der karl marx straße finanziert sozial gerechtes kino für freunde und verwandte in neuköln.
wer denkt sich diese geschichten eigentlich aus?
Ich bin mit dabei…Also dann bis Sonntag.
Schade, daß es aus Hessen so arg weit bis nach Berlin ist.
Was könnte es schöneres geben als einen Film über eine Randgruppe zusammen mit Anhängern des politischen Lagers zu sehen, das für diese Randgruppe politische Heimat ist.
Gewalt an Berliner Schulen
Jugend trainiert für das Ghetto
Von Lorenz Maroldt
Das hat es selbst in Berlin noch nicht gegeben: Verzweifelte Lehrer fordern die Behörden auf, ihre völlig unkontrollierbar in Gewaltexzessen versinkende Schule komplett aufzulösen. Ein Offenbarungseid, den aber die Lehrer nur an Stelle der Politik leisten, die sich vor so viel Offenheit und den daraus zwingend folgenden Konsequenzen bisher weitgehend drückt.
Der Brandbrief der amtierenden Schulleiterin liest sich wie die Realityshow zum Jugendgewaltfilm „Knallhart“, und nicht zufällig liegt auch die echte Schule in Neukölln. Dort werden Türen eingetreten, Knaller gezündet, Lehrer attackiert. Die Stimmung sei geprägt von totaler Respektlosigkeit gegenüber Erwachsenen, Aggression, menschenverachtendem Verhalten. Einziges anerkanntes Vorbild, schreibt die Schulleiterin, sei „der Intensivtäter“. Lehrer trauen sich nur noch mit dem Handy in die Klasse – für den schnellen Notruf; die wenigen Schüler deutscher Herkunft sprechen vorsichtshalber den gebrochenen Slang der türkischen und arabischen Mehrheit.
Da ist eine Schule zur Hölle geworden, mindestens diese. Zu befürchten ist, dass es auch andere gibt, denn die Behörden hätten den Notruf aus der Rütli-Schule lieber verschwiegen. Dabei wird seit Jahren vor dem Kollaps besonders von Hauptschulen gewarnt. Doch die Lehrer, die viel gescholtenen, stehen allein auf verlorenem, gefährlichen Posten. Und wo sie mit dem Mut der Verzweiflung pragmatisch handeln, um wenigstens etwas gegenzusteuern bevor alles zu spät ist, wie etwa mit einer Deutsch-Vorschrift für den Schulhof, werden sie aus bequemen Sesseln und geschützten Zonen heraus angefeindet. So siehts also aus: Oben reicht’s nicht zur Elite, unten werden Schulen zum Trainingslager für den Straßenkampf. Mit pädagogischem Willen allein ist dem nicht mehr beizukommen.
[…] Riesenandrang war heute morgen um 11 Uhr im Neuköllner Kino Karli. Die 5. Abteilung der SPD Neukölln und die Jusos Neukölln hatten für diesen Sonntag Morgen ins Kino zu Neukölln Knallhart eingeladen und die Resonanz war überwältigend. Anfangs hatte niemand damit gerechnet, dass ein kleiner Kinosaal voll würde, deshalb war die Organisation etwas überrascht von der großen Resonanz und so lief die Kartenreservierung etwas chaotisch. Dafür darf ich hier nochmal eine dicke Entschuldigung meinerseits und der Organisatoren übermitteln. […]