Im Konflikt um die Schließung des AEG-Werkes in Nürnberg, das nun zur Elektrolux gehört, hat Otto Wiesheu einen Kompromiß zwischen IG-Metall und Elektrolux erreicht.
Einem Bericht des BR zufolge bekommen die Beschäftigten nun 1,8 Monatsgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit sowie eine Weiterbeschäftigung in einer Beschäftigungsgesellschaft für ein Jahr. Elektrolux läßt sich die Schließung des Werks damit angeblich 240 Mio Euro kosten.
So erfreulich es für die 1.700 Beschäftigten ist, dass der fünf-wöchige Streik sich gelohnt hat, so bitter ist der Beigeschmack, dass die Arbeitsplätze zur Produktion von Waschmaschinen und Geschirrspülern sowie die indirekt mit dranhängenden Arbeitsplätze rund um das AEG Werk natürlich trotzdem nach Polen und Italien weggehen. Und die hohen Kosten für die Werksschließung werden es in Zukunft auch nicht einfacher machen, Investoren zu finden, die ein Werk aufbauen.
Ich meine, Elektrolux, Gewerkschaften und Politik müssen sich fragen lassen, ob die Schließung betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich sinnvoll war. Hätte es nicht doch Möglichkeiten gegeben, das Ansehen der Marke AEG zu bewahren, die Umzugskosten zu sparen und den Standort Nürnberg zu erhalten? Haben Arbeitnehmervertreter wirklich alles getan, um einen Weg aufzuzeigen, am Standort Nürnberg rentabel zu produzieren? Ist es sinnvoll, vielen der Arbeitnehmern Arbeitslosengeld oder Rente zu bezahlen, anstatt dafür zu sorgen, dass das Werk in Nürnberg rentabel produzieren kann?
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mensch bartels. electrolux gewerkschaften und politik. gemeinsam, ob es sinnvoll ist, statt löhne frührente zu zahlen. hier ist noch nicht kuba.
auch wenn sich ihre gesinnungsgenossen gerade mächtig für den klassenfreund einsetzen.
elektrolux ist kein deutscher konzern. denen isses schnuppe, was volkwirtschaftlich für deutschland gut ist.
Her Bartels: wir sind hier in Deutschland. Hier knickt jede Gewerkschaft ein.
Das ist auch kein Wunder. In Frankreich wäre die Drohung mindestens die Sprengung der Fabrik und die Verseuchung eines nahen Gewässers gewesen. Aber wir sind ja in Deutschland. Hier sind die Gewerkschaften doch alle gekauft und zahm wie Lämmer, anstatt wie Hyänen zu sein. Aber Herr Bartels ist ja Pazifist mit Etatismus als Religion. Er lehnt ja die Gewalt ab. Wie nennt mensch das? Sozialdemokrat? Sagen Sie mal Herr Bartels: wie stehen Sie den zu den Herren Ebert und Noske? Nur so aus Neugier.
@3, hallo terrorist