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13. Februar 2006

Besoffen? Dick Cheney schoß Jagdfreund Harry Whittington nieder

von @ 11:21. abgelegt unter Nachrichten, Außenpolitik, Dick Cheney

Wie berichtet wird, hat Dick Cheney anstelle auf Wachteln auf seinen Jagdfreund Harry Whittington geballert. Harry Whittington liegt nun im Krankenhaus, damit ihm die Schrotkugeln herausgepult werden. Dick Cheney, dem wohl mächtigsten Mann der Regierung der USA, möchte ich empfehlen, sich um eine Hauptrolle für eine mögliche Fortsetzung des in Rußland jedem Kind bekannten Films Die Besonderheiten der nationalen Jagd zu bewerben.

Weil ich mir anscheinend gar nicht vorstellen kann, dass man so etwas nüchtern hinbekommen kann, fällt mir dazu ein, dass vom gemeingefährlichen Dick Cheney zwar bekannt ist, dass er bereits zweimal betrunken am Steuer erwischt wurde, jedoch nichts über eine Alkoholentwöhnung von Dick Cheney bekannt ist.

17 Kommentare zum Beitrag “Besoffen? Dick Cheney schoß Jagdfreund Harry Whittington nieder”

  1. Anonymous sprach

    Man kann auch beim Squash ein Racket in die Visage bekommen, auch das geht nüchtern.
    Das ist ein doofer Unfall… und wenn der jetzt zum Politikum wird, zeigt das wohl nur die Einfallslosigkeit der Amerikakritiker.

  2. Mein Parteibuch sprach

    Den Spott muß Dick Cheney aber nun ertragen…

  3. Anonymous sprach

    Sicher, aber man fragt sich natürlich immer, ob es an der Person denn nichts anderes zu kritisieren gibt…

  4. Daniel sprach

    Schon sehr interessant: die einen schiessen bei der Jagd, andere aus der rechten Ecke: http://myblog.d...ent/art/2890268

  5. Horst der Weise sprach

    @Anonymous
    Jagd, Waffen und der Umgang damit, insebsondere durch rep. Politker, sind in den USA eigentlich immer politisch. Man kann das bedauern, aber so läuft die längst auch bei uns etablierte Mediokratie. In den Staaten kommen dazu immer noch die Charakter und die Charismafrage, die dort in der Öffentlichkeit für Politker deutlich schärfer, aber umso verlogener gestellt werden, als hier. In diesem Zusammenhang könnte die Charakterfrage z.B. lauten: Darf jemand der aus Versehen abdrückt, in der Nähe des roten Knopfes sitzen?

    yes it’s fucking political
    everythings political
    Skunk Anansie

  6. Manni sprach

    @5:
    Totaler Quatsch, den Du da schreibst, läßt vermuten, daß Du die USA nur durch vorurteilsgefärbte TV-Reportagen kennst.
    Der Umgang mit Waffen - man mag als Deutscher dazu persönlich stehen, wie man will und das mit entspr. Skepsis betrachten - hat in den USA eben keine besondere politische Bedeutung. Waffen gehören, u.a. aufgrund der Geschichte des Landes und seiner Einwohner, zum Alltagsleben vieler US-Amerikaner, so wie moralisches Genörgel ebenso Bestandteil des alltäglichen Lebens vieler Deutscher ist.
    Wer in den USA eine Waffe trägt, ist nicht zwangsläufig ein militanter republikanischer Christ.

  7. Horst der Weise sprach

    @Manni
    Was Du schreibst ist Dummes Zeug. Es gibt in den USA ein paar politische Themen die als “Lackmustest” für Politker in der ansonnsten sehr heterogenen “Parteien”landschaft dienen und allzeit in der öffentlichen Diskussion präsent sind. Dazu gehört neben “gun controll”, etwa auch das Recht auf Abtreibung. Außerdem solltest Du Dich in dem Zusammenhang vielleicht mit den Gesetzen in den Küstenstaaten beschäftigen, die das Recht auf Waffentragen z.T. recht trickreich erheblich eingeschränkt haben.

  8. Manni sprach

    @Horst:
    Wo soll denn bitte in den USA eine “heterogene Parteienlandschaft” zu finden? Da verwechselst da offenkundig die beiden Begriffe “heterogen” und “homogen”.
    Du willst doch wohl nicht ernsthaft das 2-Parteien-System (jaja, es gibt dann auch noch kleinere Nebenparteien…) als “heterogen” bezeichnen?
    Ansonsten, lieber Horst, ist es nun doch wirklich ein Klischee, alle waffentragenden US-Amerikaner gleich in eine ultranationalistische Ecke schieben zu wollen.
    Es gibt auch US-Demokraten, die auf die Jagd gehen, Waffen sind in den USA nunmal Bestandteil der Kultur, das kann man gut finden oder auch nicth, aber es ist schon ein Unterschied, ob ein US-Amerikaner eine Waffe zu Hause hat oder ein Deutscher - bei letzterem würde ich durchaus andere Motive unterstellen als bei US-Amerikanern.
    Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein Dummkopf, weil ich meine diesbzgl. Kenntnisse nicht nur aus eingefärbten Magazinen beziehe, ich bin selbst mit US-Amerikanern befreundet, und mir sind durchaus welche bekannt, die Zuhause ein Gewehr stehen haben - und deren Haltung man trotzdem bestenfalls als wertkonsvervativ bezeichnen könnte und die gleichwohl weder christliche Fundis noch sonst besonders nationalistisch sind.
    Es ist für Deutsche sicherlich schwer nachvollziehbar, aber in den USA genießt das Recht, eine Waffe zu tragen, Verfassungsrang (2. Zusatz zur amerikanischen Verfassung). Das ist also nicht einfach nur irgendein wirres Sonderrecht, erdacht von Fanatikern, es handelt sich vielmehr um ein wesentliches Grundrecht der US-Verfassung.
    Ja, es gibt Bestrebungen, Waffenbesitz in den USA einzuschränken, dies betrifft zuallererst aber einmal die Verbreitung automatischer Waffen - ich bezweifle ansonsten sehr, daß ein allgemeines totales Verbot individuellen Waffenbesitzes in den USA mehrheitsfähig sein könnte - im übrigen sollte man als Deutscher sich auch davor hüten, sich die demokratische Partei der USA ähnlich wie linke Parteien Deutschlands oder Europa vorzustellen, da liegen nämlich Welten dazwischen. Die meisten vermeintlich “linken” US-Politiker sind - gemessen an deutschen Maßstäben - wertkonversativ und würden von vielen in Deutschland problemlos in eine rechte Ecke sortiert werden.
    Was das Recht auf Abtreibung betrifft:
    Wer in den USA für das Recht auf Abtreibung, ist nicht zwangsläufig links oder Anhänger der Demokraten. Ich kenne US-Amerikanerinnen und auch -Amerikaner, die allesamt fest für das Recht auf Abtreibung sind - und trotzdem die Republikaner gewählt haben.

  9. Daniel sprach

    Waffen gehören, u.a. aufgrund der Geschichte des Landes und seiner Einwohner, zum Alltagsleben vieler US-Amerikaner

    Seit wann hatten denn die Indianer Revolver? Ups, ach so, Du meinst, weil das Land von verkorksten Exil-Europäern mit Waffengewalt den wirklichen Amerikanern, den Indianern, geraubt wurde, trägt man dort auch heute noch Waffen, weil hinter jedem Laternenmast ein Indianer mit Meuchelabsicht lauern könnte? Na, dann ist ja alles klar… :lol:

    MfG

    Daniel

  10. Anonymous sprach

    Och Daniel.
    Er schrieb “aufgrund der Geschichte des Landes und seiner Einwohner”, und die sind nun mal zu einem großen Teil Nachkommen der Siedler.

    In Amerika kann man im Gegensatz zu Deutschland übrigens auch Jagen gehen, ohne vorher für hunderte von Euro Kurse buchen zu müssen (hat natürlich auch Nachteile). Desweiteren sieht die US-Verfassung vor, dass die Bürger bewaffnet sind, um Unterdrückung durch die Regierung zu verhindern.

    In Deutschland macht sich ein Vater strafbar, wenn er seinen 11-Jährigen Sohn mit dem Luftgewehr schiessen lässt.

  11. Anonymous sprach

    Ach ja… und Daniel: Du solltest nicht so viele Moore-Filme gucken. Die sind Schrott.

  12. Tommy sprach

    Cheney übrigens “schwarz” auf der Jagd - ohne Lizenz zum Wachtelschießen - und muss ein Bußgeld bezahlen. Köstlich ! ;-)

  13. Anonymous sprach

    Das ist allerdings peinlich, wahrscheinlich hätte die Lizenz nur ein paar Dollar beim Sheriff gekostet.

  14. Horst der Weise sprach

    @Manni
    ich habe in den USA gearbeitet, genau genommen in einem politsch geprägten Job in Washington, DC.

    Es ist zwar richtig, daß es in den Staaten im wesentlichen nur zwei und eine 1/2 Parteien gibt, aber innerhalb dieser zwei Parteien wird praktisch jeweils alles vertreten. Vergleich mal die beiden Republikaner George Bush und John McCain miteinander oder die Demokraten Lyndon H. LaRouche jr., John Edwards und Wesley Clark (alles offizelle Präsidentenkandidatenkandidaten 2004), dann weißt Du was ich mit “heterogen” meine.

    Deshalb gibt es ein paar Standartthemen, an denen Mandatsträger und andere Politker dort gemessen werden, dazu gehören insebsondere die Fragen, wie hast Du’s mit Waffen und Abtreibung, zumal das Recht zum Waffentragen bei näherem Hinsehen so eindeutig nicht geregelt ist: A well regulated Militia being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms shall not be infringed.

    Wie Du auf die Idee kommst, ich wollte alle waffentragenden US-Amerikaner gleich in eine ultranationalistische Ecke schieben wird im Übrigen ewig Dein Geheimnis bleiben. Ich wollte außerdem keine Waffenrechtsdiskussion führen, die Du hier krampfhaft versuchst, sondern nur erklären, warum es in der bestehenden Mediokratie höchst politisch sein kann, wenn ein Vizepräsident einen Jagdunfall verursacht.

  15. Manni sprach

    @Horst:
    Da Du keine “Waffenrechtsdiskussion” führen willst, will ich das gar nicht weiter im Detail fortführen, bringt ja auch wenig, nun beispielsweise über die rechtliche Definition der “militia” diskutieren zu wollen.
    Ansonsten hatte ich durchaus die Vermutung, daß Du alle “waffentragenden US-Amerikaner in eine ultranationalistische Ecke” schieben wolltest, wohl weil ich derlei schon zu häufig gelesen habe - Du mögest mir vergeben, wenn ich hier falsch liege.
    Der grassierende Antiamerikanismus in Deutschland - der mir insbesondere in Diskussionsforen ungezügelt entgegenspringt und der häufig nur irgendwelchen Märchengeschichten entspricht, insbesondere verbreitet von Leuten, die mit US-Amerikanern in ihrem ganzen Leben noch nie etwas zu tun hatten - ist für mich zuweilen schwer erträglich, zumal ich nachwievor enge persönliche Bindungen an das Land habe.
    Da werden dann häufig bestimmte Eigenarten der US-Amerikaner und ihrer Kultur - wie beispielsweise das Recht, eine Waffe zu tragen - gerne als Beleg dafür herangezogen, man habe es z.B. mit einem “dummen Volk” zu tun (das hat hier im Parteibuch vor einigen Tagen erst einer geschrieben), und diese herablassenden Klischees ärgern mich.
    Natürlich hast Du Recht, daß an manchen Themen wie z.B. der Abtreibungs- oder auch der Waffenfrage natürlich der Versuch unternommen wird, Politiker in einer simplifizierten Form zu positionieren - ich wollte nur darauf hinweisen, daß viele US-Bürger eben nicht mit einfachen deutschen Schubladen der Art “links” oder “rechts” zu erfassen sind.
    Was ja m.E. häufig in Deutschland übersehen wird, ist der Umstand, daß Politiker in den USA nicht zwingend nach Parteibuch “sortiert” werden können - und daß Politiker der demokratischen Partei nicht zwangsläufig - nach dt. Verständnis - “links” sind, viele von denen würden hier als knallharte Law-and-Order-Monster durchgehen, ebensowenig wie alle Republikaner nun illiberale Anhänger der christlichen Rechten sind.
    Die von Dir erwähnten McCain und Bush Jr. sind ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen politischen Standpunkte innerhalb der Parteien.

  16. Manni sprach

    @9 Daniel:
    “Verkorkste Exil-Europäer” - mit anderen Worten, nach Deiner Ansicht haben überwiegend verkorkste Europäer den Weg nach Amerika gefunden? Und es waren also die Nicht-Verkorksten, die dann hiergeblieben sind. Erstaunlich, wie konnten da nur der erste und der zweite Weltkrieg hier vom Zaun gebrochen werden?
    Willst Du den Nachfahren der ersten Siedler ernsthaft den Vorwurf machen, sie seien für die Abschlachtung der Indianer persönlich verantwortlich?
    Dann bist Du wohl auch dafür verantwortlich, daß vielleicht Dein Großvater ein Kriegsverbrechen begangen hat?
    (Oder angesichts Deines Alters vielleicht eher Dein Urgroßvater?)

  17. Dabbelju sprach

    “Das ist also nicht einfach nur irgendein wirres Sonderrecht, erdacht von Fanatikern, es handelt sich vielmehr um ein wesentliches Grundrecht der US-Verfassung.”

    Die US-Verfassung wurde doch von Fanatikern erstellt und abgesegnet!? ;-)

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