Beim Middle East Media Research Institute memri gibt es einen Beitrag mit Beispielen dazu, was an Karikaturen in arabischen Medien verbreitet wird. Damit, was arabische Kinder und Jugendliche hier in Neukölln so im Fernsehen schauen, hat sich Frontal21 beschäftigt (via telegehirn).
Wer die gewalttätigen Ausschreitungen, die in Damaskus, Palästina und Teheran begannen, aus Anlaß der Mohammed Karikaturen für spontane Gefühlsäußerungen von Gläubigen hält, der sei darauf verwiesen, dass die vergleichsweise harmlosen Mohammed Karikaturen von Jyllands-Posten in Dänemark bereits im September letzten Jahres erschienen sind und im Oktober letzten Jahres von einer der größten ägyptischen Zeitungen nachgedruckt wurden, ohne dass jemand Anstoß daran nahm. Das geschah erst nach der Verbreitung gefälschter Karikaturen und einer Reise von Akhmad Akkari in den nahen Osten. Die aktuellen Ausgaben von Focus und Spiegel wurden in Ägypten jedoch nun verboten, weil sie Karikaturen von Mohammed enthalten.
Und nun könnte man sich ja fragen, was der iranische Präsident und mutmaßliche Terrorist Mahmud Ahmadi-Nejad am 19. Januar 2006 bei seinem Besuch bei seinem syrischen Amtskollegen Bashar al-Assad, der im Verdacht steht, direkt an der Ermordung des libanesischen Politikers Rafiq al-Hariri beteiligt gewesen zu sein, besprochen hat. Und wenn man dann genauer nachdenkt, dann kann man zu dem Schluß kommen, dass Solidarität mit den Opfern des religiös motivierten Terrors die einzig richtige Entscheidung in dieser Situation ist.
Gleich beginnt im Bundestag die aktuelle Stunde zu den Mohammed Karikaturen. Ein fiktives Gespräch im Parteibuch hat mit den Protesten gegen die Mohammed Karikaturen sicher nichts zu tun. ![]()
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