In der islamischen Welt ist Dänemark wirtschaftlich unter Druck geraten, weil dort massive Boykottkampagnen gegen dänische Produkte wegen der Veröffentlichung von Mohamed Karikaturen und der Weigerung der dänischen Regierung, sich für die Pressefreiheit zu entschuldigen, gefahren werden.
Im Gegensatz zu Gewalttaten oder Aufrufen zu Gewalttaten von einigen muslimischen Terroristen in der Funktion von “Geistlichen” halte ich einen Boykott von Produkten für ein legitimes Mittel, seinen Unmut zu äußern. Ich werde allerdings in nächster Zeit mehr dänische Produkte, vor allem leckeren dänischen Käse, essen, um zu zeigen, dass ich es absolut richtig finde, dass die dänische Regierung die Meinungsfreiheit verteidigt.
Reporter ohne Grenzen führt Dänemark auf Platz 1 der Rangliste 2005 zur Pressefreiheit.
Nachtrag 12.02.2006: Auf Produkte der Firma Nestlé (Wir sind Schweizer, keine Dänen) werde ich hingegen nach Möglichkeit verzichten.
PS: Interessante Artikel zu den mißratenen Mohamed-Karikaturen gibt es auch beim Spin-Doktor und auf Telepolis. Mein Parteibuch sucht in einem Karikatur-Wettbewerb nun die besten Mohamed-Karikaturen.
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| Heiliger Eid |
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Eine erstklassige Empfehlung!
Auch ich werde für die Zukunft vermehrt dänische Produkte kaufen.
Käse ist eine gute Empfehlung - gibt es nicht auch ansonsten zahlreiche leckere Molkerei-/Milchprodukte aus Dänemark?
Arla stellt auch leckeren Joghurt her, nur muß man den meist etwas nachsüßen.
So sieht es aus. Ein guter Weg, die gute Sache zu unterstützen.
Meine, leider oder zu Recht vergessene Rot-Weisse Mitleidsbekundung, findet man hier.
Das ist schon eine zweischneidige Sache mit der Pressefreiheit…
In einer Welt, in der man rücksichtsvoll behandelt werden will, sollte man auch andere so behandeln. Und es ist nun mal so, dass der (uns) so “fremde” Glaube jegiche Abbildung des Propheten verbietet. Ich finde das man diese Regel respektieren sollte - nein sogar MUSS.
Denn auch wir verangen einen respektvollen Umgang der Moslems mit dem Christentum!
Gruß
Volker
@Volker
Was sollte denn die Rechtsfolge sein, wenn es jemand trotzdem wagt, den Propheten abzubilden?
Einige Moslems fordern öffentlich Köpfen oder Schlachten als Strafe dafür.
Ich meine, die karikaturhafte Darstellung von historischen Personen muß erlaubt sein. Es gibt ein Recht darauf, alles und jeden zu karikieren. Das Verbot der Karikatur beinhaltet auch ein Defacto-Verbot von scharfer Kritik.
Das, was wir hier an Protesten sehen, sind Folgen schwerer Straftaten seitens einiger muslimischer Prediger. Einige Prediger haben zu Gewalt aufgerufen - , das sind Straftaten der Volksverhetzung, ähnlich der immer noch existenten Fatwa gegen Salman Rushdie noch existent ist.
Verletzend kann allenfalls die Art und Weise sein, wie karikiert wird. Meine muslimischen Freunde sehen das übrigens auch so, es ist richtig, dass Mohammed und die religiösen Führer des Islam karikiert werden dürfen.
Im Zeitschriften muslimischer Länder sind weitaus häßlichere Karikaturen von Christen oder Juden zu sehen. Da gab es jedoch keine Proteste.
Fehlende Moral ist NICHT Strafbar, aber…
… es ist verwerflich!Ja in unserer Zeit zäh Moral leider niht mehr sehr viel. Und für unmoralisches kann man nicht bestraft werden, ausser mit Beschimpfungen.Das was da eine dänische Karikatur ausgelst hat war SO nicht vorhersehbar, aber das sich …
“Fehlende Moral” ist nicht strafbar, und das ist richtig und gut so:
Die Zeiten, in denen Menschen für Verstöße gegen das sog. “gesunde Volksempfinden” und andere willkürliche Maßstäbe bestraft wurden, sind erfreulicherweise in Europa weitestgehend vorbei.
Nicht alles, was erlaubt ist, ist sinnvoll, zweckmäßig oder gut.
Ich bin befremdet, auf einer bisher so nieveauvollen Seite wie dieser eine Beteiligung an der Methode “Öl ins Feuer gießen” zu sehen.
Das unbedachte Verhalten einiger Weniger ufert imho zu einer arroganten Rechthaberei aus, die uns soo nicht zusteht.
Es ist doch soo schön, einem Anderen unter die Nase zu reiben, wie tolerant wir sind und wie gut uns die Zeit der ‘Aufklärung’ bekommen ist.
Wenn der Andere dann über reagiert . . . na, was solls, der ist halt noch zurückgeblieben . . .
Oder was wollen Sie uns hier in Ihrem Blog sagen?
Kurt, Du schreibst:
“Nicht alles, was erlaubt ist, ist sinnvoll, zweckmäßig oder gut.”
Um es mal ganz deutlich zu sagen: Das ist absoluter Unfug.
Jaja, was Du da von Dir gibst, klingt so schön moderat, so ausgewogen, so vernünftig und so respektabel.
Aber es geht hier nunmal eben nicht um Geschmack- oder Stilfragen.
Es geht schlichtweg um bürgerliche Individualrechte.
Es ist nunmal das Recht jedes Bürgers, sich frei zu artikulieren, unabhängig davon, ob diese Artikulation willkürlichen Geschmacks- oder Moralmaßstäben selbsternannter Zensoren entspricht.
Ein Recht taugt letztlich nur so viel, wie es auch in einer extremeren Inanspruchnahme aushält.
Dieser Grundsatz gilt für alle Bürgerrechte. Wenn wir erst einmal dazu übergingen, berechtigte Kritik an Religionen und deren weltlichen Vertretern nach den Empfindungsmaßstäben der Kritisierten auszurichten, dann gäbe es bald keine Meinungsfreiheit mehr.
Die Güte einer Meinungsfreiheit zeigt sich letztlich nicht in Situationen, in denen wir alle weltweit der gleichen Meinung sind und immer allerorten irgendein Konsens, irgendein Friedefreudeeierkuchen herrscht - die Qualität der Meinungsfreiheit beweist sich erst in jenem Augenblick, in dem das Invidiuum sich auch gegen verbreitete und starke gesellschaftliche Strömungen stellen darf, ohne dafür sanktioniert zu werden.
Das hat nichts mit “arroganter Rechthaberei” zu tun, sondern ist im Gegenteil Ausdruck einer freien bürgerlichen Kultur.
Alles andere ist die Volksgemeinschaft mit ihrem “gesunden” Volksempfinden.
Und das gleiche gilt für alle übrigen bürgerlichen Freiheitsrechte, ebensowenig wie es “ein wenig Meinungsfreiheit” geben kann, kann es auch “ein wenig Folterverbot” oder “ein wenig Eigentumsschutz” geben.
Ergänzung zum letzten Absatz:
“Und das gleiche gilt für alle übrigen bürgerlichen Freiheitsrechte, ebensowenig wie es “ein wenig Meinungsfreiheit” geben kann, ebensowenig kann es auch “ein wenig Folterverbot” oder “ein wenig Eigentumsschutz” geben.
[…] Solange, bis das nicht geschehen ist, sollten wir jeden Tag Mohammed Karikatur Wettbewerbe ausschreiben, fröhliche Mohammed Malwettbewerbe für Kinder veranstalten und öfter mal dänischen Käse essen. [Trackback URI] [Permalink] […]
Zu 12. Und was erreichen wir damit? Was soll es bringen? Was bezwecken wir damit, wenn wir Karikaturen von wem auch immer
Schönen Tag noch.
anfertigen. Und wieso Mohammed? Warum nicht gleich Gott? Nur aber weil es momentan “IN” ist, schlagen wir in die gleiche Kerbe.
Ich frage mich wirklich warum man die Moslems zum Sündenbock unserer Zeit gewählt hat und es immer mehr Menschen gibt die auf den
anfahrenden Zug springen? Dieser Hass ist nicht neu, den gab es schon vor 60 Jahren. Menschen die sehr gerne Karikaturen malten.
Damals hat man gern Menschen mit großen Nasen gemalt. Viele fanden es damals witzig, geistreich!! Ein kluger Mann sagte mir mal,
“Um zu wissen was uns in der Zukunft erwartet, reicht meistens ein Blick in die Vergangenheit!” Die letzte Frage die sich stellt,
loht es sich angesichts solcher Ölpreise, noch mehr Öl ins Feuer zu gießen?
@13: Die Moslems der Sündenbock unserer Zeit?
Was ist das denn nun schon wieder für ein gequirlter Unsinn?
Die Karikaturen haben sich in erste Linie gegen muslimische Gewalttäter gerichtet.
Ach Du liebe Güte, die armen Terrorbomber, das sind ja auch wirklich arme Opfer, daß die nun eine Botschaft in Brand stecken mußte, hach, die armen, dafür konnten die doch nun wirklich nichts.
Sag mal, wo lebst Du eigentlich??
@ Manni
Du hast mir einen netten Kommentar mit Nachsatz geschenkt (10+11). Danke.
Allerdings muß ich konstatieren, daß Du da vermutlich einigen
Irrtümern unterlegen bist.
Ich erlaube mir zu zitieren:
*”ebensowenig wie es “ein wenig Meinungsfreiheit” geben kann,kann
es auch “ein wenig Folterverbot” oder “ein wenig Eigentumsschutz”
geben.”*
Wenn ich dich recht verstanden habe, dann sagst Du, daß es nur
schwarz oder weiß gibt; ein Grau scheinst Du auzuschließen?
Alles oder Nichts, soll das die Devise sein?
Nein Manni, das Leben besteht aus Kompromissen. Immer und überall.
Da hat sogar die Technik schon die ‘Fuzzy-Logik’ für so banale
Dinge wie Waschmaschinen entdeckt, und Du glaubst noch, daß so
eine Waschmaschinentrommel sich entweder schnell oder langsam
drehen muß?
Ein bißchen mehr oder ein kleine Menge weniger ist bei dir nicht
drin?
Was ich dir zu vermitteln suche, das ist Folgendes:
Die Meinungsfreiheit in der absoluten Form gibt es auch bei uns
hier in Deutschland nicht. Sie wird immer dort eingegrenzt,
beschnitten oder gar bestraft, wenn sie mit anderen Rechten und
Gesetzen kollidiert, die als höherwertig eingestuft werden.
Lese einmal diesen Artikel von der TAZ, er trifft den Nagel auf
den Kopf - nur leider kommt er zu spät oder zu früh, wie man’s
nimmt: http://www.taz....06/a0132.1/text
Nach deinem Alles oder Nichts-Prinzip dürfte der
Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels völlig korrekt sein, oder?
Meine Meinung ist da etwas differenzierter: Der Artikel der TAZ
hätte zu einem Zeitpunkt erscheinen sollen, als die Agitatoren
auf beiden Seiten die Volksseele der Muslime noch nicht zum
Kochen gebracht hatten. Heute erscheint er mir nicht angebracht
zu sein. Der Inhalt dieses Artikels erreicht die Muslime nicht
mehr, die sind voll im Griff ihrer Agitatoren.
Und bei uns gießt dieser Artikel doch nur Öl in das Feuer
unserer eigenen Agitatoren.
Bitte vergiß bei alledem nicht, daß es auch bei den Religionen
oder Völkern nicht nur schwarz oder weiß gibt.
Nicht jeder, der dort wohnt, wo ein Moslem wohnt muß auch ein
Moslem sein.
Nicht jeder, der bei uns wohnt und helle Haut, blaue Augen und
blonde Haare hat und bei uns wohnt ist ein Christ.
Ich würde mich freuen, wenn Du bei der noch folgenden Diskussion
keine weiteren Totschlagargumente benutzt, die einer logischen
Prüfung nicht standhalten.
@Kurt:
Selbstverständlich ist im Leben nie alles schwarz und weiß, das ist eine triviale und mithin überflüssige Feststellung und mithin ein Totschlagargument, wie Du es mir ja vorgeworfen hast.
Mit der gleichen Begründung könnte man auch sagen, naja, Folterverbot kann ja auch nicht absolut sein, das darf man nicht so eng sehen, ein bisschen Schmerz hat der Wahrheit noch nie geschadet?
Worauf ich hinauswill:
Ein Grundrecht wie die Meinungsfreiheit - auf dem unsere westlichen Staatssysteme ruhen - ist letztlich nur etwas wert, wenn es Spannungen und Extreme verträgt, wenn es mithin Widerspruch, Skandale und Aufregung auszuhalten vermag.
Die Meinungsfreiheit ist das grundlegende bürgerliche Individualrecht schlechthin, ohne die Meinungsfreiheit, ohne das Recht, sich frei zu äußern und dadurch als Bürger gestaltend und beeinflussend tätig zu werden, wären die westlichen Demokratien keinen Pfifferling wert und hätten keinen dauerhaften Bestand.
Und ein solches Recht macht letztlich nur dann Sinn, wenn das Individuum auch das Recht hat, sich unpopulär und auch gegensätzlich zu einer empörten Mehrheit zu äußern.
Was die von Dir erwähnten Grenzen dieses Rechts betrifft:
Auch in unserem Kulturkreis gibt es gewisse Grenzen (wobei ich persönlich gerne die Meinungsfreiheit deutlich weiter gefaßt hätte als es hierzulande der Fall ist).
Eine Grenze der Meinungs-/ Pressefreiheit leitet sich aus anderen Freiheitsrechten des bürgerlichen Individuums ab, beispielsweise dem Recht, nicht verunglimpft und oder persönlich diffamiert zu werden.
Aber:
Bei diesen Karikaturen wurde keine lebende Person verunglimpft und/oder diffamiert.
Die Karikaturen nahmen sich lediglich die von islamischen Terroristen ausgehenden Gewalttaten zum Thema, allesamt begangen im Namen Allahs und seines Propheten Mohammeds.
Mohammed selbst ist schon lange tot und kann daher keine individuellen Persönlichkeitsrechte für sich geltend machen. Als islamischer Relgionsstifter, der nicht nur als frommer Prediger in Erscheinung getreten, sondern auch als Feldherr selbst durch das Blut seiner ungläubigen Feinde gestapft ist, ist er im übrigen selbstverständlich eine wesentliche Figur der Weltgeschichte, und ist es nur recht und billig, ihn und seine Lehren auch kritisch zu durchleuchten, zumal der Koran aktuell immer wieder als Begründung für abscheulichste Verbrechen an der Menschlichkeit herhalten muß.
Es ist richtig, daß auch unsere westliche Meinungsfreiheit gewisse Grenzen kennt - aber diese Grenzen sind ganz gewiß nicht dort angesiedelt, wo eine herrschende klerikale Kaste sich anmaßt, frei von jeglicher Kritik alleine über Leben und Tod anderer Menschen zu entscheiden (”Fatwa”).
Und daß inzwischen ein wütender fanatischer Mob Botschaften und Kirchen anzündet, zeigt letztlich nur, wie wichtig es ist, auch weiterhin unangehme Fragen zu stellen und zu diskutieren.
[…] Ich habe die Petition unterzeichnet. Außerdem möchte ich nochmal auf meinen Aufruf verweisen, öfter mal dänischen Käse zu essen. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Ich meine, jeder, der die Karikaturen sehen will, soll sie sehen, und sich so selbst ein Bild davon machen, wie absurd Proteste dagegen sind. Aufgrund des aus meiner Sicht im Gegensatz zu Gewalt legitimen aber ungerechtfertigten Boykottaufrufes gegen dänische Waren in der arabischen Welt, habe ich beschlossen, öfter mal dänischen Käse zu essen. Wer seinem Protest gegen den religiösen Irrsinn zusätzlichen Ausdruck verleihen möchte, dem möchte ich die Petition der Giordano Bruno Stiftung ans Herz legen. […]
[…] Wer nun meint, vor den Botschaften würde von den Muslimen ein zweites Frühstück mit leckerem dänischem Käse und Leseproben von France-Soir Chefredakteur Jacques Lefranc veranstaltet, um so zu zeigen, dass aufgeklärte Muslime sich auch in Deutschland mit bedrohten Dänen und entlassenen Journalisten solidarisieren, der wird enttäuscht. Anstelle zu zu beweisen, dass Muslime in Deutschland viel aufgeklärter und abgeklärter sind, als viele uns das glauben machen wollen, demonstrieren Muslime in Deutschland gegen die Meinungsfreiheit, gegen die Veröffentlichung von Mohammed Karikaturen und für ein Weltbild, dass Muslime als Menschen wahrnimmt, an denen die jahrhundertelange Tradition der Aufklärung scheinbar spurlos vorübergegangen ist. […]
[…] Diese Widerwärtigkeiten von Nestlé werden mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben, und jedesmal wieder ins Gedächtnis gerufen werden, wenn ich vor einem Supermarktregal stehe. Mein Parteibuch empfiehlt, anstelle von Nestlé Produkten öfter mal Lebensmittel aus Dänemark, besonders die leckeren Sachen von Arla Foods, die Muslime in arabischen Ländern nun boykottieren, zu essen. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Alle, die nicht verstehen worum es geht, möchte ich fragen, ob sie eine Selbstzensur aus Todesangst wollen. Ich meine, angesichts der Kopfgelder in Millionenhöhe brauchen wir mehr Mohammed-Karikaturen und sollten öfter mal dänischen Käse essen. Wir brauchen mehr mutige Menschen wie Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali oder Kurt Westergaard, die sich durch Morddrohungen nicht einschüchtern lassen. Kurt Westergaard, der sich wegen der Gefahr der Ermordung durch islamistische Terroristen versteckt halten muß, hat meine Solidarität und meine Hochachtung. […]