Während der Neuköllner Telegehirn-Blogger sowie einige andere unbedeutendere Medien die Karrikaturen von Mohamed abgebildet hat, eiert der Rabattclub für Journalisten, DJV, rum. Einerseits gibt es in der Netzeitung einen Bericht von Ann Kathrin Sost, wo der DJV die Karikaturen als Verstoß gegen Artikel 10 des Pressekodex kritisiert, was mit Schimpfe wie “Du Du Du, tu das nicht wieder” geahndet werden müßte, andererseits schreibt der Rabattclub-Vorsitzende Michael Konken in seinem in der dritten Person geschriebenen Weblog, dass er sich hinter die Veröffentlichungen stelle.
Ich meine übrigens, dass man die Mohamed-Karikaturen nicht zeigen muß, weil ich sie mit Ausnahme der Karikatur von Mohamed als Schuljungen nicht besonders gelungen finde, aber dass sie natürlich sehen können soll, wer sie sehen will. Hier ist also ein Link zu den Mohamed-Karikaturen (Quelle: Jylland Posten).
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| Nikolaus |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Ich mache mir die Auffassung des Presserates zu eigen.
Die Freiheit der Meinungsäußerung hat da aufzuhören wo religiöse Gefühle verletzt werden können.
Hierbei kommt es garnicht einmal darauf an, daß sich tatsächlich jeder Angehörige der Religion
verletzt fühlt.
Schon das “geeignet sein zu verletzen” schließt derartige Darstellungen aus.
Wir kennen dieses “geeignet sein” im deutschen Strafrecht bei “Übler Nachrede” und ” Verleumdung”.
Von dem mangelhaften Informationsgehalt einmal ganz abgesehen.
Ich finde es einfach nur “bä”.
@oldman,
denkst du auch so, wenn z.B. “Leben des Brian” & Co. im TV laufen? Oder wenn es in diversen Zeitschriften Karikaturen über andere Religionen gibt?
Hast du dir auch die Karikaturen mal angeschaut?
Hast du schon gehört das die “Monthy Python”-Truppe bedroht wurde (Mordrohungen und ähnliches), wurde England wegen dieser Truppe von irgendwem bedroht und boykottiert?
Es ist schon komisch, du bist dagegen das solche Karikaturen veröffentlicht werden. Aber zur Morddrohungen, Boykottaufrufen etc. äußerst du dich garnicht …. komisch.
Hallo Oldman,
Wahrscheinlich findest Du es richtig, dass der mittelalterliche Gotteslästerungsparagraph noch immer gültig ist. Meinungsvielfalt ist unverzichtbar in einer freiheitlichen Demokratie. Pech für diejenigen, deren religiöse Gefühle verletzt werden.
Bedauerlich, wenn es zu Todesdrohungen gegen Karikaturisten kommt. Viele haben nicht den Mut, die umstrittenen Karikaturen zu verlinken.
Ich finde, dass diese Karrikaturen von ziemlich schlechtem Geschmack zeugen, deshalb mag ich sie nicht. Pfui - die schüren nur Vorurteile.
Dass allerdings wegen solcher Karrikaturen ein solcher Aufstand gemacht wird, finde ich allerdings erst recht ein Unding.
Ein Boykott-Aufruf gegen dänsiche Waren? Entlassung eines Chefredakteurs in Frankreich? Überfall auf das EU-Büro in Palestina?
Dass solche Karrikaturen auf Regierungsebene verhandelt werden, zeugt allerdings von großer Intoleranz der entsprechenden Personen.
All jenen, die sich so verständnisvoll für radikale Muslime hervortun, die aufgrund einiger harmloser Karikaturen bereits Mord und Totschlag für Verleger und Redakteure ankündigen, schlage ich vor, sich folgendes Szenario vorzustellen:
In Deutschland erscheint eine Karikatur über den christlichen Gott. Daraufhin brechen in den USA, Spanien, Italien und anderen christlichen Ländern Unruhen aus, christliche Fanatiker beginnen einen Wirtschaftsboykott, drohen mit Anschlägen und Mord, verbrennen deutsche Fahnen und entführen deutsche Urlauber, um ihrem Protest “Nachdruck” zu verleihen. Unter dem Druck der gewalttätigen Christen werden dann Redakteure von Zeitungen entlassen - und dann entschuldigt sich noch die deutsche Regierung für diese Karikatur und bedauert indirekt, man könne strafrechtlich leider nichts unternehmen.
Hätten all die Radikalsteinzeitmuslimversteher dann auch so viel Verständnis für die “Gefühle” der armen radikalen gewaltbereiten Christen?
Es ist schon unfaßbar, wie leichtfertig viele im Westen mit der Meinungs- und Pressefreiheit eine der wichtigsten kulturellen Errungenschaften des sog. Abendlandes aufzugeben bereit sind, nur weil Steinzeittheokraten mit Boykotten und Gewalt drohen.
Aber es ist ja auch kein Wunder, wenn Radikalmuslime dem Westen und dessen Werten gegenüber wenig Respekt aufbringen können, denn offenbar empfinden im Westen ja selbst viele Bürger keinen Respekt für die eigenen Werte.
Sich in solch wichtigen grundsätzlichen Fragen von etwaigen Exporten und Absatzmärkten abhängig zu machen und einen kurzfristigen Profit über wesentliche bürgerliche Individualgrundrechte zu stellen, ist ein Armutszeugnis und wird letztlich nur jene bestärken, die Menschen- und individuelle Bürgerrechte für überflüssig und gotterlästerlich halten.
Die Doppelmoral ist schon erstaunlich: Da werden einige Blogger mit unsinnigen Angriffen vor vergleichsweise harmlose deutsche Gerichte gezerrt, weil irgendeinem Leser die Inhalte nicht gefallen, und da regen sich dann die Blogger - zu recht - über Angriffe auf die Meinungsfreiheit auf.
Aber wenn ein Radikalmuslim mit Mord und Totschlag droht, weil irgendeine Zeitung eine lächerliche Karikatur veröffentlicht hat, dann entwickeln mancher von denen, die zuvor noch die Bedrohung der Freiheit beklagten, Verständnis für mittelalterliche Inquisitionsstrukturen.
@manni: Wie das Beispiel TITANIC zeigt, würden bei Beleidigung des Christengottes schon lange bevor dieses international recht unbedeutende Blatt in Amerika ankommt, bereits deutsche Staatsanwälte in vorauseilendem Gehorsam tätig. Es bedarf daher keines Eingreifens von außen. Problem ist allerdings, daß die TITANIC derartige Prozesse meist oder sogar immer gewonnen hat.
Aber prinzipiell passiert ähnliches ja bereits innerhalb der USA, gesteuert einerseits aus dem Bible Belt (dort mit christlich-fundamentalistischen Hintergrund) andererseits direkt aus dem Weißen Haus (hier heißt der Religionsführer Bush und die Religion Patriotismus und hat ebenfalls christlich-fundamentalistischen Hintergrund). Insofern ist der Boykott zum Beispiel der Dixie Chicks direkt mit dem Boykott dänischer Waren zu vergleichen - in beiden Fällen wurde der Religionsführer in den Augen seiner Anhänger unangemessen behandelt.
Eigentlich hatten wir in Europa diese Art des Fanatismus mit der Aufklärung für beendet geglaubt - um so schlimmer, daß sich ausgerechnet in der “westlichen Führungsmacht”, die sich ja gerade auf die europäische Aufklärung beruft, eine solche religiöse Despotie auszubreiten scheint.
Ich habe jedenfalls wirkliche Angst vor derartigen religiösen Fanatikern, seien es nun die Christen, die Muslime oder wer auch immer. Diese Menschen sind in Ihrer Verblendung zu allem fähig.
Der mit den Jungfrauen hat mir übrigens durchaus gefallen!
@ 2 und 3,
sich gegen das Eine auszusprechen bedeutet nicht,
das Andere Gut zu heißen.
Die Karrikaturen diffamieren nicht nur den islamischen sonder verzerren das Bild vom Araber an sich, so wie man vor 60 Jahren systematisch das Bild vom bösen Juden konstruiert hat, man stelle sich vor die Zeitungen hätte eine Karrikatur über den “bösen Juden” veröffentlicht. Hätte man das auch unter Humor aufgefasst?
Hier geht es weniger um Religion als um die gezielte Verbreitung rassistischer Stereotype. Dabei handelt es sich wohl in keinster Weise um Humor, sondern um reine Kriegspropaganda, die den Einmarsch im iran vorbereiten soll.
Volksverhetzung ist gemäss §230 StGB strafbar und fällt nicht unter Meinungsfreiheit. Es sollte eigentlich jedem Journalisten klar sein, dass weder Judenwitze, noch Türkenwitze noch Araberwitze auf die Titelseite einer Zeitung gehören.
Hallo Linksblog (zu Nummer 8),
Das haben Karikaturen so an sich, dass sie die Wirklichkeit extrem verfremden. Natürlich kann man die umstrittenen Karikaturen mit denjenigen Karikaturen vergleichen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verbreitet wurden. Nur haben wir heute keine Diktatur, sondern Meinungsfreiheit. Es ist auch ein Unterschied, ob eine Zeitung so etwas verbreitet oder der Staat. (Wobei natürlich die Frage nach der Abhängigkeit der Zeitung von Kriegsprofiteuren zu hinterfragen wäre.)
Das sehe ich nicht so, dass die Karikaturen den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen.
Komisch, dass die taz alle 12 Karikaturen veröffentlicht hat. Hätte die taz das getan, wenn die taz der Meinung wäre, dass die Karikaturen Volksverhetzung darstellen? Ich behaupte: Nein.
Der (Atom-) Krieg gegen den Iran ist notwendig, um die Dollar-Herrschaft aufrechtzuerhalten.
@Kai und linksblogg
Ich finde die Zeichnungen völlig daneben - ob illegal oder nicht, halte ich einem Staat, dessen Rechtssystem kaum den Namen verdient hat, für eher nebensächlich. Das wird dann entschieden, wenn sich ein Gericht damit auseinandersetzt - und die Entscheidung hängt möglicherweise maßgeblich davon ab, wie das Gericht besetzt ist.
Die Reaktion einiger Muslime, die deswegen nun Morddrohungen ausstoßen und zu Gewalttaten aufrufen, ist jedoch erst recht daneben. Wenn die Zeichnungen auch schlecht sind, die Diskussion über religiöse Toleranz in der muslimischen Welt ist - wie durch die Zeichnungen offensichtlich wurde - längst überfällig.
Den Dollar als das wichtigste Zahlungsmittel der Welt abzulösen, ist zwar ein vernünftiges Ziel, aber dank Terminkontrakten und Devisenderivaten nicht wirklich wichtig. Viel wichtiger ist die Frage, welche Währungen Zentralbanken sich in welcher Menge in den Tresor legen.
Das macht einen entscheidenden volkswirtschaftlichen Vorteil aus. Da hat der Euro gegenüber dem Dollar jedoch ohnehin schon stark zugelegt.
Hallo Marcel,
Bei den Karikaturen kann man feststellen:
Die Karikaturisten haben unmoralisch, aber rechtmäßig gehandelt.
Wer deswegen Morddrohungen ausspricht, der ist vermutlich ein islamischer Fundamentalist.
Es wäre gut, wenn die mögliche Weltwährungsreform, die im Laufe der kommenden Jahre stattfinden kann, ohne vorherigen Atomkrieg gegen den Iran durchgeführt wird.
(Danke, dass Du meinen fehlerhaften Hyperlink in Nummer drei verbessert hast.)
@Kai
Ich will dem gerichtlichen Verfahren gar nicht vorgreifen und sagen, dass die Veröffentlichung der Karikaturen ganz sicher rechtmäßig ist. Schließlich ist das auch unrechtmäßig, wenn jemand falsch parkt. Aber ob das nun im Detail schlchter Geschmack und gerade noch rechtmäßig oder bereits unrechtmäßig ist, sollte nun ausführlich vor Gericht erörtert werden.
Allerdings steht diese Unrechtmäßigkeit, so sie denn eine war, in keinem Verhältnis zu den daraufhin begangenen Kapitalverbrechen wie Geiselnahme und bewaffneter Überfall.
Einige hier haben das Wesen der Presse- und Meinungsfreiheit nicht im mindesten verstanden.
Die Meinungsfreiheit kann letztlich nur bestehen, wenn Sie geradezu absolut gesetzt wird.
Eine Meinungsfreiheit, die ihre Grenzen regelmäßig in den Gefühlen derjenigen finden soll, die anderer Meinung sind, wird am Ende keine mehr sein, denn letztlich fühlt sich jeder, der kritisiert wird - ob zu recht oder unrecht mag dahingestellt sein - nicht besonders wohl.
Und das gilt zweifellos insbesondere für diejenigen, die Kritik am eigenen Denken und Verhalten nicht gewohnt sind.
Und das Recht auf freie Meinungsäußerung beinhaltet eben gerade auch, wesentliche aktuelle Ereignisse und Zusammenhänge kritisch und sarkastisch - auch mittels einer Zeichnung - zu kommentieren.
Das Wesen der Meinungsfreiheit ist nunmal auch, daß man die abweichenden Ansichten anderer Menschen ertragen können muß.
*Herr* Bartels, Sie haben selbst hier in einem anderen Beitrag beispielsweise das katholische Konzept der Jungfrauengeburt als Quatsch bezeichnet. Wie fänden Sie es denn, wenn katholische Eiferer Ihnen nun Schläge und Brandsätze androhten, für den Fall, daß Sie Ihre blasphemische Äußerung nicht zurückziehen, nur weil einige mittelalterliche Katholiken sich durch diese Äußerung beleidigt fühlten?
Fänden Sie das auch in Ordnung?
Und kommen Sie mir nicht mit Unterscheidungsversuchen der Art “Meine Kritik ist aber geschmackvoller”, das ist sie nämlich nicht. Sie können sicher sein, daß Sie mit vergleichbarer öffentlicher Kritik an einem islamischen Dogma in Teheran schnell an Leib und Leben bedroht würden.
Bevor Sie die Einschränkung wesentlicher Grundrechte aus vermeintlich menschenfreundlichen Motiven befürworten, sollten Sie derlei Eingriffe mal in letzter Konsequenz zu Ende denken.
[Editor: *Herr* Bartels, bitte, so viel Zeit muß sein]
Oh, und noch etwas speziell zu Ihnen, *Herr* Bartels:
Ich bin der Ansicht, daß vieles von dem, was Sie hier seit Monaten von sich geben, unausgegorener Unfug ist.
Aber: Auch wenn ich die meisten Ihrer Beiträge nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehme, so würde ich Ihnen niemals das Recht absprechen, sich zu äußern, sei es noch so geschmacklos und merkbefreit.
Und auch wenn ich Ihre Ansichten häufig eben nicht teilen kann, so empfinde ich es als geradezu skandalös, wenn andere - “empfindlichere” Gemüter - versuchen, Ihr “Parteibuch” mit der juristischen Keule plattzumachen. Wer für sich selbst das Recht einer freien Meinungsäußerung in Anspruch nimmt, muß zugleich eben auch den anderen das gleiche Recht zugestehen. Alles andere endet in der Despotie.
[Editor: *Herr* Bartels, bitte, so viel Zeit muß sein]
@Manni
Sie vermengen da zwei Dinge, die ich versuchen möchte zu trennen: Die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichung der Karrikaturen ist etwas anderes als die Frage, ob es erlaubt sein sollte, dass solche Karrikaturen veröffentlicht werden.
Die Frage der Rechtmäßigkeit läßt sich angesichts der restriktiven gesetzlichen Lage, die wir haben, meiner Meinung nach eben erst endgültig beantworten, wenn ein Gericht sich damit befaßt hat oder es abgelehnt hat, sich damit zu befassen.
Zur Frage, ob die Veröffentlichung solcher Karrikaturen erlaubt sein sollte, habe ich bereits eindeutig Stellung bezogen: natürlich soll die Mohamed-Karikaturen (Quelle: Jylland Posten) sehen können, wer sie sehen will.
Ich meine jedoch auch, dass die Freiheit zur Veröffentlichung beliebiger Inhalte Grenzen haben sollte: Aufrufe zum Mord beispielsweise, zur gewalttätigen Verfolgung von Menschen oder Minderheiten, finde ich zum Beispiel nicht in Ordnung, besonders dann nicht, wenn sie auch noch realistisch sind.
Dies betrifft im übrigen auch und vor allem islamistische Prediger, die beispielsweise zum Mord an Salmon Rushdie wegen seiner satanischen Verse aufgerufen haben, aber eben auch Amerikaner wie Pat Robertson, der zum Mord an Hugo Chevez aufgerufen hat.
Säbelt jemand im Namen des Islams Leuten den Kopf ab, sprengt unschuldige Leute, auch Moslems in die Luft, ruft das scheinbar keinen großen Protest hervor.
Nun gut. Schließlich, so die Argumentation vieler Vertreter von Islamorganistationen habe man als friedliebender Moslem damit nichts zu tun und muss sich folglich auch nicht durch Protest distanzieren.
Wenn aber jetzt drittklassige Karikaturen aus einer zweitklassigen dänischen Zeitungen einen derartigen Proteststurm entfachen, frage ich mich schon ob da irgendwo die Maßstäbe verloren gehen.
Was ist eine schlimmer Beleidigung des Islam: Ein paar schlechte Zeichnungen in einer Zeitung die keiner kennt oder anderen Leuten im Namen des Islam die Köpfe abzusäbeln?
@Jens
Dem kann ich nur zustimmen. Die Beleidigung des Islam durch den gerade wütenden Mob könnte kaum größer sein und dagegen regt sich kein lautstarker Protest. Allerdings ist es wichtig, unter den Muslimen zu differenzieren.
Da gibt es Verbrecher wie Ayatollah Khamenei, der, wenn die Nachrichten stimmen, zur Gewalt aufruft, und Anständige wie Nadeem Elyas, der die Karikaturen als Provokation und Entwürdigung verurteilt, jedoch an die Muslime appelliert, ihre ausgewogene Haltung zu bewahren.
[…] In der islamischen Welt ist Dänemark wirtschaftlich unter Druck geraten, weil dort massive Boykottkampagnen gegen dänische Produkte wegen der Veröffentlichung von Mohamed Karikaturen und der Weigerung der dänischen Regierung, sich für die Pressefreiheit zu entschuldigen, gefahren werden. […]
[…] Wer derzeit die Aufregung um die mißratenen dänischen Karikaturen von Muhammed nicht versteht, der möge sich vergegenwärtigen, dass auf Salman Rushdie nach wie vor ein Kopfgeld in Millionenhöhe ausgesetzt ist. Sein Buch Die satanischen Verse hat Salman Rushdie übrigens sehr gut lesbar und unterhaltsam geschrieben und kann ich jedem, der es noch nicht gelesen hat, nur empfehlen. […]
[…] Wer aber nun meint, dass religiös motivierte Morde zum Glück nur weit weg geschehen, der irrt. Im Gegenteil, für die Hinrichtung einer freiheitsliebenden muslimischen Frau genießen die Täter hier in Neukölln erschreckend viele Sympathien. Wegen der Karikaturen des Propheten Mohammed von Jyllands Posten sind in Damaskus und in Beirut inzwischen die Botschaften Dänemarks angezündet worden. Ayaan Hirsi Ali verweist in ihrem Weblog zum Beispiel auf einen Stern-Artikel neueren Datums, nach der Salman Rushdie eine der Ursachen für islamistischen Terror in der sexuellen Angst der Männer vor Frauen und in verletzter Männerehre sieht. […]
erstmal hallo an alle schreiber..
wenn ich das alles hier lese was drin steht,dann denke ich mir,ob die meisten die hier schreiben auf dem mond oder sonst wo leben..
hier gibt es tatsächlich einige personen,die die unmoralischen karikaturen eines propheten mit den karikaturen machtgieriger personen wie scharon und bush vergleichen.die rechtsliegenden karikaturen könnten nur mit karikaturen von terroristen wie osama bin laden verglichen werden…ebenso wäre es für mich als muslim und für die ganze muslime aus aller welt inakzeptabel wenn solche unmoralischen karikaturen von jesus oder moses veröffentlich würden…das einige demos aus der schiene geraten,ist leider falsch,aber das ist das produkt aus provokationen aus westlicher welt…muslime werden leider seit dem 11.sept überall auf der welt unter eine decke gepackt,was falsch ist.man muss zwischen radikalen terroristen und muslimen unterscheiden…denn ich stempele ebenso nicht alle deutsche als nazis ab…dieses thema weist ein grosses spektrum auf…ich würde jeden bitten der hier schreibt,sollte erstmal denken und danach schreiben,und nicht ahnungslos drauf losschreiben…ansonsten kommt mir das gefühl,dass das nazi-gen noch nicht abgstorben ist,und leider immer noch weit verbreitet scheint…wir wollen alle frieden,und gut zusammen leben,deshalb nicht unnötig provozieren…
Mohammed war - entgegen Deiner Darstellung - nach historischer Deutung zweifellos ein machthungriger Egomane. Während Jesus Liebe und Vergebung predigte, fordere Mohammed die Unterwerfung als auch Vernichtung der Andersgläubigen.
Nachzulesen im Koran.
Insofern verstehe ich nicht, weshalb es verboten sein sollte, sich eingehender und ohne Denkverbote mit dem Mohammed und seinen Lehren zu befassen - genauso kritisch, wie man sich im übrigen auch mit dem Christentum und seinen weltlichen Vertretern und deren Untaten befaßt hat.
Man seit ihr blöd auch noch die Karikaturen zu zeigen. Diese Karikaturen sind nichts zum Lachen. Wir nehmen unseren Glauben den Islam einfach zu ernst. Wenn ihr meint dass das übertrieben wäre meine ich nein ist es nicht und ich denke jeder der ein gläubiger Moslem ist wird sich nicht mit einem “Ist ja nicht so schlimm” zufrieden geben. Alle meinen man nimmt das zu ernst, aber die Christen und anderen Religionen nehmen ihren eigenen Glauben einfach zu “einfach”. Wir lieben auch unser Leben. Wenn man die anderen Glauben nicht mag sollte man es für “sich”(Die betonung liebt auf sich) behalten. Die Moslems sagen auch nichts gegen die anderen Religionen. Die Moslems “respektieren” auch die anderen Glauben besonders den Christentum. Also meine ich dass das was hier ist finde ich das dürfte eigentlich nicht veröffentlich werden. Jetzt können alle nichts dafür was auch kommen möge. Man meint es gibt auch verarschungen von Jesus und man sollte sich nicht wegen so etwas “unwichtigem” beschäftigen, aber wie schon gesagt die Christen nehmen ihren glauben (wenn sie so etwas sagen) zu uninteressant. ABER DIE MOSLEMS NICHT. WIR SIND EINFSCH SEHR GLÄUBIG UND MAN KANN NICHTS GEGEN DIESE GLÄUBIGKEIT UNTERNEHMEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich meine jetzt das jeder an Gott bzw. Allah glauben sollte. Jeder Glaube ist wichtig. Wenn so andere Religionen nicht mag oder respektiert dann sollte man es am besten für sich behalten.
@politisch interessierter Moslem
Ich respektiere Deine Religion, auch wenn ich selbst nicht religiös bin. Ich halte den Islam auch nicht für minderwertiger als andere Religionen. Wichtig ist mir jedoch, dass sich Religion und Aufklärung nicht ausschließen dürfen.
Das Prinzip der gewaltlosen literarischen und publizistischen Auseinandersetzung halte ich dabei für fundamental wichtig. Wenn im Iran nun Holocaust-Karikaturen gezeichnet werden, oder in Ägypten weniger dänischer Käse gegessen wird, aber nicht zu Gewalt aufgerufen wird und auch keine Gewalt ausgeübt wird, dann zeugt das von Kultur.
Ich wäre wohl auch nie auf die Idee gekommen, einen Mohamed Karikatur Wettbewerb zu starten, wenn es nicht die gewalttätigen Szenen gegen die Dänen gegeben hätte. Die Gewaltdrohungen gegen die dänischen Journalisten erfordern nun aber geradezu eine - selbstverständlich gewaltlose - Solidarisierung mit den Journalisten.
Ich würde es begrüßen, wenn sich mehr gläubige Muslime im Namen der Pressefreiheit mit den dänischen Journalisten solidarisieren würden. Man stelle sich einmal vor, nun würden Muslime demonstrieren mit Transparenten wie: “Artikel 5 gilt auch für geschmacklose Zeichnungen”
oder “Keine Gewalt wegen Karikaturen”.
Einen größeren Reputationsgewinn könnte es meiner Meinung nach für die Muslime in Deutschland kaum geben. Diese Chance wird aber wohl gerade vertan.
@24:
Und was ist mit der großen Gruppe Athetisten sowie Agnostikern?
Wieso sollten diese Leute weniger Rechte haben, ihre Zweifel an der Existenz eines Gottes zu äußern als gläubige Bürger, ihren Glauben zu bekunden?
@ Manni (”Während Jesus Liebe und Vergebung predigte, fordere Mohammed die Unterwerfung als auch Vernichtung der Andersgläubigen.
Nachzulesen im Koran.”):
Es ist vollständiger Unfug, mit Versen aus dem Q’ran belegen zu wollen, was für eine blutdürstige oder aber tolerante Religion der Islam doch sei. An anderer Stelle findet sich zum Beispiel der Aufruf, im fremden Lande sich der Sitten und Gebräuche unterzuordnen und nach den Gesetzen des fremden Landes zu leben. Der Q’ran ist ebenso widersprüchlich in den Aussagen seiner einzelnen Suren wie die Bibel, die bekanntermaßen von “Auge um Auge” bis “Wenn einer Dich auf die eine Wange schlägt…” alles enthält.
Aus diesem Grunde muß jeder gläubige Muslim Entscheidungen treffen, welche der Suren nun unantastbar sind, und welche man vielleicht in einen gewissen Kontext setzt und zwar respektiert, aber nicht unbedingt wortwörtlich befolgen muß.
In diesem Sinne gibt es auch Muslime aller Schattierungen (wie es auch im Christentum unzählige Kirchen, Sekten und Kulte gibt) - von denen, die in ihren eigenen Ländern wie auch in fremden Ländern wunderbar mit Vertretern anderen Glaubens zusammenleben zu denen, die (entgegen der Schilderungen des politisch interessierten Moslems) ganz und gar nicht respektvoll Buddha-Statuen des Weltkulturerbes vernichten, koptische Christen in Ägypten verfolgen oder Geiseln vor laufender Kamera die Kehle durchschneiden. Es ist nur leider so, daß gerade in den letzten Jahren jene lautstarken Vertreter des Fanatismus immer besser gelernt haben, von sich reden zu machen.
Es ist in diesem Zusammenhang, daß die oft zitierte Karikatur mit den Jungfrauen (die in meinen Augen die einzige mit einer intelligenten Grundaussage darstellt) gesehen werden sollte: sie nimmt diese fanatische Version des Islam auf den Arm, mitsamt seinem Glauben, das Argument des “Jihad” (was nicht notwendigerweise als “Krieg” übersetzt werden muß - das Wort hat mehrere weitere Bedeutungen, u.a. den Kampf mit der Versuchung, das Ringen um Läuterung, usw. usf.) wiege schwerer als das ebenfalls dem Q’ran entnehmbare Selbstmordverbot. Das Problem daran ist, daß diese Karikatur von vielen (Muslimen wie nicht-muslimischen Abendländern) nicht als Auseinandersetzung mit dieser extremistischen Variante des Islams gesehen wird, sondern als Stigmatisierung - und damit Verleumdung - der Religion als solche. Und daß damit ein Bild “der Muslime” gefördert wird, wie es bei vielen schon jetzt im Kopfe ist - das des fanatischen Selbstmordattentäters, der in Deutschland die Sharia durchsetzen will.
Aus diesem Grunde sollte sich auch ein Karikaturist fragen, wie er mit der Verantwortung, die ihm mit dem Recht auf - grundsätzlich schrankenlose - Pressefreiheit übertragen wird, umgeht.
@Bartels (25): wenn Du heute mal in die Zeitung guckst, wirst Du sehen, daß es in Dänemark tatsächlich eine Mahnwache von Muslimen gegeben hat, die sich gegen die bekannten Überreaktionen wenden.
an Manni……..
es tut mir leid dir das zu sagen manni,aber du hast wirklich keine ahnung…du
sprichst das nach ws du von irgendwo aufgeschnappt hast..hast du den koran gelesen,wenn ja schreib mir bitte die verse auf wo das drin stehen soll??wenn einige islamwissenschaftler irgend ein unfug hinschreiben und du jden scheiss glauben tust dann tust du mir sehr leid..ich glaub auch nicht jeden alles schlechte was mir von rechts und links über jesus versucht wird einzureden..und ein grosser hinweis an dich: wir moslems sehen jesus ebenso als propheten wie die christen..der unterschied ist nur das er für uns nicht der letzte prohpet ist..wenn du nichts über den islam wissen solltest,dann schreib auch nicht darüber…oder versuche dir durch verschiedene quellen wissen anzueignen..der islam ist genauso wie die anderen religionen eine religion das für frieden steht..das was du schreibst über kriege etc sind überall zu finden..ich erinnere euch an die KREUZZÜGE….daran wollt ihr euch aber bestimmt nicht errinern war…
@Pepe
Ich habe hier im Parteibuch inzwischen einen großen Artikel drin über die Solidarität und die Verteidigung der Pressefreiheit durch Muslime. Ich nehme aber gern noch einen mit heinein.
@gökhan
Was hälst Du denn von diesem fiktiven Gespräch?
@gökhan:
Daß Europa Kreuzzüge geführt hat, steht doch außer Frage, das wird doch hier auch von niemandem angezweifelt.
Und daß im Namen der christlichen Kirche schwere Verbrechen begangen worden sind - übrigens nicht nur an Muslimen, sondern auch an Christen - ist doch auch unstrittig.
Und genau aus diesen historischen Erfahrungen sind im Westen Kirche und Staat getrennt. Der Glauben hat sich hierzulande als Privatangelegenheit unseren säkularen Gesetzen, einem friedlichen und toleranten Miteinander unterzuordnen.
Im übrigen: Ich glaube nicht, daß ich den Koran studieren muß, um mir ein Urteil über die gewalttätigen Ausschreitungen, Brandschatzungen sowie Morddrohungen zu bilden. Muß ich als Deutscher in Deutschland den Koran studieren, um Mord und Totschlag abzulehnen?
Muß ich als Deutscher in Deutschland den Koran studieren, um Werte wie Meinungs- und Redefreiheit zu verteidigen?
Sollten nicht Muslime, die in Westeuropa leben, vielmehr unsere Gesetze und Regeln achten, vielleicht auch als Muslim in Deutschland mal einen Blick in das deutsche Grundgesetz werfen?
@Gökhan:
Ein Nachtrag:
Da Du ja die Verbrechen der christlichen Kirche (Kreuzzüge etc.) ansprichst und ich Dir hier ohne jeden Vorbehalt zustimme:
Nun nenn uns doch bitte mal im Gegenzug ein konkretes Verbrechen der islamischen Kirche.
Ich fiende das sch****e mit dem karikaturen von mohammed.Ich bin ein muslim ich wurde das nie machen ich wurde nie jesus beleidigen.Es ist nicht gut bilder von bothschafter von allah d.z und von allah.danke
[Editor: bitte die Dinge aus der Toilette zu Hause lassen]
zu zeigen
@anonymer Moslem
Schön, wie Sie Solidarität mit denen zeigen, die von Verbrechern wegen ein paar Zeichnungen mit dem Tode bedroht werden. Besonders attraktiv finde ich in dem Zusammenhang den Beweis Ihrer guten Kinderstube durch den Gebrauch von Fäkalsprache. Ihre Mutter wäre stolz auf Sie.
PS:
Jeder darf sich in Deutschland so gut blamieren, wie er kann.
Gast schreibt an Gökan,
ich kann dir nur eines sagen, was die KZ betrifft. Ja, mit Sicherheit hast du Recht,
dass sehr viel Schund mit den KZ begangen wurde, und dass das nichts Mit Christentum
zu tun hat…und ja, ich kann mich an die KZüge erinnern. Erinnerst du dich denn an
die Islamisierung auf dem Balkan? Einiges z.Info: Männer wurden geköpft, sollten sie
sich nicht zum Islam bekehren, noch Fragen?
Wenn irgendein Muslim eine Zeichnung von Gott, oder Jesus veröffentlichen würde, dann
ist es seine Sache und er wird sich dann vor dem Allmächtigen verantworten müssen. Es
ist nicht meine Aufgabe, ihn zu kritisieren, oder zu verurteilen. Der Islam steht für
Frieden, kannst du mir dann sagen, warum soviele dem nicht folgen, sondern der Gewalt???
Leute haben in Casa Blanca in den Caffes gejubelt, als am 11. September Flugzeuge in
die Twin Towers krachten!!! Ist das Frieden, ist das Islam? Nein! Diese, die da jubelten,
folgen einem Falschen, der dem Islam wie ein Dorn im Auge sitzt. Keiner von euch ist
in der Religionsfreiheit beschnitten, im Gegensatz zu uns Christen. Oder willst du mir
erzählen, dass ich eine Kirche im Iran oder in Mekka bauen kann? Aber wir schnallen uns
keine Gürte um und jagen 1000 andere, friedfertige Menschen in den Tod… das ist der
Unterscheid
ej ihr arschlöcher an alle dänen ihr seit doch bescheuert sag mal gehts noch was soll das warum macht ihr ne karikatur wenn ihr mal net wisst wie mohammed aussieht ich sage euch legt euch net mit uns moslems an sonst landet ihr auf einen schlachthof das sage ich euch.