In Interview von Alexander Schwabe für Spiegel Online mit Titel Gasprom ist ein Synonym für Korruption erklärt Jürgen Roth, Autor von Büchern wie Die Gangster aus dem Osten, wer die Gasprom ist und wie sie funktioniert (via Rainer). Gasprom ist so eng mit dem Kreml verbunden, dass Strafverfahren gegen die milliardenschwere Korruption selbst in anderen Ländern niedergeschlagen wurden, um keinen Konflikt mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin herbeizuführen. Gerhard Schröder übernimmt also den Job des Aufsichtsratschefs in einer Firma, die der organisierten Wirtschaftskriminalität zuzurechnen ist. Geradezu lächerlich ist die Vorstellung, dass die Vergabe dieses Jobs nicht über Putin’s Schreibtisch lief. Warum haben Vladimir Putin und Gerhard Schröder vereinbart, dass Gerhard Schröder den Job bekommt?
Ex-Schachweltmeister Garri Kasparov erklärt in einem Interview von Carsten Volkery für Spiegel Online mit Titel Eine Schande für die Demokratie (via Odenwald-Geschichten), dass der Job von Gerhard Schröder in der Mafia seines Freundes Vladimir Putin ein fatales Signal für alle diejenigen ist, die in Russland für mehr Demokratie kämpfen. Garri Kasparov meint, Gerhard Schröder hat den Job von Freund Vova bekommen, weil Vladimir Putin ein Skalpjäger sei und er es als ehemaliger Spion es gewohnt sei, Ausländer zu kaufen.
Der Vorwurf, Gerhard Schröder hätte den Job für die russische Mafia wegen des Gehaltes angenommen, macht es sich sicher zu einfach. Ich denke, um zu verstehen, dass Gerhard Schröder sich wohl nicht nur aus Sorge um das Gemeinwohl auf den Job bei Gasprom eingelassen hat, muß man schon etwas tiefer graben. Hans-Joachim Selenz, Autor von Wildwest auf der Chefetage, erklärt Gerhard Schröder’s zwielichtigen Job hingegen nicht mit finanziellen Vorteilen, sondern damit, dass Gerhard Schröder mit dem Job wahre Größe zeigt:
Gerhard Schröder ist mal wieder in aller Munde. Mit seiner Gas-Prom-Geschichte hat er sich geoutet. Dass er ein Flachland-Hallodri ist, war bekannt. Er konnte aber auch als gelernter Staatsschauspieler den Staatsmann geben. Mit oberwichtiger Miene. Wenn er Ehrenformationen abschritt hatte man den Eindruck, er sei 190 cm - oder größer. Mindestens. Keiner seiner Staatschef-Kollegen schritt so majestätisch wie er. Steht man neben ihm, ist man erstaunt. Nicht immer ist ein Hocker zur Stelle. Er ist wahrscheinlich noch nicht einmal 170. Aber Napoleon war bekanntlich auch nicht größer. Inzwischen nicht die einzige Parallele zwischen den beiden Helden.
Robert Leicht zieht im Tagesspiegel die Möglichkeit in Betracht (via Seitenhiebe), dass Gerhard Schröder am 22. Mai möglicherweise nur deswegen nicht zurückgetreten sei, um den Pipeline-Deal mit Putin nicht zu gefährden. Der Wahlkampfslogan der SPD, Vertrauen in Deutschland, bekäme da noch eine ganz neue Dimension: er zeugt von wahrer Größe.
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Und wir haben es Dir die ganze Zeit über gesagt. Wolltest es ja nicht hören und glauben.
Meinen Sie das wirklich ernst, Herr Bartels?
Schröders Verhalten ist von wahrer Größe geprägt??
@Manni
Haben Sie meinen Artikel denn überhaupt gelesen oder wenigstens das Bildchen betrachtet? Das Bildchen wird durch anklicken übrigens größer.
@*Herr* Bartels:
Nun muss ich doch tatsaechlich lachen, danke fuer den Hinweis auf das Bild…
Wahre Größe. In der Tat.
[Editor: für den Herrn muß Zeit schoon sein]
[…] Neu ist mir übrigens, dass Gerhard Schröder anscheinend vom Landgericht Hamburg unter Vorsitz von Richter Andreas Buske eine einstweilige Verfügung gegen den Eichborn Verlag als Verleger des Schwarzbuches VW bekommen hat, wonach das Buch insofern geändert werden mußte, dass nicht der Eindruck entstünde, Gerhard Schröder “habe am 10.04.1992 auf einem Flug mit einem Learjet der Charterfirma FJC von Braunschweig nach Verona “Sex-Dienstleistungen” in Anspruch genommen.“ [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Zum jüngsten Gasgeschäft zwischen der Ukraine und Rußland hat sie sich sehr abwertend geäußert, woraufhin in der Ukraine die Regierung vom Parlament abgesetzt wurde, damit der Vertrag nicht gültig werden kann und von Präsident Viktor Juschtschenko wieder behelfsmäßig eingesetzt wurde, damit der Vertrag doch gültig werden kann. Das wird sicher recht interessant, ihre Erläuterungen für Deutschland zu hören. Ich bin außerdem mal gespannt, was Julia Timoschenko zum neuen Job unseres Ex-Kanzlers Gerhard Schröder sagt. […]
[…] In einem Parteibuch-Beitrag zum Wechsel zur Gasprom wird übrigens die wahre Größe vom Westentaschen-Napoleon Gerhard Schröder (Zitat Selenz) am deutlichsten erkennbar. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Ich meine, ohne Menschen wie fastix wäre es nicht möglich, sich in Deutschland kritisch über Personen wie Ferdinand Piëch, Angela Merkel, Edmund Stoiber, Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier, August Hanning, Sigmar Gabriel, Brigitte Zypries, Jörg Haider, Ehrhart Körting oder Roland Koch oder Unternehmen wie Media Markt, die Bank Oppenheim oder die MEG24 zu äußern. Ich glaube, fastix verdient unser aller Solidarität. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] herausgedrängt worden, aber das scheint dem russischen Präsidenten Vladimir Putin, den der große Staatsmann Gerhard Schröder als luprenreinen Demokraten bezeichnet hat, nicht zu […]
[…] berichtet soeben im Blog, dass der große Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sie anwaltlich abmahnen lassen hat. Gut 1200 Euro Abmahngebühren […]
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