Wie Tagesschau.de berichtet, wird die Elektrolux heute europaweit bestreikt. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der Europäische Metallgewerkschaftsbund. Wie Tagesschau.de berichtet, soll mit der gemeinsamen Aktion deutlich gemacht werden, dass sich die Electrolux-Arbeitnehmer nicht gegeneinander ausspielen lassen. In Nürnberg würden durch die Schließung des Werkes rund 1750 Arbeitsplätze im von der Elektrolux übernommenen AEG-Werk wegfallen. Den letzten Protesttag am 5. Oktober in Nürnberg und einen Aufruf zum Käuferboykott nannte die Unternehmensleitung illegal.
Mir fällt dazu ein, dass das Streikrecht in Deutschland auch erst mühsam erkämpft werden mußte und Martin Schulz, Fraktionsführer der Sozialdemokraten im europäischen Parlament, bei seinem Besuch in Neukölln davon gesprochen hat, dass die europäische Verfassung seiner Meinung nach auch deshalb wenig Akzeptanz in der Bevölkerung erfahre, weil die Unternehmen inzwischen zwar europaweit agierten, die Gewerkschaften jedoch in erster Linie national organisiert seien. Martin Schulz hat sich deshalb für europäische Gewerkschaften und ein europäisches Streikrecht ausgesprochen.
Ich muß gestehen, dass mir selbst das Logo des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes oben links noch fremd ist. Auch scheint die Webseite des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes im Vergleich zu der der IG Metall eher etwas schlichter ausgefallen zu sein. Heute also zeigt der europäische Metallgewerkschaftsbund die Zähne.
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Der selbe Joke findet bei Infineon statt. Pech nur das man kein Druckmittel hat.
Man fragt sich wieviele Arbeitsplätze die IG Metall in D-Land noch vernichten will.
@outsmart
So, die IG-Metall ist es also, die die Arbeitsplätze vernichtet? ich würde eher sagen, ohne die IG Metall gäbe es diese Arbeitsplätze schon lange nicht mehr in Deutschland.
Um es mal mit den Worten deines grossen Führers zu sagen, “wer sich nicht anpasst wird angepasst”
Wir verlieren jeden Tag 1000 Arbeitsplätze, 50% davon könnte man erhalten wenn man auf Gewerkschaftsseite mal einsichtig wäre.
Die Signale, die ausgesendet werden sind verherend, s. z.B. Handyfertigung bei Siemens. Dank Gewerkschaft war der Bereich unverkäuflich.
Regel #1. NIEMALS eine Produktion in D-Land aufbauen, evtl. später notwendige Restrukturierungen sind in D-Land nicht zu finanzieren.
@outsmart
Wir könnten hier in Deutschland noch viel mehr Arbeitsplätze haben, wenn wir hier chinesische Arbeitsbedingungen und Löhne einführen würden. Solche Arbeitsplätze wollen wir jedoch nicht.
Die Gewerkschaften sind ja auch durchaus flexibel, was Restrukturierungsmaßnahmen angeht, nur irgendwo ist dann auch am unteren Ende eine Grenze erreicht, wo man sagen muß, dass solche Arbeitbedinguzngen wie sie sich manche Unternehmensleitung wünscht, eher ein Anreiz zum Abbau von richtigen Arbeitsplätzen darstellen denn eine Rettung von Arbeitsplätzen.
Wir wollen keinen Wettbewerb um die schlechtesten Arbeitsbedingungen gewinnen. Natürlich muß man da in jedem Fall genauer hinschauen, weil kein Fall liegt, wie jeder andere, aber die Gwerkschaften zeigen sich meist ziemlich flexibel und der gewerkschaftliche Widerstand, Arbeitsplätze Outzusourcen, hält in jedem Falle eine ganze Menge Arbeitsplätze hier.
Bartels,
weil Sie ja selbst so sehr gegen chinesische Arbeitsbedingungen sind, prahlen Sie auf Ihrer “Firmenwebsite” ja auch damit, die Dienstleistungen in günstigen - Zitat - “Offshore”-Gegenden erbringen zu lassen…
@manni
Das ist absoluter Quatsch. Bei meinen Partnern in der Ukraine sind die Arbeitsbedingungen nicht schlechter als in Deutschland. Allerdings sind die Löhne niedriger als in Deutschland, so wie auch Mieten niedriger sind.
[…] Im Konflikt um die Schließung des AEG-Werkes in Nürnberg, das nun zur Elektrolux gehört, hat Otto Wiesheu einen Kompromiß zwischen IG-Metall und Elektrolux erreicht. […]