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24. September 2005

Billige Retourkutsche: Dirk Kurbjuweit nimmt mittels Spiegel Online Rache für Matthias Geyer

von @ 17:40. abgelegt unter Presseschau

In der BZ vom Springer Verlag wurde Mittwoch berichtet, dass Gerhard Schröder sich nach der Bundestagswahl im Bundeskanzleramt einen der Autoren des propagandistischen Verrisses der rot-grünen Bundesregierung Operation rot-grün, Spiegel Redakteur Matthias Geyer, gegriffen habe und zu ihm ein paar unfreundliche Sätze gesagt habe.

Die Retourkutsche kommt nun prompt bei Spiegel-Online, von einem der Co-Autoren eben dieses schlecht recherchierten und in großen Teilen frei erfundenen Verrisses, Dirk Kurbjuweit, natürlich ohne auf den Vorfall mit seinem Redaktionskollegen und die persönliche Komponente einzugehen. Zuerst habe ich gedacht, das wäre nun die übliche propagandistische Hetze von einem der Schreiberlinge unter der Anführerschaft von Claus Christian Malzahn bei Spiegel Online, erst durch die Werbung für das Buch Operation rot-grün, die zusätzlich zum Artikel bei Spiegel Online zu sehen ist, habe ich mitbekommen, dass es da eine enge persönliche Verbindung geben muß, so dass der Artikel nicht nur tendenziös aus Überzeugung ist, sondern tatsächlich eine Retour-Kutsche zu sein scheint. Die Analyse des unparteilichen und mehrfach ausgezeichneten Journalisten Dirk Kurbjuweit beinhaltet tiefgreifende analytische Sätze wie:

Die Pfeife heißt diesmal Dirk Kurbjuweit, der Artikel ist bei Spiegel Online erschienen, trägt die Überschrift “Bundeskanzler” mit Titel “Putsch gegen die Wirklichkeit” und beinhaltet tiefschürfende Analysen, die nacheinander mit Sätzen beginnen wie:

Nichts liegt ihm ferner.

und

Aber so ist es nicht.

und

Ihm ist das egal.

und

Seitdem ist Berlin aus den Fugen.

Schließlich gipfelt der Reigen in der Polemik:

Es sind billige Tricks.

Nach Gerhard Schröder kritisiert auch Joschka Fischer die herrschende journalistische Kaste in Deutschland scharf. Im Interview bei Spiegel Online sagt er zum Wahlausgang und zum Journalismus in Deutschland:

Für sie gab es einen Satz rote Ohren. Wumm! Diese konservativen Jungchefs in den Chefredaktionen von Spiegel, Zeit und sonst woher, die Journalismus mit Politik verwechseln, müssten sich nach ihrem eigenen konservativen Ehrenkodex eigentlich in das Schwert stürzen - politisch, natürlich.

Besonders frappierend finde ich, dass dieser Journalist namens Dirk Kurbjuweit, dessen Stil besser in die Bildzeitung passen würde, in der Vergangenheit mit dem Kisch-Preis ausgezeichnet wurde. Ich frage mich, ob da die sogenannte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit ihrer Kasse vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall bei der Preisverleihung ihre Finger im Spiel hatte.

4 Kommentare zum Beitrag “Billige Retourkutsche: Dirk Kurbjuweit nimmt mittels Spiegel Online Rache für Matthias Geyer”

  1. outsmart sprach

    Hast wohl auch den Schlusspfiff nicht gehört, Bartels.

  2. Manni sprach

    Tja, Herr Bartels,
    müssen wohl alles Verbrecher, Verleumder und Idioten sein, die nicht - so wie Sie - Ihrem Idol Gerhard dem Sesselklebenden zujubeln?
    Da müssen wohl wieder Verschwörungen von Ihnen enttarnt werden - haben Sie schon Herrn Kurbjuweit auf etwaige Scientology-Connections untersucht?

  3. AS sprach

    Nun ja, der hat nur beschrieben was der IST-Zustand ist. Der Kanzler ist mehr so wie am Wahltag als anders. Da hört man nicht gerne und Rache ist es nicht.
    Und: haben Sie schon überlegt, Marcel, wie Sie den Wechsel schaffen, weg von Gerd und hin zu Gabriel oder Nahles.
    Ohhh Gott, was für eine Auswahl.
    Gabriel ist ein Dampfplauderer und zu Nahles alles weitere hier:

    Andrea Nahles hat es geschafft
    Andrea ist im Bundestag gelandet. Zwar hat sie nie richtig gearbeitet, dafür kann sie aber herzhaft alles demagogisch weglachen, was nach Ordo aussieht, denn Ordo ist unsozial, darum ist Staat nett. Das ist schon mal toll, toll, toll. Und auch SUPI. Zwar hat die Andrea im zarten Alter von 35 Jahren nicht mal ihre Doktorarbeit in den Laptop gehackt, aber besonders aus diesem Grund kann sie penetrant die schönen 70er Jahre

    für die Zukunft empfehlen. Zwar hat die Andrea den Direkteinzug in den Bundestag versemmelt, dafür ist sie jetzt, der Partei sei es getrommelt, trotz ihrer unterirdischen Qualifikationen die zur Lenkung eines Staates notwendig sind, finanziell echt gut per Gehaltsstelle der Bundestagsverwaltung abgesichert. Zwar ist die Andrea eine selbstsichere Frau, aber wenn es drauf ankommt, traut sie der Eigeninitiative nicht ganz, darum wollte sie nicht auf eine Absicherung zum Einzug in den Bundestag über die Landesliste verzichten, denn wenn es diesmal wieder nicht geklappt hätte, dann müsste man sich ja was in der freien Wirtschaft suchen. Und da sieht es mit Andreas Qualis echt mies aus, da verbürgerversicherte Poesieanalysten im Moment beim Arbeitsamt nicht auf Platz 1 der Suchliste stehen.
    Weil das alles der Andrea bewußt ist, trötete und trötet sie sich laut durch das Land und die angeschlossenen Talkshows, nur damit niemand merkt, daß die Andrea echt nix auf der Pfanne hat, dafür bald ohne Legitimation den armen Bundesbürger per PHOENIX die Ohren vollquatschen darf.
    Glückwunsch Andrea Nahles! Toll! Toll! Toll!

    Und sowieso wollte ich der Andrea noch zu ihrem Kommentar der Bundestagswahl gratulieren. Der liest sich so:

    DANKE für Ihr Vertrauen!
    Ihre Unterstützung bei der Bundestagswahl ist Ansporn für meine Arbeit in Berlin und vor Ort in Ahrweiler/Mayen. Mein Bürgerbüro in Andernach, Balduinstr. 1, ist ab Oktober wieder für Sie geöffnet.
    Ihre Andrea Nahles

    Welches Vertrauen? Vertrauen… Vertrauen.. Da war doch mal was… Egal: Chuzpe muss man haben…
    Und: Ihr Bürgerbüro mag streng den Ladenschlußzeiten folgend geöffnet sein, aber die Propagandaabwurfstelle bei FOCUS-Online, dort fälschlich Blog genannt, ist sofort nach der Bundestagswahl geschlossen worden. Der Metzger schreibt dort immer noch weiter. Und im Gegensatz zur Andrea hat der auch mal geantwortet und nicht nur Textbausteine aus dem SPD-Programm eingestellt. So ist das mit den staatsgläubigen Nichtskönnern, welche schön vom Steuerzahler abgesichert der Pension auf welcher Position auch immer entgegendämmern können: Scheiß auf den Bürger, das nützliche Stimmankreuzwahlbeimirichbindiegrößtesausemännchen.

  4. Manni sprach

    Zitat aus der FAZ:
    “Ich halte es für ausgeschlossen, daß Gerhard Schröder seinen persönlichen Machtanspruch durchsetzen kann”, sagte Grünen-Chef Bütikofer der F.A.S.”
    Hmmhmmmhmmmm….
    Herr Bartels,
    wie finden Sie denn den Herrn Gabriel?

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