Neuköllner aller Richtungen, wählt den Ditmar zumindest mit der Erststimme um ein Direktmandat von Immo-Pleite Ebi “Eberhard Diepgen” zu verhindern.
Meinen Freunden, die sich schon gefragt haben, wo ich bleibe, kann ich versichern, dass ich noch da bin. Tagsüber war ich im Zoo, da habe ich einige Bilder gemacht, werden hier bestimmt noch ins Internettagebuch einfließen. Ein “Dreckschwein” habe ich im Zoo allerdings vergeblich gesucht, gefunden habe ich dort lediglich einen Schmutzgeier. Und was macht ein richtiger Sozi Samstag Nacht sechs sieben Wochen vor der Wahl? Richtig: Wahlplakate für meinen Bundestagsabgeordneten Dr. Ditmar Staffelt aufhängen. Oder genauer gesagt zumindest mal habe ich dabei mitgeholfen und stundenlang eine große Leiter durch Neukölln Nord getragen. Das Aufhängen selber haben dann jüngere Genossen gemacht. Das Foto zeigt mich an der Kreuzung zur Fughafenstraße, beste Grüße auch an den Schockwellenreiter. Und, Christoph Seils, hier bestätige ich einfach mal Dein Vorurteil oder Deine Diffamierung, je nachdem von welcher Seite aus man Deinen Artikel sieht, dass Du im Reichstag beim Neumitgliedertreffen willige Plakatkleber für die SPD getroffen hast. Plakatkleber ist natürlich das falsche Wort: geklebt wird da nichts, eingetütet und aufgehängt werden die Plakate.
Und da nun in den Kommentaren zu meinem Beitrag über Brigitte Zypries und Gerhard Schröder bei Sabine Christiansen die Frage aufgetaucht ist, will ich auch gleich was zur Motivation sagen, warum ich Wahlplakate für den Ditmar Staffelt aufhängen gegangen bin, obwohl ich den Ditmar immer noch nicht persönlich kennengelernt habe. Zuerst einmal finde ich es richtig, meine Partei tatkräftig zu unterstützen. Und auch hat der Ditmar Staffelt anständige, sympatische und engagierte Mitarbeiter mit offenen Ohren für die Bürger wie den Matthias Albrecht oder die Manuela Pohl in seinen Büros hier vor Ort in Berlin Neukölln und im Bundestag sitzen.
Und natürlich ist ein ganz wichtiger Grund dafür, mich für den Ditmar Staffelt einzusetzen, dass der Gegenkandidat der CDU bekannt ist: Berlins Super-Pleite Ex-Regierender Eberhard Diepgen aus Zehlendorf, der meiner Ansicht nach eher mit zu seinen Kumpels von der CDU auf die Anklagebank in Moabit gehört als in den Bundestag. Bei Eberhard Diepgen, der traditionell die Springer Presse hinter sich weiß, gibt es keine Verbindung zu einer Sekte wie Scientology, dafür war der Eberhard Diepgen mal Mitglied in einer schlagenden Verbindung, genauer der Burschenschaft Saravia zu Berlin. Das macht ihn mir wahrlich nicht sympatischer. Das ist eigentlich ein guter Anlaß, das Thema Schlagende und Nichtschlagende Verbindungen mal hier in Mein Parteibuch kritisch zu beleuchten. Und obwohl der Eberhard Diepgen als Regierender Bürgermeister zumindest die politische Verantwortung für die Mega-Bankenpleite durch die Immobilienfonds trägt, macht der Pleite Ebi schon wieder in Immobilien. Er arbeitet nun für den Österreicher René Benko, der einen so dubiosen Immobilienfonds hat, dass anscheinend von dem selbst Landsleute in Innsbruck wegen fehlender Transparenz nicht einmal ein Einkaufszentrum wollen. Und genau für diesen René Benko und seine Immofina Holding, für den ist nun der Eberhard Diepgen in Berlin als Berater tätig. Dass er in dieser Funktion dem Österreicher René Benko dabei helfen soll, möglichst billig an Berliner Wohnungen ranzukommen, oder anders ausgedrückt, dafür sorgen soll, dass die Berliner Wohnungen möglichst billig verscherbelt werden, liegt wohl auf der Hand. Und nicht in Deutschland fragt man sich: woher hat der jungsche René Benko eigentlich seine Zig Millionen Eigengeld?
Interessanterweise werden Wahlkampfplakate nachts aufgehängt. Das ganze scheint an einer Vorschrift zu liegen, die das Kleben von Wahlplakaten genau 6 7 Wochen vor der Wahl erlaubt. Und weil in ganzen Tagen gerechnet wird, dürfen die Plakate ab Mitternacht geklebt werden. Dafür braucht eine Partei bei uns in Neukölln extra eine Sondernutzungserlaubnis vom Ordnungsamt, ich hätte nie gedacht, dass Parteien sowas brachen. Und weil genau bestimmt ist, dass Plakate nur an Masten gehängt werden dürfen, wo die Verkehrsteilnehmer nicht von Schildern abgelenkt werden, es nicht viele Masten an Hauptstraßen ohne Schilder gibt und an jedem Laternenpfahl nur die Plakate einer Partei hängen dürfen, werden die Laternenmasten mitten in der Nacht in Beschlag genommen und aufgehängt. Wenn das ganze nicht auch noch den praktischen Vorteil hätte, dass man nachts einfach schneller ist, würde ich fast sagen, die Sondernutzungserlaubnis “Aufstellen v. Stelltafeln A 0 u. Anbringung v. Mastenanhängern”, die jede Partei braucht, wenn sie plakatieren will, wäre ein Schildbürgerstreich.
Praktisch war das Plakate aufhängen einerseits eine Menge Arbeit, aber auch ein gute Gelegenheit, sich mit Genossen auszutauschen. Die Erfahrung, mal für seine Überzeugung etwas getan und Plakate für jemanden oder etwas, woran man glaubt, aufgehängt zu haben, schadet bestimmt niemandem. Das gibt nicht mal Schwielen an den Händen. Aber ich bin in die SPD eingetreten, um für meine Überzeugung zu kämpfen und mich selbst im Spiegel ertragen zu können. Und meine Überzeugung ist: wenn ich, Marcel Bartels, daran denke, dass der Eberhard Diepgen in Neukölln für den Bundestag kandidiert, krieg ich das Kotzen. Deshalb gehe ich gern freiwillig und ohne dass ich was dafür bekomme plakatieren.
Und ich hoffe, jeder, gleich welche Partei er mit der Zweitstimme wählen möchte, der genau wie ich das Kotzen bekommt, wenn er an den Eberhard Diepgen denkt, wählt den Ditmar Staffelt als den aussichtsreichsten Gegenkandidaten zumindest mit der Erststimme, damit nicht der Mega-Immobilien-Pleite Eberhard Diepgen hier in Neukölln ein Direktmandat abräumt, nur weil die Gegner von Eberhard Diepgen sich nicht einig sind. Natürlich empfehle ich, auch mit der Zweitstimme SPD zu wählen, aber die Diskussion darüber steht auf einem ganz anderen Blatt.
Also, Neuköllner, wählt am 18. September den Ditmar Staffelt zumindest mit der Erststimme, also der Stimme für den Direktkandidaten, um ein Direktmandat von Eberhard Diepgen zu verhindern.
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Ihrem “Kampf” gegen Diepgen kann ich begrüssen. Aber Staffelt ist im Prizip genau dasselbe in rot. Ein Exemplar der verfilzten West-Berliner Politikszene. Die Bankgesellschaft-Pleite fällt in die Zeit der grossen Koalition, an der Staffelt an vorderster Front beteiligt war. In den nächsten Wochen werden die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses veröffentlicht. Sicher wird dort die Rolle der Großen Koalition bei der Gründung der Bankgesellschaft und die mangelnde Kontrolle bei den verlustträchtigen Immobiliengeschäften thematisiert. Bislang hat die SPD es geschafft, sich ihrer Verantwortung für den Bankenskandal zu entziehen. Bis heute fehlt dazu eine eindeutige Erklärung.
So hat Staffelt vor 2 Jahren als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium nach Auffassung des Untersuchungsausschusses die Aufklärung der Bankenaffäre behindert. Staffelt, der früher Aufsichtsratsmitglied der Bankgesellschaft war, weigerte sich, Wirtschaftsprüfer der Bank von deren Verschwiegenheitspflicht zu entbinden. Bei der Vernehmung vor dem Ausschuss hatte er seine volle Unterstützung zugesichert. Aber wenn es dann ans Eingemachte geht…
Ach ja, kein Wunder, dass die Sozis nicht mit unserem Geld umgehen können: Weil das Zählen schon Schwierigkeiten bereitet.
Wahl ist am 18. September. Auf den mir zur Verfügung stehenden Kalendern ist dies in Genau 7 Wochen.
@tim
Gibt es zum Vorwurf der fehlenden Entbindung eines Wirtschaftsprüfers seitens Ditmar Staffelt irgendetwas, was diese Behauptung untermauern kann? Ich will damit weder sagen, dass sie stimmt, noch, dass sie nicht stimmt, und auch über mögliche Motive will ich nicht spekulieren. Und was den Aufsichtsratssitz bei der Bankgesellschaft Berlin angeht, hast Du da auch was? Ohne das jetzt irgendwie auf Richtigkeit geprüft zu haben oder was falsches sagen zu wollen, gab es den AR-Sitz fürden Ditmar meiner Erinnerung nach nur bei der LBB. Die Fäden zusammengelaufen sind wohl immer bei der CDU, aber die Frage, inwieweit die SPD in einer großen Koalition sich vom Koalitionspartner CDU hat übertölpeln lassen, finde auch ich berechtigt.
Was die 7 Wochen angeht, hast Du - wie jedermann im Kalnder überprüfen kann - natürlich recht. Ich habe das im Ursprungstext auch schon per Strike korrigiert. Da habe ich eine Aussage eines Genossen von gestern einfach nicht nachgeprüft.
Ein interessantes Interview mit der PDS-Abgeordneten Lötzsch zu dem Thema, obwohl ich die Ansichten der Linkspartei sonst nicht teile:
http://www.gesi...etail.php?v=451
Oder hier (ohne die Fakten zu prüfen):
http://www.tren...01/t157801.html
Die ganze Clique profitierte kräftig und kam bei den neuen Firmen unter; Staffelt im Aufsichtsrat der Landesbank Berlin, Kern im Aufsichtsrat der Berliner Bank und Niklas im Vorstand der neu strukturierten Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).
Staffelt wurde 1997 zum Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Betriebe, einem der wichtigsten Gremien des Parlaments. Zeitgleich wurde er zum Protagonisten in einer Reihe fragwürdiger Geschäfte.
So etwa beim Verkauf privater Firmen, in denen er arbeitete, an landeseigene Gesellschaften, für deren Wohl er als Abgeordneter verantwortlich war.
Staffelt war Geschäftsführer bei der Firma Boran-Bodenreinigungsanlage im Berliner Westhafen. Obwohl technische Mängel festgestellt worden waren, wurde die Boran-Anlage Mitte 1997 für etwa 12 Millionen Mark von den landeseigenen Firmen Berliner Wasserbetriebe (BWB) und Berliner Straßenreinigung (BSR) erworben. Nach nur vier Monaten wurde die Anlage geschlossen.
Ähnlich war der Fall bei einer Müllverbrennungsanlage. Auch dort hieß der Geschäftsführer Staffelt. Er handelte mit der BSR einen Kaufpreis von 79 Millionen Mark aus. Doch diesmal war die BSR etwas schlauer. Da auch diese Anlage nicht funktionierte, überwies die Landestochter nur den Schrottpreis von rund fünf Millionen Mark.
Nach fast zehn Jahren im Abgeordnetenhaus ging Staffelt 1998 in den Bundestag und ist Geschäftsführer bei der zum Veba-Konzern gehörenden Kommunalpartner GmbH.
Nachtrag: Ein Fakt ist nicht richtig: Staffelt war 19 Jahre (nicht fast 10 Jahre) Mitglied des Abgeordnetenhauses.
Er ist ein Produkt der West-Berliner Frontstadt-Politik. Ich weiss nicht, wie lange sie schon in Berlin wohnen. Aber ich habe von Ende der 70er Jahre bis Mitte der 90er Jahre in Berlin alle Skandale und Durchstechereien miterlebt. Es sind zum Wohle des freien Westens Unmengen von Subventionsgelder nach West-Berlin geflossen, und alle haben daran vedient. Rote wie Schwarze.
Ach ja: Hier die Original-Quelle des obigen Zitats:
http://www.plan..._tip_14_01.html
Ein Artikel im Stadtmagazin TIP, geschrieben von einem Kenner des Berliner-Filzes.
Die SPD ist offensichtlich auf den Schutz der Dunkelheit angewiesen um Plakate aufzuhängen.
Danke Marcel
@Tuotrams:
komm hör auf solche sachen hier zu verbreiten. die bei der spd sind doch alle nachtblind und kleben die dinger dann auf der falschen seite. und wenn sie wie du vermutest tagsüber kleben würden dann beämen sie ein problem mit den ganzen hartz4leuten die noch nicht einmal arbeit als plakatkleber finden.
Schon komisch, daß der Marcel wirklich glaubt, der Berliner Kindergarten (CDUSPDFDPGRÜNE) würde sich in Fehlverhalten irgendwas nehmen. Die sind alle, durch die Bank, die selben Provinzpolitiker geblieben, die sie immer waren. Ob der ehemalige Bürgermeister, ob der Gut-So-Bürgermeister und Staffelt und andere, die saßen alle immer in den gleichen Ausschüssen und Gremien und beratschlagten dort, wie sie die Steuergelder der Wessis verteilen konnten. Alles ein Soße, alles Provinz. Kein Wunder, daß kein Berliner Landesverband eine wirklich wichtige Rolle im Bund spielt. Womit und mit wem auch? : Mit Wowi, der lieber in Hamburg die Szene unsicher macht und nicht weiß, wann der Weltkrieg II endete? Ach du meine Güte!
[Editor: Der ohne Quellenangabe gepostete, urheberrechtlich geschützte Text von Peter Tiede und Mathew D.Rose wurde durch einen Link auf die Orginalquelle beim Tip und einen Link auf Infopartizan ersetzt , der auch eine Gegendarstaellung von Klaus Böger enthält]
Artikel im Tip Nr. 14/01 5.7. -18.7.2001
Gleicher Artikel bei Infopartisan inklusive Gegendarstellung von Klaus Böger
@Schmidt
Nun, als erstes verlasse ich mich da auf die Justiz. Und da steht gerade ein guter Teil der Führungsriege der CDU vor Gericht. Was Sie da von sich geben, ist nichts als eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger frei erfundenen Geschichten und Verleumdungen der Springer Presse.
@tuotrams + sam + jo@chim
Mehr Niveau und Verstand hatte ich von der Seite anonymer Diffamierer nicht erwartet. Und ihr scheint das ja auch zu wissen, was ihr da für einen Schwachsinn treibt, sonst würdet ihr nicht inzwischen anonyme Proxies nutzen.
@tim
Antwort kommt später
Klar, die Sozen sind die guten und Staffelt dito, wohingegen Landowsky eindeutig der Ar*** ist.
Wie dumm sind Sie, daß Sie sowas glauben?
So schnell wie Sie habe ich mein Hirn nicht abgegeben, als ich damals SPD-Genosse wurde. Ich behielt meinen Kopf und wusste später auch, wozu es gut war.
[Editor: Kraftausdruck durch * jugendfrei gemacht]
@marcel:
du bist nicht der einzige der mit solchen dingen umgeht. was man noch nicht kennt ist bei dir hier zu lernen.
sam zur zeit basel schweiz
@Tim:
Der harte Kern des Vorwurfes scheint dies hier (dem Taz Interview mit Gesine Lötsch entnommen) zu sein:
Immerhin wissen wir jetzt, wo der Vorwurf anzusiedeln ist: im Untersuchungsausschuß zur Bankenaffäre. Was fehlt, sind die Protokolle des Untersuchungsausschusses, die den Dirmar ja dann zweifelsohne entlasten werden. Ist da irgendwo irgendwie ranzukommen?
Der Landowski war in Seiner Partei gehaßt und gefürchtet . Mein Kollege war froh , und sagte mir , daß alle froh waren , als Landowski gegen 1997 oder war es 1999 aus Seinen Ämtern ausschied .
Landowski war die graue Eminenz in der Berliner CDU ! Immer aus dem Hintergrund agierte er . Nach aussen mit weisser Weste und brav aber nach innen mit Macht und Konstrukt .
@Theobald
Tja, oder war die wirkliche Figur, bei der alles zusammen lief, nicht eher sein Spezi Eberhard Diepgen? Der eine, der mit dem bösen Gesicht, der andere, der mit dem netten Gesciht. Wie nach außen zum Volk so nach innen zur Partei. Und sind sie nciht letztendlich vielleicht beide nur Burschenschaftler, die zusammen ihren Weg gehen?
@marcel
Belastung kann nicht nur juristisch angesiedelt sein. Auch moralisch. Staffelt steht für das alte verfilzte West-Berliner Politik-Establishment. Wowi ist ein Regierender von deren Gnaden, da er de einzige vorzeigbare unbelastete war. Staffelt hat sich bisher zum Bankenskandal nur spärlich geäussert. Wie stark diese West-Berliner Paten noch sind, sieht man daran, dass Staffelt recht zügig Staatssekretär wurde und Diepgen aus dem Stand einen sicheren Wahlkreis bekommt. Von dem Bankenskandal abgesehen gibt es wie die oberen Texte zeigen noch ein paar andere Flecken auf Staffelts Weste. Ich weiss nicht wie lange du schon in Berlin bist. Aber wer die 70er und 80er Jahre in West-Berlin miterlebt hat, weiss, wie sich die Parteien das gesamte öffentliche und Teile des privaten wirtschaftlichen Leben unter den Nagel gerissen haben (Nagel ist ein schönes Stichwort - der Ex-Bau-/Ex-Stadtentwicklungs-/Ex-Verkehrs-senator war auch einer der mit öffentlichen Geldern den grossen Zampano gespielt hat). Ohne Parteibuch kam man damals nicht weiter, da die Milliarden Bonner Subventionsgelder von der Verwaltung und den Politikern verteilt wurden. Überall in West-Berlin sind diese Investitionsruinen, an denen sich besonders die Bauwirtschaft mit Unterstützung der Politik gesundgestossen hat, zu sehen.
Selsbt die ZEIT (keine Springer Presse) schrieb 2001: “Die Verquickung von Geld, Immobiliengeschäften und Politik ist eine lange gepflegte Berliner Spezialität”.
Im besten Fall, wenn Staffelt da nicht mitgekungelt hätte (was angesichts der Faktenlage unwahrscheinlich ist), dann er er diesen Filz und die beteiligen Personen gedeckt und deckt sie weiter, genau wie Wowi, der kein Interesse an einer Aufklärung im Bankensakndal hat, weil er den belasteten Politikern zuviel zu verdanken hat.
Man kann jetzt sagen: Das gehört zur Politik. Aber ich habe erlebt das Politik auch anders geht. Und: Wer Diepgen kritisiert, darf nicht im selben Satz Staffelt als Heilsbringer loben.
Ich habe noch was gefunden:
http://www.awi-...t.html?UID=1693
Staffelt und der Verband der Spielautomatenindustrie. “Er dankte den Branchenverbänden in diesem Zusammenhang für die konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre.”
Der VDAI ist bekannt für seine guten Kontakte zur Politik und den ein oder anderen Spendeneuro. Übrigens hat der MdB für den ich tätig war immer Spenden von Gauselmann & Co dankend angelehnt, da er sich nicht die Hände schmutzig machen wollte.
Vom Vorsitzenden des VDAI, Gauselmann, wird vermutet, dass er Ende der 80er Jahre den aus dem Kölner Filz bekannten ehemaligen Fraktionsgeschäftsführer der Bundes-SPD, Karl Wienand (in Sachen Parteifilz ist nur Köln mit Berlin vergleichbar) für 102.600 Mark dafür entlohnte, dass Wienand Türöffner zum damaligen NRW-Innenminster Schnoor spielte, damit Gauselmann gegen einschneidenen Gesetzesverschärfungen für seine Branche intervenieren konnte.
Über Wienand braucht man kein weiteres Wort zu verlieren. 1975 wegen Steuerhinterziehung verurteilt, 1996 wegen Spionage verurteilt, Stimmenkäufer im Auftrag der Stasi beim Misstrauensvotum gegen Brandt, usw.
Sorry Marcel. Mit deinem flammenden Apell für die Wahl Staffelts engagierst du dich für die, sie es am wenigsten nötig haben.
Noch ein letztes für heute: “Sondernutzungserlaubnis - Gebührenfrei”. Kein Wunder, dass Berlin zu nichts kommt. Jeder gute Beamte lernt: Jeder Verwaltungsakt bedarf einer Verwaltungsgebühr. Enweder lässt man das mit der Genehmigung bei Wahlkämpfen (wie es viele Kommunen machen) und legt nur die Zeit und bestimmte dos and don’ts fest, oder man lässt es genehmigen und verlang eine Gebühr für den Bescheid. Die von der Parteipolitk durchdrungene Berliner Verwaltung lässt schön grüssen…
wer wirklich etwas politisches für berlin und die berliner tun will, fordert:
erstens: dass berlin so lange von einem sequester (von der bundesregierung eingesetzter zwangsverwalter) verwaltet wird, bis ein ausgeglichener haushalt erreicht ist - ja, ich weiss, das kann lange dauern, deshalb auch diese meine forderung.
zweitens: dass sämtliche berliner inhaber eines bestehenden oder früheren mandats die aktive und vor allem die passive wahlfähigkeit aberkannt wird. das ist hart, zugegeben. es gibt aber auch so etwas wie eine politische notwehr, wenn es darum geht mafiose und kriminelle vereinigungen zu bekämpfen.
drittens: dass das vermögen sämtlicher berliner parteien und nahestehender gliederungen beschlagnahmt wird, und zur ablösung der verbindlichkeiten des landes berlin eingesetzt wird. die bestehenden verbindlichkeiten dieser parteien sind von den mitgliedern zu tragen, diese haften unbeschränkt mit ihrem vermögen. werden einige aufheulen. wenigstens ist dann für den genossen wowereit schluss mit schampus, für die ganze andere kriminelle bagage gleich mit.
@ tim
so langsam wird mir klar, warum genosse bartels dem kandidaten staffelt den sam macht:
wohltun trägt zinsen.
Noch ein Staffelt-Ding:
Auch der ehrenwerte Abgeordnetenhaus-Präsident Mompi kommt drin vor:
http://www.welt.../12/717558.html
Nicht umsonst gründete Mompi nach seinem Abgang eine “Momper-Projektentwicklungs-GmbH”.
@tim:
Das war aber jetzt eben kein Link zu den Protokollen des Untersuchungsausschusses. Frühstücken gehen, oder kungeln, wie es genannt wird, je nachdem welches Buch man hat, ist ja an sich noch nichts schlechtes oder verbotenes, oder? Und natürlich macht der Ditmar Staffelt schon recht lange Politik, da kann er nicht wie der Wowereit eine Gnade des späten Eintritts in die Landespolitik für sich in Anspruch nehmen. Im Gegenteil, der Ditmar steckte mittendrin in der Berliner Politik. Jetztz heißt es bloß genau hinzuschauen, wie er da gewirkt hat. Und da ist die Zeit auch nicht viel hilfreicher als die Springer Presse. Mit beiden habe ich hier im Parteibuch übrigens meine belustigenden Erfahrungen schon gemacht. Und das Zitat
hier hat doch wohl eher Bildzeitungsniveau, oder?
Schief gelaufen ist schon öfter mal was in der Berliner Politik, aber bei der Mega-Bankenpleite geht es um eine ganz andere neue Größenordnung. Da sind Milliarden in den Sand gesetzt worden, und des Eberhard Diepgen guter Kumpel Klaus Landowsky hat anscheinend die Fäden gezogen. Milliarden, die an unseren Schulen dringend gebraucht würden. Dass da aus dem Sumpf jemand mit gänzlich weißem Hemd hervorkommen würdem kann kaum einer erwarten. Aber sicherlich bin ich auch gewillt, bei jemandem, der im Aufsichtsrat einer Bank gesessen hat, sehr genau hinzuschauen.
Mit Walter Momper hat der Ditmar Staffelt wohl nicht mehr wirklich viel zu tun.
Vielleicht bin ich als Neuköllner so naiv, wie ich aussehe, gar nicht. Aber den Immobilienfonds-Berater Eberhard Diepgen jetzt in den Bundestag zu wählen, hieße ja nun wirklich den Bock zum Gärtner zu machen.
Die Sondernutzungserlaubnis finde ich als Laie so erstaunlich, dass ich sie hier publiziert habe.
@goldstein:
Thilo Sarrazin arbeitet ja nun, was ihm negativ vorgeworfen wird, auch schon ähnlich geldorientiert wie ein Sequester.
[…] Theobald Röller zu “Marcel vom Parte …“: […]
[…] Den Tigger von Monnem haben sie anscheinend schon wieder rausgelassen. Der Tigger sprach mit dem Parteikärtchen über die Gott und die Welt, immer stets mit beinahe fester Stimme, was die Komik noch steigerte. Und ganz sicher war sich der Tigger, dass er auch zu der späten Stunde nicht betrunken war. Was der Tigger wollte war hingegen nicht so recht zu verstehen, da waren nur Ausschnitte zu verstehen, weil wir hier in Berlin-Neukölln ja abends unter der Bettdecke mit anderen Dingen beschäftigt sind als mit dem Tigger von Monnem. Verstanden habe ich, dass der Tigger die Wormser Zeitung liest, wo von einem “Intigraten Trio, das jeder kennt” die Rede ist. Und auch liest der Schoggo-TV Tigger fleißig Mein Parteibuch. Da redete der Tigger von Martina Kausch, die sich zu mir und Mein Parteibuch ja auch schon geäußert hat, und die er gut kenne. Oops, der Beitrag Selbstreinigungskraft der Blogosphäre von Martina Kausch, die, wenn man dem Tigger glauben kann, auch der CDU nahesteht, hat sich wohl selbst bereinigt, aber immerhin gibt es da noch Kommentare zu. Von Tiggers Mannheimer CDU-Parteifreunden Rolf Schmidt und Dr. Sven-Joachim Otto redete der Tigger. Von Bernd Schmidbauer war jedoch, glaube ich - der Tigger war ja schwer zu verstehen, weil wir hier in Berlin Neukölln zu abendlicher Stunde mit erquickenderen Dingen beschäftigt sind, nicht die Rede. […]
[…] Für heute um 12 Uhr hatte sich Franz Müntefering auf dem Hermannplatz angesagt. Und der Dr. Ditmar Staffelt, unser Bundestagsabgeordneter und Kandidat gegen den Megapleite-Meister Eberhard Diepgen hier in Neukölln, war auch da. Super Sache, da habe ich heute endlich den Ditmar persönlich kennengelernt. […]