Heute beginnt, wie der Spiegel berichtet, in Moabit der zentrale Prozeß um den wohl teuersten Managementfehler einer Bank in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Zumindest in der Hinsicht am teuersten, als dass das Land Berlin da schon mit 1,75 Mrd Euro (1750000000 Euro) einspringen mußte. und eine Bürgschaft in sogar 10-stelliger Höhe mußte das Land Berlin noch leisten, damit die Bank aufgrund der “Management-Fehler” nicht geschlossen wurde und dadurch viele Arbeitsplätze im Land Berlin verloren gingen. Neben Klaus-Rüdiger Landowsky sind noch eine Reihe weiterer Personen aus dem Whoiswho der Bankenszene vom Berlin der 90er Jahre angeklagt. Dass die Manager dabei Finanzmittel versiebt haben, die für die Finanzierung von Tausenden von Lehrerstellen auf Lebenszeit gereicht hätten, habe ich meinem Parteibuch bereits vorgerechnet.
Zur Verwicklung von Klaus-Rüdiger Landowsky in den Bankenskandal schreibt die Wikipedia: “Bei seiner Verwicklungen im Berliner Bankenskandal 1997 ging es um die Aufstockung der Aubis-Kredite im Jahr 1997 um 222 Millionen Mark. Insgesamt hatte die Berlin Hyp der Aubis-Gruppe 351 Millionen Euro geliehen, mit denen ab 1995 rund 16.000 ostdeutsche Plattenbauten saniert werden sollten.”
Bemerkenswert an dem Berliner Bankenskandal finde ich, dass die Aubis-Leute auch das Parteibuch der CDU hatten. Überhaupt stellt sich die Frage, welche Rolle das CDU-Parteibuch spielte. Aber dafür sind ja Journalisten und Blogger da, um die Rolle der Parteimitgliedschaft in einem Skandal näher zu beleuchten. Und ich bin mir ganz sicher, der Prozeß um den Bankenskandal wird ein Top-Thema im Berliner Wahlkampf.
Zur Verbindung von Landowsky zu seinem dicken CDU - Kumpel Eberhard Diepgen weiß die Wikipedia:
“Nach dem Abitur 1962 studierte er Jura an der FU-Berlin, wo er den späteren Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen kennenlernte, mit dem ihm seitdem eine enge persönliche und politische Weggemeinschaft verbindet. […] 1971 zog er [Klaus-Rüdiger Landowsky] gemeinsam mit Eberhard Diepgen ins Berliner Abgeordnetenhaus ein, deren gemeinsame politische Laufbahn fortan eng beieinander lief.”
Ich meine, schöner kann man das bald nicht beschreiben, dass die Karriere von Klaus-Rüdiger Landowsky sicher nur möglich war, durch den engagierten parteilichen Beistand seines Freundes in der CDU, des zweifachen ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen. Eberhard Diepgen war jedoch Regierender Bürgermeister und als solcher nicht direkt an den Geschäften der Bank beteiligt. Deshalb sitzt CDU Mann Eberhard Diepgen nicht auf der Anklagebank, aber deshalb wurde er als regierender Bürgermeister von Klaus Wowereit von der SPD abgelöst und es darf bereits spekuliert werden, ob Eberhard Diepgen als Zeuge im Prozeß vorgeladen werden wird. Sicher ist auch nicht auszuschließen, dass sich der Jurist Eberhard Diepgen selbst auch noch strafrechtlich zu verantworten hätte, falls im Prozeß neue Erkenntnisse auftauchen würden, die eine strafrechtlich relevante Mitwirkung von Eberhard Diepgen an der Bankenpleite erkennen ließen.
Interessant ist, was der umtriebige Eberhard Diepgen, dem immer beste Kontakte zur Springer-Presse nachgesagt wurden, heute macht. Eberhard Diepgen von der CDU berät einen Immobilienfonds, macht also schon wieder mit Immobilien in großem Stil rum und, ich wollte es erst nicht glauben, er kandidiert für die CDU in meinem Bezirk Berlin Neukölln für den Bundestag. Gehässig wäre nun sicherlich, Eberhard Diepgen zu fragen, ob er auf die Immunität eines Bundestagsabgeordneten besonderen Wert legt.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] Und natürlich ist ein ganz wichtiger Grund dafür, mich für den Ditmar Staffelt einzusetzen, dass der Gegenkandidat der CDU bekannt ist: Berlins Super-Pleite Ex-Regierender Eberhard Diepgen aus Zehlendorf, der meiner Ansicht nach eher mit zu seinen Kumpels von der CDU auf die Anklagebank in Moabit gehört als in den Bundestag. Bei Eberhard Diepgen, der traditionell die Springer Presse hinter sich weiß, gibt es keine Verbindung zu einer Sekte wie Scientology, dafür war der Eberhard Diepgen mal Mitglied in einer schlagenden Verbindung, genauer der Burschenschaft Saravia zu Berlin. Das macht ihn mir wahrlich nicht sympatischer. Das ist eigentlich ein guter Anlaß, das Thema Schlagende und Nichtschlagende Verbindungen mal hier in Mein Parteibuch kritisch zu beleuchten. Und obwohl der Eberhard Diepgen als Regierender Bürgermeister zumindest die politische Verantwortung für die Mega-Bankenpleite durch die Immobilienfonds trägt, macht der Pleite Ebi schon wieder in Immobilien. Er arbeitet nun für den Österreicher René Benko, der einen so dubiosen Immobilienfonds hat, dass anscheinend von dem selbst Landsleute in Innsbruck wegen fehlender Transparenz nicht einmal ein Einkaufszentrum wollen. Und genau für diesen René Benko und seine Immofina Holding, für den ist nun der Eberhard Diepgen in Berlin als Berater tätig. Dass er in dieser Funktion dem Österreicher René Benko dabei helfen soll, möglichst billig an Berliner Wohnungen ranzukommen, oder anders ausgedrückt, dafür sorgen soll, dass die Berliner Wohnungen möglichst billig verscherbelt werden, liegt wohl auf der Hand. Und nicht in Deutschland fragt man sich: woher hat der jungsche René Benko eigentlich seine Zig Millionen Eigengeld? […]
[…] Die politisch interessierte Blogosphäre berichtet und spottet bereits intensiv über die leeren Versprechen der CDU. Vielleicht finden sich ja hier ein paar Kommentare zu den leeren Versprechen von Angela Merkel und der CDU ein. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] In Berlin läuft Klaus-Rüdiger Landowsky beispielsweise frei rum, nicht zuletzt deshalb, weil die Staatsanwaltschaft mit der Aufarbeitung des Bankenskandals in jeder Hinsicht überfordert zu sein scheint und die Politik nicht dafür Sorge trägt, dass die Staatsanwaltschaft in die Lage versetzt wird, die 20 Mrd Euro schwere Pleite angemessen strafrechtlich aufzuarbeiten. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Der CDU in Berlin geht es anscheinend richtig dreckig. Dabei hat die CDU, obwohl sie das Land Berlin in den Jahren der Regierung unter Eberhard Diepgen nachhaltig ruiniert hat, bei der Bundestagswahl 2005 mit gut 25% doch immerhin einen Achtungserfolg erzielt. Trotzdem fand sich in der CDU Berlin kein Politiker, der sich als Spitzenkandidat für Einfahren der zu erwartenden Klatsche zur Verfügung stellen wollte. Die eigentliche Spitze der Berliner CDU ist aufgrund von dringenden Verpflichtungen in Berlin Moabit leider verhindert, und die zweite Garnitur bleibt ohnehin lieber schamvoll in der Deckung. […]
[…] Schwer zu verstehen ist, was Friedbert Pflüger hier nach Neukölln verschlagen hat. Nachdem sich im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 bereits mit Eberhard Diepgen in Neukölln bereits ein Vertrauter des Strippenziehers Klaus-Rüdiger Landowsky eine Schlappe abgeholt hat, kommt jetzt also mit dem erklärten Berlin-Gegner Friedbert Pflüger der nächste Import nach Neukölln. Auch wenn die Fäden der üblichen Strippenzieher zu Friedbert Pflüger noch nicht zu erkennen sind, werde ich das Gefühl nicht los, hinter Friedbert Pflüger sähe ich Fäden im Schatten von Klaus-Rüdiger Landowsky, der sich gerade mit vielen Parteifreunden von der CDU in Moabit vor Gericht verantworten muß, weil ihm zur Last gelegt wird, dass er ein paar Hundert Millionen Euro an Parteigenossen verschoben hat. […]
Die Strafverfolgung stößt hier in Berlin ja auf absurde Widerstände:
Da hat doch ein aufmerksamer Staatsanwalt bemerkt, dass der wegen Betrugs angeklagte Ex-Aubis-Manager Christian Neuling, dessen Verfahren wegen Verhandlungsunfähigkeit ausgesetzt wurde, am Berlin-Marathon teilgenommen hat.
Und gerade habe ich im Radio gehört, dass Herrn Neulings gesundheitliche Probleme nicht körperlicher Natur seien und der Anwalt von Herrn Neuling habe mitgeteilt, dass die Teilnahme am Marathonlauf eine Therapiemaßnahme sei.
Ein Lob dem aufmerksamen Staatsanwalt. Ich hoffe, dass demnächst gerichtlich überprüft wird, ob für Herrn Neuling nicht eine gerichtlich verordnete Langzeittherapie besser geeignet wäre.
Ein Gericht sollte die Schuldfrage entscheiden und es würde mich sehr freuen, wenn wenigstens einige der Mitglieder des Diepgen-Landowsky-Netzwerkes, “Bande” darf man ja wohl vor einer Verurteilung nicht sagen, zur Verantwortung gezogen würden.
Ich hoffe, dass die Berliner nicht vergessen und alles tun, um diese Leute, die jedem von uns einige Tausend Euro aus der Tasche gezogen haben, nicht ungeschoren davonkommen zu lassen.
So - Landowsky wurde also verurteilt. Das Ding ist gegessen. Wenden wir uns doch jetzt Herrn Peter Strieder, Frau Fugmann-Heesing und Herrn Böger zu.
Warum?
Weil die alle Aufsichtsratrspöstchen bei Banken hatten.
Wie - die waren mitverantwortlich?
Ja.
Das kann nicht sein - die sind doch Sozialdemokraten.
Tja - leider können auch Leute aus der “richtigen” Partei das Falsche tun. Fasse DIch Genosse - das ist kein Grund in Tränen auszubrechen. Wie man sieht gibt es ja noch Hoffnung für abgetakelte Politiker, z.Bsp. bei Gazprom von Herrn “lupenreiner Demokrat” Putin.
Oder vielleicht werden ja Gewerkschaftssekretärsposten bei VW frei?
Naja solange, bis der rauch sich gelegt hat bleiben wir lieber mal ganz ruhig im gut gewärmten Glashaus sitzen.
Freundschaft - allzeit bereit
Gabriel
[…] Klaus-Rüdiger Landowsky, seinen Strafprozess im Bankenskandal erwarten durfte, hatte Eberhard Diepgen einen PR-Berater sicher dringend nötig. Und dass Frank Henkel nun einen Spruch vom Stapel […]
[…] Klaus-Rüdiger Landowsky, seinen Strafprozess im Bankenskandal erwarten durfte, hatte Eberhard Diepgen einen PR-Berater sicher dringend nötig. Und dass Frank Henkel nun einen Spruch vom Stapel […]
[…] Klaus-Rüdiger Landowsky, seinen Strafprozess im Bankenskandal erwarten durfte, hatte Eberhard Diepgen einen PR-Berater sicher dringend nötig. Und dass Frank Henkel nun einen Spruch vom Stapel gelassen […]