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29. Juli 2005

Die Süddeutsche über Angela Merkel und die Außenpolitik

von @ 15:40. abgelegt unter Presseschau

BuschzäpfchenNachdem nun die stinkenden Fische abgearbeitet sind, die auf meinem Schreibtisch lagen, komme ich nun endlich mal wieder dazu, mich etwas in der munteren Blogosphäre um mich herum umzusehen. Kajo Wasserhövel, den ich natürlich auch schnell in die Blogroll von Mein Parteibuch aufgenommen habe, weist heute auf einen Artikel in der SZ hin, der die Außenpolitik von Angela Merkel besonders auch in Bezug auf den Irak und den Besuch von Wolfgang Schäuble in Washington näher beleuchtet. Insbesondere ihr vehementes Befürworten des Drohens mit Krieg, an das sie heute nicht mehr so genau erinnert werden will, kritisiert der SZ Artikel von Nico Fried zurecht. Mir kommt bei Dosenpfandministerin Angela Merkel und ihrer Beziehung zu US Präsident George Bush allerdings unvermeidlich immer wieder das Wort Praktikantentum als Assoziation in den Sinn.

8 Kommentare zum Beitrag “Die Süddeutsche über Angela Merkel und die Außenpolitik”

  1. Mike S. sprach

    Im Arsch von Bush scheint mir eher Schröder zu stecken. Merkel ist schließlich gegen einen EU-Beitritt der Türkei, da kann GWB betteln wie er will.

  2. Mein Parteibuch sprach

    @MIke
    Da sitzt Du ganz sicher einer Fehlinformation auf. Gerhard Schröder unterstützt Verhandlungen eines EU-Beitrittes der Türkei nicht, weil George W Bush das so will, sondern aus deutschem und europäischem Interesse heraus.

    Deine Idee finde ich aber insofern interessant, als dass der Gerhard damit Druck bei den USA wegen des Sicherheitsratssitzes machen könnte. Den EU-Beitritt der Türkei benutzt der Gerhard Schröder aber meines Wissens nicht als Druckmittel gegen die USA. Und recht hat er, das wäre gegenüber Zig-Millionen Türken, die große Hoffnungen auf Deutschland und Gerhard Schröder setzen nicht richtig.

    Wie wir sehen, verknüpft Deutschland also die Verhandlungen über den EU-Beitritt der Türkei gerade nicht mit der Politik gegenüber der USA, deine Theorie ist also nicht haltbar.

    Was aber hat der Mann, der so Bücher wie den Bildband mit den hundert häßlichen Männern von Karlheinz Schreiber liest, also Wolfgang Schäuble wohl im weißen Haus unter der Klausel der Verschwiegenheit besprochen? Hat er da überhaupt etwasunter der Bedingung der Verschwiegenheit besprochen? Oder sollte das einfach nur zeigen: Seht her, mit der Anschie an der Spitze darf das Schoßhündchen Deutschland wieder beim George W Bush auf dem Schoß sitzen.

  3. Mike S. sprach

    “Da sitzt Du ganz sicher einer Fehlinformation auf. Gerhard Schröder unterstützt Verhandlungen eines EU-Beitrittes der Türkei nicht, weil George W Bush das so will,”

    Aber er unterstützt es, so wie GWB. Das heißt also, daß aus einer Übereinstimmung in einer bestimmten Sachfrage nicht geschlussfolgert werden kann, daß der eine auf Befehl des anderen so denkt? Vielleicht war das bei Merkel und GWB ja auch so. Daß Merkel nicht prinzipiell GWBs Positionen übernimmt zeigt ja eben das Türkei-Beispiel.

    Wegen der Türkeifrage Schröder in GWBs Arsch zu sehen ist folglich genauso gerechtfertigt wie wegen der Irakfrage Merkel dort zu sehen.

    “das wäre gegenüber Zig-Millionen Türken, die große Hoffnungen auf Deutschland und Gerhard Schröder setzen nicht richtig.”

    LOL! Schröder-Deutschland kriegt zwar nichtmal seine eigenen Probleme in den Griff, aber Millionen Türken setzen ihre Hoffnungen… LOL!

    Die Türkei soll in die EU, erkennt aber nichtmal alle EU-Länder als souveräne Staaten an (Stichwort: Zypern). Dem normaldenkenden Menschen scheint das absurd? Macht nichts, die rot-grünen Chaospolitiker stört das nicht.

    “Was aber hat der Mann, der so Bücher wie den Bildband mit den hundert häßlichen Männern von Karlheinz Schreiber liest, also Wolfgang Schäuble wohl im weißen Haus unter der Klausel der Verschwiegenheit besprochen? Hat er da überhaupt etwasunter der Bedingung der Verschwiegenheit besprochen?”

    Keine Ahnung. Verschwörungstheorien sind nicht mein Spezialgebiet.

    Das “negativ campaining” der SPD ist jedenfalls ziemlich ekelig. Aber es gibt wohl weder positives aus den letzten 7 Jahren noch Pläne für die nächsten 4, mit denen man überzeugen könnte…

    “Oder sollte das einfach nur zeigen: Seht her, mit der Anschie an der Spitze darf das Schoßhündchen Deutschland wieder beim George W Bush auf dem Schoß sitzen.”

    Ach, das mächtige Schröder-Deutschland… momentan sitzt es auf Chiracs Schoß.

    Was hat Deutschland mit seinem “Sonderweg” eigentlich erreicht? Der Irakkrieg ist trotzdem ausgebrochen, den Sicherheitsratssitz wird Schröder auch nicht erreichen,… Alles sinnlose Kraftmeierei, die vom innenpolitischen Versagen ablenken soll.

  4. Alrik sprach

    was genau kritisiert der Artikel in der SZ ?

    Die Kritik in der SZ richtet sich meine Meinung nach vor allem an Merkels mangelnden Populismus während des Irakkrieges. Das kann man, muß man aber nicht schlecht finden.

    Das Merkel der UNO das recht zugesteht, militärisch zu drohen und diese Drohungen auch umzusetzen ?
    Das sie eine Beteiligung der BRD an so einem Einsatz nicht vorweg ausschließen kann, weil die UNO davon lebt das sich die Mitgliedsstaaten beteiligen ?

    Die Regierung Schröder hat das selbe mit den Yugoslaven 1999 gemacht, als die NATO sie mit Kriegsdrohungen in Rambouilet an den Verhandlungstisch zwang. Die NATO, in der Yugoslavien kein Mitglied ist !

  5. Mein Parteibuch » Blog Archive » Angela Merkel bei Merkel-TV sprach

    […] Endlich werden die öffentlichen Auftritte von ehemalige Sekretärin der FDJ für Agitation und Propaganda und Dosenpfandministerin a.D. Angela Merkel mit einem Watchblog beobachtet: Merkel-TV. Der Besuch des Buschzäpfchens von Angela Merkel bei Berlin Mitte (Videomitschnitt der Sendung hier online) wird da recht ausführlich diskutiert. Nach den Erfahrungen, die ich vorgestern mit dem CDU-Generalsekretär Volker Kauder in Spandau gemacht habe, kann ich nur empfehlen, auch bei den restlichen Mitgliedern der Führungsriege der Union genau hinzuhören und hinzusehen. […]

  6. Mein Parteibuch » Blog Archive » Netto Brutto Merkel - mehr Wirtschaftskompetenz für das Kompetenzteam gibt es in der CDU nicht sprach

    […] In dieser Situation sucht Angela Merkel dringend nach einem fachlich kompetenten Menschen, der sich dafür hergibt, den wirtschaftlichen Schwachsinn, der in ihrem Wahlprogramm steht, öffentlich als Mitglied für Wirtschaft in ihrem Kompetenzteam möglichst glaubhaft zu vertreten. Wundert sich irgendjemand, dass es da reihenweise Absagen wie zuletzt von Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer, Friedrich Merz wohl auch oder Edmund Stoiber hagelt? Angela Merkel persönlich hat ihre wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Kompetenz bereits dadurch angedeutet, dass weder irgendjemand aus ihrem Umfeld noch Angela Merkel selbst so recht Netto und Brutto und sinkende von steigenden Löhnen zu unterscheiden wußte. Nun, den Lapsus könnte sie ja schnell wieder wettmachen, in dem sie wirtschaftspolitisch neben Gerhard Schröder im TV-Duell besonders glänzt. Aber Pustekuchen, vor dem Fernsehen hat Angela Merkel Angst, denn da käme ja noch deutlicher zum Vorschein, dass sie keine Ahnung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik hat. Stattdessen setzt Angela Merkel auf die in der Außenpolitik bald schon legendäre Vermerkel-Taktik, Praktikantentum in Washington zu pflegen und zu Hause Nebelkerzen zu zünden, wo es an Kompetenz oder Rückgrat fehlt. […]

  7. Mein Parteibuch » Blog Archive » Angela Merkel gegen Ost-West-Angleichung beim ALG II sprach

    […] Da kann ich die Angela Merkel gut verstehen, solche kaum mehr als symbolische Politik der Gleichbehandlung in Ost und West, denn um viel mehr geht es bei der Erhöhung von 331 auf 345 Euro ohnehin nicht, käme bei Edmund Stoiber und Volker Kauder schließlich gar nicht gut an. Und die sagen der Angela Merkel schließlich, wo es lang geht. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement von der SPD will hingegen nicht pauschal die ALGII-Leistungen zwischen West und Ost diferenzieren, sondern, wenn überhaupt, nach den tatsächlichen Lebenshaltungskosten einzelner Regionen differenzieren. [Trackback URI]    [Permalink] […]

  8. Mein Parteibuch » Blog Archive » Wahlprognose zur Bundestagswahl 2005 vom Politbarometer: SPD legt weiter zu - in der Stimmung binnen einer Woche um 4% sprach

    […] Womit wir auch schon beim dritten Trend sind: die Medien mischen sich immer unverblümter parteiisch in den Wahlkampf ein.Ein besonders dreistes Stück Einmischung zugunsten von Angela Merkel, deren Außenpolitik von eher zweifelhaftem Ruhm ist, lieferte dabei der Spiegel, der Jürgen Trittin das Mitgefühl gegenüber den Flutopfern in den USA wider besseres Wissen böswillig absprach. Den Gesinnungs-Journalismus untermauerte der Spiegel dadurch, dass er dem wegen Korruption vorbestraften Otto Graf von Lambsdorff dann auch noch die Plattform bot, um den Rücktritt von Umweltminister Jürgen Trittin zu fordern. Jürgen Trittin kann sich derweil nur noch in der Frankfurter Rundschau gegen die bewußte und zu Wahlkampfzwecken betriebene Verleumdung durch den Spiegel wehren. [Trackback URI]    [Permalink] […]

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