Esse est percipi - bedeutet für den netizen - Esse est google.
Wie die hinter dem Link steckende Studie zur Internet- und Suchmaschinennutzung in Deutschland verrät, bedeutet Internetnutzung für viele Nutzer einen Begriff in Google einzugeben und dann einige Seiten von der Trefferliste der Top 10 dort anzuschauen. Findet jamand auf der Seite nicht, was er sucht, wird das Fenster geschlossen und der nächste Treffer auf der Ergebnisliste der Suchanfrage angeschaut. Google hält in Deutschland unter den Suchmaschinen einen Marktanteil von über 95%. Für Webseiten bedeutet das, wer nicht in Google ist, ist im Netz gar nicht.
Die SPD weiß das übrigens auch und hat seit gestern Keyword-Werbung für das Wahlmanifest “Vertrauen in Deutschland” auf die Suchbegriffe Schröder, Gerhard Schröder und Vertrauen in Deutschland geschaltet. Vielleicht engagiert die SPD ja auch bald jemanden, der sich mit SEO auskennt? Das Content-Management-System der SPD-Webseite macht die Suchmaschinenoptimierung nicht gerade zu einem Kinderspiel.
Dazu noch eine Anmerkung in eigener Sache: meine Seite Mein Parteibuch ist zwar [Subjektiv, persönlich, parteiisch], jedoch nicht privat im Sinne von ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben. Mein Parteibuch möchte gut in Suchmaschinen gefunden werden. Ich investiere meine Zeit - auf mein eigenes Risiko - soll es mir da nicht vergönnt sein, auch etwas von den Früchten zu bekommen, wenn es klappt? Ich verstecke auch nicht, dass ich neben der parteipolitischen Absicht auch eine kommerzielle Absicht verfolge. Die Werbung war von Anfang an drin und wurde nicht erst geschaltet, nachdem die Seite so bekannt geworden ist, wie sie es jetzt schon ist. Im Gegenteil, ich betrachte die Einnahmen aus der Werbung auch als Zuspruch für meine Arbeit. Ist doch nett, wenn jemand der Wertschätzung meiner Arbeit einfach nur durch einen Click Ausdruck verleihen kann. Und ich mache das für die SPD und nicht für eine andere Partei, weil ich die Politik richtig finde, die die SPD macht.
Ich verlange und bekomme auch kein Geld oder sonstige Unterstützung von meiner Partei. Was kann es schöneres geben, als ein Unterstützer, der den Anspruch hat, sich komplett selbst zu finanzieren. Für den Link hier oben links bekomme ich natürlich kein Geld von der SPD. Daily Kos habe ich in meinem Blog als ein Vorbild angegeben. Ich hätte auch gern viele Besucher, auch wenn ich weiß, das solche Zahlen erst mal utopisch sind.
Bisher ist das mit dem Geld verdienen bei mir allerdings mehr Wunschtraum als Realität und wieviel oder besser wie wenig so zu erwarten ist, habe ich auch bereits erläutert.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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solang alles ordentlich versteuert wird und die verwendung des geldes dem sozialdemokratischen anspruch gerecht wird, habe ich damit kein prob. *g*
Ich hab da gleich mal was angeklickt…
Ist doch schon mal ein Fortschritt, dass die SPD-Werbung auf dieser Site veröffentlicht wird und nicht nur im Zusammenhang mit dem SPD-Content hier auf die Seite “Sie haben Schulden - Billige Kredite - Alles ohne Schufa Auskunft” veröffentlicht wird. Dies könnte auf Dauer den Eindruck erwecken, Sozis könnten nicht mit Geld umgehene und deswegen wird hier so eine Werbung geschaltet…
Also, bei diesem Artikel hier sehe ich ganz viel Werbung zu Suchmaschinenoptimierung. Nur bei den Artikeln, wo irgendwo der Bezug auf den Staat kommt, denkt Google immer gleich an Kredite. Aber ich vermute, das wird sich mit dem einsetzenden Wahlkampf nun recht bald ändern. Hoffentlich steigen dann auch die Click-Preise schnell an.
[…] Zu der aus meiner Sicht viel spannenderen Frage, wie im Internet Politik gemacht wird, sagt die TU Ilmenau allerdings nichts. So spannende Dinge der Internet Kommunikation wie die anonymen Postings von dem Mannheimer Bürgermeister alias Froschkönig Rolf Schmidt, SEO Marketing oder das gezielte Operieren mit verdeckten destruktiven Strategien in Internet Foren, Gästebüchern und Weblogs im Auftrage einer politischen Gruppe zur preiswerten Beeinflussung der öffentlichen Meinung, werden da also nicht näher beleuchtet. Die Erkenntnis, dass das Internet in der politischen Kommunikation mit der Zeit immer wichtiger wird, halte ich wahrlich nicht für weltbewegend. [Trackback URI] [Permalink] […]