Unser Außenminister Joseph oder kurz Joschka Fischer von der Partei der Blumenfresser hat dem Tagesspiegel ein bemerkenswertes Interview gegeben. Spannender denn je ist die Frage, wer denn mit wem koalieren möchte. Während Angela Merkel eine große Koalition ausschließt, schließt Joschka Fischer eine Zusammenarbeit mit der PDS / Linkspartei /WASG oder wie auch immer die sich nun nennen aus.
Bemerkenswert ist das Interview mit Außenminister Joseph Fischer schon allein wegen seiner sprachlichen Ausdrucksweise:
Ich wäre doch ein an den Südpol verirrtes Kamel, wenn ich verkünden würde, ich möchte Oppositionsführer werden, wenn ich in Wirklichkeit gewinnen will.
Auf die Frage, “ob die Grünen in Versuchung gerieten, wenn sich Schwarz-Gelb nach der Wahl nur durch eine Zusammenarbeit der jetzigen Koalition mit dem Linksbündnis verhindern lässt”, antwortete Fischer hingegen mit:
Das ist ausgeschlossen. Was wir bei Oskar Lafontaine gegenwärtig erleben, hat mit links nichts mehr zu tun. Das steht nicht in der Tradition von Karl Marx, sondern in der von Pim Fortuyn, Jürgen Möllemann und Jörg Haider. Es geht ihm in politischer Strategie und Sprache darum, ausländerfeindliche Stimmungen zu mobilisieren.
Die freundlichen Interviewer Stephan-Andreas Casdorff, Stephan Haselberger und Hans Monath vom Tagesspiegel hakten da leider nicht nach. Ich werde so das Gefühl nicht los, eines der beiden Zitate könnte Fischer und den Grünen noch mal auf die Füße fallen. Die derzeitigen Umfragewerte zur Bundestagswahl 2005 erklären nicht, wie die Vorstellungen von Joschka Fischer mit der Realität zusammengehen könnten. Da bin ich mal gespannt auf die weitere Diskussion.
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