Medienrauschen und andere Blogger haben darauf aufmerksam gemacht, dass die Deutsche Landesgruppe der IFPI, also der International Federation of the Phonographic Industry e.V. das Portal allofmp3 besonders hervorhebt. Die sensationelle Meldung sei, dass das Landgericht München vorläufig entschieden hat, dass die auf allofmp3.com preiswert zum Download angebotenen Musikstücke im deutschen Internet nun doch nicht heruntergeladen werden dürfen. Das Marketing von Portalen, die Links auf Musikstücke und anderen digitalen Content bieten, verlagert sich zunehmend in den Mißbrauch deutscher Gerichte zur Erzielung werblicher Effekte.
Bevor die IFPI das Portal allofmp3.com nun durch die Veröffentlichung des Gerichtsurteiles weithin bekannt machte, hat vor kurzem erst die GEMA unter anderem die Domains Eselfilme, Goldesel, Saugstube, Audio-Esel und Power-Portal per Unterlassungserklärung weithin bekannt gemacht.
Trendsetter dieses Marketing Gedankens könnten diverse Großunternehmen der Musikindustrie wie BMG, edel, EMI, Sony Music, Universal Music und Warner Music gewesen sein, die dem Softwarehersteller “Slysoft” durch eine Abmahnung gegen heise Online bescheinigten, dass sein Kopierschutzknacker AnyDVD so gut sei, dass Links auf die Seite der Herstellerfirma Slysoft entschieden bekämpft werden müssen. Die auf Antigua ansässige Slysoft, deren Webadresse ohnehin über die Eingabe des Firmennamens bei praktisch jeder Suchmaschine an Nummer 1 ausgegeben wird, setzte gleich noch eins drauf und mahnte die IFPI ab. Schliesslich wollen ja auch die anderen “vorzüglichen” Softwareprodukte des Hauses CloneCD und CloneDVD entsprechend beworben werden.
Softwarefirmen wie Microsoft hingegen verschonen die Justiz weitgehend mit werblichem Unfug und vertrauen auf die Macht des Suchmaschinenspamming. Wer in Suchmaschinen beispielsweise nach “xp keygen” sucht, braucht bestimmt 10 Minuten bevor er findet, was er möglicherweise sucht. Und soviel Zeitaufwand ist den meisten Suchmaschinennutzern dann ohnehin zuviel.
![]() |
| Schöne Aussichten |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
[19 queries. 2.535 seconds. 8 level2 caches. Top ]
Hübsch, daß Du ein “PARTEIBUCH” hast und dann im Parteianzug der “PARTEI” www.die-partein.de posierst und man dann erst beim zweiten Blick merkt, daß Deine Partei die Spezialdemokraten sind.
Gefällt mir!
Dem Morgenrot entgegen!
Freiheit!
So sorry, hatte mich vertippt:
Muß natürlich www.die-partei.de heißen.
So sorry
Pass ja auf, dass Du es Dir nicht mir mir verscherzt, Sportsfreund. Solche Unterstellungen verbitte ich mir. Und lern gefälligst erst mal richtig Urls tippen, bevor Du hier die Klappe aufreißt.
[…] Nachdem ich vor einigen Tagen hier in Mein Parteibuch aufgedeckt habe, wie die IFPI im Namen der Musikindustrie unsere Gerichte missbraucht, um den Downloaddienst allofmp3.com zu pushen und ihm damit einen unverhältnismäßigen Vorteil gegenüber den von der GEMA favorisierten Filesharing-Portalen Eselfilme, Goldesel, Saugstube, Audio-Esel und Power-Portal zu verschaffen, nimmt die Geschichte nun eine neue Wendung. […]
Du bist ja ein sehr freundlicher Geselle!
Bei einer so netten Antwort denke ich kaum, daß es mir etwas ausmachen wird, es mit Dir verscherzt zu haben, insofern ist mir diese Drohung recht wurscht.
Vorwärts, und nicht vergessen - die Solidarität!
Der schmale Grat zwischen Satire und Wirklichkeit ist manchmal nur schwer auszumachen, nicht wahr? Auf “Mein Parteibuch” ist Lachen auf jeden Fall verboten.
Der Grund warum die RIAA allofmp3 pusht, ist weil sie mit Paypal ein Abkommen hat, dass die Zahlungen an “illegale Musikdienste” nach Russland verhindert, d.h. das Geld amerikanischer Nutzer landet nicht bei allofmp3 sondern bei der RIAAA…
[…] Das erinnert mich fatal an den Mißbrauch deutscher Gerichte durch die IFPI zur Promotion von allofmp3.com und ähnliche Aktionen der GEMA zugunsten einiger ausgewählter Esel und Edonkey Filesharing-Websites. Ich, Marcel Bartels, von Mein Parteibuch höre mir einfach keine Musik an, die unter ähnlich restriktiven Lizenzen vertrieben wird. Wenn das womöglich viele Menschen ähnlich wie ich machen, wird sich vielleicht bald die eine oder andere Band mehr finden, die wie Kokoro Mayikibo ihre Musik gleich frei zum Download anbieten oder wenigstens unter einer weniger restriktive Lizenz stellen. Damit hätte sich dann die im deutschen Urheberrechtsgesetz skizzierte Pauschal-Vermutung, dass Musik unter einer restriktiven Lizenz steht, erledigt. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Der sicherste Weg, das Problem zu vermeiden, ist um die Firma Sony und ihre Produkte weiträumig einen großen Bogen zu machen. Ein Weg zur Vermeidung, dass man nicht Opfer anderer Saboteure wird, die die gleiche Masche verwenden, ist auf Microsoft Windows und MacOS zu verzichten. Wer nun partout nicht auf Musik aus dem Hause Sony auf dem PC verzichten will, der sollte vielleicht darüber nachdenken, die Musik per Download erwerben. Die Musik auf dem Portal allofmp3.com legal erwerben zu wollen, kann jedoch in Deutschland nicht empfohlen werden, weil die Nutzung dieses Dienstes in Deutschland nicht legal zu sein scheint. Auch nicht empfehlenswert ist die Nutzung von Edonkey und anderer Filesharing-Programme zum kostenlosen Herunterladen von SonyBMG Musik, da Sony BMG nicht damit einverstanden ist und der Nutzer deshalb damit einen schlimmen Rechtsbruch begehen würde. […]
[…] Hinweisen möchte ich darauf, dass einen aus meiner Sicht lesenswerten Artikel Der Balken im Auge über Zensur durch geistiges Eigentum Peter Mühlbauer in Telepolis am 16.02.2006 veröffentlicht hat. Im Artikel werden Parallelen zwischen dem Streit um die Mohamed-Karikaturen und Zensur durch behauptete Verletzungen von Schutzrechten an geistigem Eigentum gezogen. […]
[…] Nachdem die Lobyisten der Urheberrechtsverwerter, IFPI, wie von Mein Parteibuch berichtet, das preiswerte russische Musikportal allofmp3 durch rechtliche Schritte letztes Jahr intensiv beworben haben, scheint allofmp3 nun technische Probleme zu haben. […]
[…] Musikliebhaber möchte ich dazu aufrufen, nicht in Deutschland verbotene verdongelte kostenlose Downloadplattformen wie allofmp3.com zu nutzen oder illegal kopierte Musik über Torrent-Tracker wie die Pirate Bay zu saugen, und sich da den Schrott der Musikindustrie kostenlos runterzuladen, sondern Plattformen für frei kopierbare Musik zu erforschen. Auf opsound.org, CC Hits, Starfrosch, Jamendo und ccMixter findet sich reichlich freie Musik, wo mir der Spaß am Hören nicht beim Blick auf die Lizenz vergeht. […]
[…] So könnte die Staatsanwaltschaft demnächst schon mal ale Kreditkartenkonten daraufhin überprüfen lassen, ob mit der Kreditkarte möglicherweise für Raubkopierer typische Software wie CD-Mate gekauft worden ist, oder ob mit einer Kreditkarte Musik zum in Deutschland unrechtmäßigen Download wie von allofmp3 bezahlt worden ist oder ob mit einer Kreditkarte eine Bahnfahrkarte oder Benzin an einer Tankstelle auf dem Weg in eine Stadt bezahlt worden ist, wo es eine Demonstration gab, bei der es zu rechtswidrigen Aktivitäten gekommen ist. […]
Nieder mit den Monopolisten !! Nieder mit den Leuten die genug Geld haben um das Gesetz nach ihren Vorstellungen zu formen !! Nider !!