Ich bin was ich lese. Und wer weiss, was ich lese, der kann mich mich besser kennenlernen. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass die Gutenberg Ära mit der Speicherung und Übertragung von Gedanken in Bits und Bytes bald zu Ende geht, so gibt es doch viele Gedanken nur aufgeschrieben zwischen zwei Buchdeckeln.
Ab und an möchte ich hier einmal ein Buch vorstellen, dass ich entweder selbst gelesen habe oder ich aus sonst einem Grund irgendwie relevant finde. Ein Schelm, wer denkt, ich würde dabei auf die Provision durch Amazon schielen. Unten in der linken Spalte auf jeder Seite, findet sich ein Buch, dass mir wichtig ist. Den Anfang möchte ich machen mit Hans Hermann Lechner: Währungspolitik.
Wer als Laie in Begriffen wie Fiskalismus, Keynesianismus, Neoklassik oder Neoliberalismus denkt oder mit solchen Begriffen argumentiert, für den ist Hans Hermann Lechner sicher lesenswert. Was war noch gleich die neoklassische Synthese oder worin bestand das Abkommen von Bretton Woods?
Wer dagegen hingegen in der volkswirtschaftlichen Abteilung einer Großbank, bei EZB oder Bundesbank arbeitet oder dieses beabsichtigt zu tun, der wird sich dieses Buch vielleicht wegen des geschichtlichen Abrisses und der Literaturliste ins Regal stellen wollen, sofern es dort nicht schon lange steht.
Professor Hans Hermann Lechner, bei dem ich im wirtschaftswissenschaftlichen Hauptstudium Geld- und Außenwirtschaft gehört habe, hat mir einige Denkanstöße geben und einige Widersprüche in meinen wirtschaftspolitischen Positionen aufzeigen können. Bemerkenswert fand ich damals seine Grundannahme, dass Politiker aller Coleur aus persönlichen Motiven stets danach streben, mehr Geld auszugeben als eigentlich vernünftig wäre und seine Schlußfolgerung, dass die Deutsche Mark deswegen so erfolgreich war, weil die Bundesbank tatsächlich nach der Schaffung von Geld als etwas wertvollem Wert trachtete.
Dieses 1988 erschienene Buch bietet einen Streifzug durch die Geschichte des Geldes und der geldpolitischen Ideen bis hin in die jüngere Gegenwart und einen Einblick in die Gedankenwelt von Hans Hermann Lechner.
Der Leser sei gewarnt, dass dieses über 500 Seiten starke Buch zwar für geldpolitische Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene lesbar ist und viele Zusammenhänge erklärt, aber zum Lesen ein klarer Kopf unbedingt notwendig ist.
Die dutzende Seiten umfassende Literaturliste ist noch heute ein Leckerbissen für Leser aller Richtungen, die sich mit Geldpolitik beschäftigen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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