Der adelige Professor Graf von der Schulenburg fordert in Focus Money eine Einschränkung der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung: “Anpassungen auf der Leistungsseite sind daher unumgänglich”. Als Begründung soll dafür herhalten, dass der medizinische Fortschritt teuer ist und zusammen mit dem demographischen Wandel nur bei einem Wachstum von 6% finanziert werden kann. Zu möglichen Einsparpotentialen durch eine effizientere Versorgung äußerte sich Graf von der Schulenburg nicht.
Der adelige Professor liefert Nachwuchspolitikern von der CDU wie Philipp Mißfelder, der für die CDU zur Bundestagswahl 2005 als Direktkandidat in Recklinghausen I (Wahlkreis 122) antritt, damit einen wissenschaftlich angestrichenen ideologischen Überbau für Forderungen, dass medizinische Leistungen für ältere Menschen eingeschränkt werden sollen. Philipp Mißfelder ist dadurch bekannt geworden, dass er im Jahre 2003 gefordert hat, älteren Menschen künstliche Hüftgelenke zu verweigern.
Die SPD will hingegen eine solidarische Krankenversicherung, bei der jeder Versicherte jederzeit alle medizisch angezeigten Leistungen jederzeit erhält. Ich hoffe, die Wähler machen von der Möglichkeit zur Meinungsäußerung zu den Ideen von Philipp Mißfelder, dem Grafen von der Schulenburg und der CDU bei der kommenden Bundestagswahl mit dem Stimmzettel ausgiebigen Gebrauch.
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… was ich will, was ich soll, und was ich mache kann dreierlei sein.
es gibt strumpfhosen für 20 euro, die ziehen sich alte menschen einfach über… damit wären 90% der künstlichen hüftgelenke überflüssig, da der schaden gar nicht erst verursacht wird.
in diese richtung denken weder cdu noch spd.
Na, da paßt ja der liberale Graf von und zu bestens zu dir. Natürlich soll die Prävention stärker gefördert werden, allein die CDU behindert Prävention laufend, bestand zum Beispiel auf Praxisgebühren für präventive Maßnahmen
[…] u betreiben. Einer, der sich in Bezug auf unsoziale Politik, einen Namen gemacht hat, ist […]
@ wirtschaftsweiser_ch:
… wie gut für dich, dass sich dein vater seinerzeit nicht was übergezogen hat…
[…] oder diese wunderschönen Googleanzeigen, die Sie kompetent informieren, wenn Sie sich über […]
Zweiklassenmedizin wird es geben, wer den Leuten was anderes vormacht sagt die Unwahrheit.
Das Problem mit den Wirtschaftlichkeitsreserven im System lieber Marcel ist, die SPD ist angetreten diese zu “heben” hat sie aber offenbar nicht gefunden.
Geben tut es die ganz sicher, nur muss dafür das System radikal geändert werden.
Hier in Neukölln gibt es beinahe genauso viele Apotheken wie Dönerbuden. Dafür arbeiten manche Ärzte wie am Fließband 24 Stunden am Stück.
Zumindest hat die SPD es bisher wegen der ständigen Blockiererei der Union im Bundesrat nicht geschafft, diese Reserven soweit zu heben, wie dies wünschenswert wäre.
Und ja, ich bin mir dessen bewußt, dass da Lobbyisten innerhalb aller Parteien daran arbeiten, dass die medizinische Versorgung nicht effizienter wird, weil daran viele verdienen wollen.
Das ist aber doch kein Grund zu kapitulieren und sich die Ziele der Lobbyisten gleich selbst auf die Fahnen zu schreiben, ja es sei denn natürlich, da gibt es einen anderen Grund. Z.B. Wes Brot ich es, des Lied ich sing …
… zweiklassenmedizin gibt es schon heute. ich gehe einmal davon aus, dass derjenge, der sich einen maybach leisten kann, sich medizinisch nicht mit einem smart zufrieden geben wird.
da schon jetzt das geld der solidargemeinschaft nicht mehr reicht - es sind wohl die jungen, gut verdienenden angestellten, die das ganze derzeit tragen, wird eine senkung der sozialversicherungsbeiträge nur um eine senkung der qualiät der medizinische versorgung, bzw. erhöhung des eigenenteils oder eben um beides zu erreichen sein. wer heute noch sprüche vom kaliber “die rende is sischä” oder eben
‘Die SPD will hingegen eine solidarische Krankenversicherung, bei der jeder Versicherte jederzeit alle medizisch angezeigten Leistungen jederzeit erhält’ loslässt, belügt sich entweder selbst und andere gleich mit, oder tut diese äußerungen mit der mentalreservation, dass wollen nicht in jedem fall auch können sein muss.
eine frage: warum wurde bis heute nicht die einfachste aller reformen durchgeführt, nämlich dass der arzt dem versicherten eine rechnung vorlegt? vielleicht verärgert man so eine kundschaft, die man nicht verärgern möchte?
für meinen teil gehe ich davon aus, dass über kurz oder lang die krankenversicherungen eigene, angestellte ärzte und eigene apotheken haben werden. für die basisversorgung ihrer mitglieder. und wer mehr haben will, wird zu einem artzt oder apotheker gehen müssen, der seine leistungen privat abrechnet, ohne dass die kasse mehr als den mindestsatz erstattet, falls überhaupt.
das wird nicht der kriminellen energie der jeweils regierenden parteien, sondern allein dem sachzwang geschuldet sein, dass es sich die solidargenmeinschaft einfach nicht mehr leisten kann, jedem versicherten jederzeit alle medizinisch angezeigten leistungen zur verfügung zu stellen.
unter diesem gesichtspunkt ist auch die raucher-/nichtraucher-diskussion, die diskussion um die fettleibigkeit und auch die diskussion um die euthanasie nach niederländischem vorbild zu sehen. ach so, von den aids-kranken und deren therapie hört man gar nichts mehr, warum eigentlich? von den zuxker- und nierenkranken auch nicht, bei gelegenheit.
Das Problem, CDU/CSU und SPD wollen die Planwirtschaft im Gesundheitswesen und eben auch die FDP versteht sich als Apotheker und Ärzte-Lobby.
Dabei ist es ganz einfach, die Krankenkasse bekommen die ganze Macht und bestimmen ALLES.
Bestreiten will ich doch gar nicht, dass es je nach Gelbeutel eine unterschiedliche Qualität in der medizischen Versorgung gibt. Aber deswegen ist doch das _Ziel_ nicht verkehrt, dass jeder alle medizisch notwendigen Leistungen erhält. Es ist ja auch nicht per se verkehrt, an Zielen wie Freiheit oder Gerechtigkeit festzuhalten, nur weil das Ziel nie erreicht werden kann.
Dazu, den Versicherten am Quartalsende eine Durchschrift der Abrechnung zu geben, konnte keine Mehrheit im Bundesrat gefunden werden.
Da wurden Argumente vorgeschoben, wie dass dadurch die Ärzte sich nicht mehr trauen würden, eine richtige Diagnose auch als solche abzurechnen und eine entsprechend angezeigte Therapie einzuleiten, also zum Beispiel alkoholbedingte Krankheiten als Alkoholismus abzurechnen. Hintergrund dürfte allerdings wohl eher sein, dass es dann auffallen würde, wenn Leistungen abgerechnet werden, die nicht geleistet wurden.
Ich meine auch, dass Tranparenz ein ganz wichtiges Ziel ist, weil nur Transparenz die Aufdeckung von Mißbrauch, Korruption und Durchstechung ermöglicht. Die Union sieht das jedoch grundsätzlich ganz anders. Diese Woche hat sie zum Beispiel eine Neuregelung der Transparenzpflichten für Abgeordneteneinkünfte verhindert. Vermutlich liegt das daran, dass in der Union als blöd gilt, wer sich nicht schmieren läßt.
Welche Leistung erbringen denn Apotheker zum Beispiel eigentlich? Ich weiß ja nicht, wo Sie leben, aber bei mir beschränkt sich das Gespräch eigentlich regelmäßig auf:
“Guten Tag. Einmal das Rezept”
“Bitte schön. 3 mal täglich eine Tablette nehmen”
“Weiß ich, hat mir mein Arzt auch schon gesagt”
“Möchten sie noch eine Packung Taschentücher oder einen Kalender dazu?”
“Nein, danke”
“Auf Wiedersehen”
“Auf Wiedersehen”
@tuotrams: Nein, natürlich nicht. Das ist zynischer Quatsch. Weder will ich, dass die Planwirtschaft eingeführt wird, noch will ich, dass die Krankenkassen alles bestimmen und die SPD will das ganz sicher auch nicht. Und die Ulla Schmidt lag ja nun auch schon einige Male mit den Kassen heftig im Clinch.
Und nach einem Angriff auf irgendwelche Pfründe kommt dann wieder ein ganz häßlicher Artikel in der Bildzeitung, der damit nichts zu tun hat und natürlich rein zufällig erschienen ist.
Das größte Problem im Gesundheitswesen ist Durchstechung, Korruption und Intranspareenz, unter derem Mantel das alles prima gedeiht. Nimm Dir nur mal die Chipkarte der Zukunft als Beispiel, ein Milliardengeschäft, da werden bereits Millionen Euro in Kriegskassen gehortet, um Entscheidungen zu den Gunsten bestimmter Lobby Gruppen beeinflussen zu können. Solche Budgets sind größer als die Wahlkampfbudgets der Parteien zu gesundheitlichen Themen.
[zyn]für was braucht der Patient eine Rechnung, die Behandlung ist schließlich kostenlos[/zyn]
“Welche Leistung erbringen denn Apotheker zum Beispiel eigentlich?”
Die Apotheker stellen die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Arzneimitteln sicher.
Deswegen sind sie durch Privilegien geschützt.
Das fängt mit der Verschreibungspflicht an, setzt sich über das Verbot Fillialen zu Gründen fort und endet im Verbot des Versandhandels.
Wie gut die Versorgung in Deutschland ist, kann man nur abschätzen wenn man mal an einem Samstag um 13 Uhr (Großstadt, Ladenschluß 20.00) versucht hat eine offene Apotheke zu finden um Aspirin und etwas stärkere Halspastillen zu bekommen.
An der Bahnhofsapotheke hats dann geklapp…
@e.goldstein
>für meinen teil gehe ich davon aus, dass über kurz oder lang die krankenversicherungen eigene, angestellte ärzte und eigene apotheken haben werden. für die basisversorgung ihrer mitglieder. und wer mehr haben will, wird zu einem artzt oder apotheker gehen müssen, der seine leistungen privat abrechnet, ohne dass die kasse mehr als den mindestsatz erstattet, falls überhaupt.
Ganz genau meine Meinung, den Ärzten gefällt das nicht aber man muss sie entmachten, ihnen Leitlinien bei den Behandlungen und der Verordnung von Medikamenten vorschreiben.
Wenn ich einen Handwerker beauftrage weil bei mir an der Hauswand der Putz bröckelt kann er auch nicht selbst entscheiden in welcher Farbe er die Wand danach anmalt.
Nee Marcel, Planwirtschaft ist genau das was Seehofer und die dumme Ulla noch weiter implementiert haben. Garantieeinahmen für Apotheken, Garantien für die Pharmaindustrie und so weiter.
Ist ein richiges Problem, insbesondere bei Grünen und SPD - die wissen einfach nicht wie man effektive Strukturen einführt.
Einfache Weisheiten wie „Wer bestellt, zahlt“ kennt man bei den Sozen eben nicht.
Das größte Risiko für die gesetzliche Krankenversicherung, das ist die CDU. Wenn ich mir manchmal die CDU so anhöre, dann habe ich fast schon den Verdacht, die würden Geld bekommen von den Funktionären der privaten Krankenversicherung. Ich jedenfalls bin für die Bürgerversicherung - und nicht für diese Kopfpauschale, Kopfprämie oder wie das heißt.
Wenn schon Planwirtschaft, dann richtig.
Ärzte und Apotheker als Angestellte in staatlichen Einrichtungen wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Bekanntlicherweise sind Beamte billiger, und wenn Vater Staat schon das Studium zahlt…
zum thema apotheken:
ich fahre knapp 7 km zur arbeit. auf dieser strecke sind 6 apotheken und 4 supermärkte zu finden.
[…] Kritik wurde auch von Christoph Böhr, CDU-Chef in Rheinland-Pfalz, geäußert. Der CDU gelänge es immer weniger, die Anhänger hinter einem gesellschaftlichen Leitbild zu versammeln. Philipp Mißfelder, der in seinem Wahlkreis Recklinghausen mit 31% kaum mehr als die Hälfte der 55,7% von Frank Schwabe (SPD) erreichte, und der in seiner jungen Karriere bisher nur als Vorkämpfer für radikale Einsparungen wie der Versagung von medizinischer Hilfe für ältere Menschen aufgefallen ist, fordert eine neue Debatte um Leitkultur und Patriotismus und gibt der Leitkultur von Edmund Stoiber die Schuld am Wahldebakel der Union. Gestern erst hatte der frisch gewählte Bundestagspräsident Norbert Lammert von der CDU Bochum eine Diskussion um eine Deutsche Leitkultur gefordert. […]
[…] Bei der Rente macht die große Koalition wirklich keine halben Sachen. Nach der Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis 67 hat die große Koalition nun Nullrunden bei der Rente bis 2009 beschlossen. Die Mehrwertsteuererhöhung trifft schließlich auch uns alle. Richtig macht das die große Koalition von Experten wie Philipp Mißfelder. Nachdem zuerst den unter 25-jährigen die Solidarität der Gesellschaft aufgekündigt wurde, sind nun die renitenten Rentner dran. […]
Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche weder SPD noch CDU werden sozial gerechte Lösungen präsentieren, die wissen doch garnicht mehr wie sozial geschrieben wird.
Nehmen wir mal die Rente. Bis zur Wiedervereinigung hatten wir wunderbar funktionierendes Rentensystem. Kohl mit CDU/FDP hat die Rentenkasse für die Wiedervereining geplündert (hätte über Steuern bezahlt werden müßen von allen) SPD und Grüne haben diese Plünderung vortgesetzt. Und nun solle die so geplünderten Renter auch noch weiter geplündert bzw gekürzt werden. Gesundheitswesen, Da haben doch alle Parteien Angst und kleinste Schritte in die richtige Richtung zu machen.
Ich weiss wie und wo da Milliarden gespart werden können, habe dies an anderen Stellen schon mal gemacht, danach kamen bis zu Morddrohungen alles vor gegen mich.
Nur soviel 1 Schritt weg mit der kassenärztlichen Vereinung, schärferes Vorgehen gegen Abrechnungsbetrug , weiteres auf Anfrage.