Das einst so unangreifbare Nachrichtenmagazin und Bollwerk für gute journalistische Handarbeit ist in den letzten Jahren spürbar boulevardesker und reißerischer geworden. Die Reputation des Spiegels hat dabei gelitten.
Jetzt kommt es noch schlimmer: Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Rahmen eines Artikels über den Rücktritt des “Spiegel”-Politikchefs Hans-Joachim Noack von der Absicht der Redaktionsspitze:
“…die rot-grüne Regierung publizistisch bekämpfen zu wollen.”
Eine dunkle Vermutung gab es da schon: Nicht nur SPD-Sympathisanten fragten sich, warum der Spiegel in letzter Zeit so vehement das Ende von Rot-Grün besingt.
Jetzt scheint es auch innerhalb der Redaktion Krach wegen dieser einseitigen Linie zu geben. Politik-Chef Noack war diese Strategie offensichtlich zuwider, daher reichte er seinen Rücktritt ein. Doch die Hintegründe bleiben unklar, denn Chefredakteur Aust versucht, die Geschichte zu verschleiern.
Wir fragen: Was war da los, Herr Aust?
[Comment von Marcel: Siehe dazu auch hier in Mein Parteibuch: SZ: Hans-Joachim Noack nicht mehr Ressortleiter Deutsche Politik beim Spiegel? ]
[Comment von Thomas: Auch das Medienweblog Medienrauschen berichtet über die Geschichte]
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| Unwort |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] er Schröder-Regierung als Blattlinie vorgegeben
Über die Geschichte bin ich auf Marcels Parteibuch -Seite […]
nun, glaubt man einem alten Artikel aus der Welt könnte das daran liegen, das Joschka Fischer bei einem Besuch von Spiegelreportern in seinem Toskanischen Landhaus nur eine Stück alten Käse, etwas Olivenöl und zwei Flaschen Rotwein aufgetischt hat…
Oder die einfacher Erklärung:
Buschzäpfchen schmiert den Spiegel, so wie die SPD BILD geschmiert hat um die Schlagzeile mit dem CDU-Schnorrer zu produzieren
Zumindest die 2 oder 3 Wochen vor der NRW Wahl hat der Spiegel bzw. SPON keine Artikel mehr gebracht die man negativ für die SPD werten konnte, dafür jede Menge SPD Werbebanner.
Ein Artikel in dieser Zeit war allerdings journalistisch sehr übel, da ging es um Verschuldung der Länder, jedes grössere Bundesland wurde erwähnt - nur nicht (Rekordschuldenmacher) NRW (110 Mrd Euro Schulden, 8 Mrd. strukturelles Defizit).
Es ist eine Sache gewisse Themen (die sich für eine Partei negativ auswirken könnten) einfach nicht zu bringen, wenn man sich aber entschliesst ein Themen bringe dann bitte keine Zensur im Artikel selbst (und dieser Artikel wurde 100%ig zensiert.
Vielleicht wollte Aust das nicht mehr mittragen
@Alrik:
Möglicherweise ist der Medienprofi Fischer da wirklich gar nicht so sehr Profi, oder die Spiegel Reporter sind zu anspruchsvoll. Wie die Finanzierung und die Meinungsbildung zum Beispiel bei der Themenauswahl beim Spiegel läuft, da gebe ich zu, habe ich eine Bildungslücke
@Tuotrams:
Nicht Aust ist zurückgetreten, sondern Noack
[…] ebigkeitsjournalismus. Jetzt muss ich lesen, dass der Spiegel sich dazu entschlossen hat, die SPD-Regierung pu […]
[…] Im Hinterkopf habe ich dabei auch den überraschenden Abgang des Ressortleiters deutsche Politik Hans-Joachim Noack beim Spiegel rechtzeitig vor der Wahl, weil er die rot-grüne Regierung nicht publizistisch bekämpfen wollte. Der einseitigen Berichterstattung wegen hat Rainer Bartel bereits in der Vergangeheit mit der etwas genauere Beleuchtung der Person des Autors des aufstachelnden Artikels und Ressortleiters Politik bei Spiegel-Online Claus Christian Malzahn beschäftigt. Rainer hat Claus Christian Malzahn schon vor mehr als einem halben Jahr vorgeworfen, zum 25-jährigen Geburtstag der Grünen einen Artikel geschrieben zu haben, der Kotzreiz auslöst. Da steht übrigens auch einiges zum Lebenslauf und zur Taz-Vergangenheit von Claus Christian Malzahn bei. Ein Schelm, wer denkt, Claus Christian Malzahn hätte mit Spiegel Online die Amerikanische Öffentlichkeit gegen Deutschland aufgehetzt, um Jürgen Trittin und die ungeliebten Grünen vor den Wahlen in Deutschland runterzumachen. […]