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26. Juni 2005

Ämterpatronage durch das Parteibuch?

von @ 2:19. abgelegt unter Tagebuch, Korruption

Bin gerade über eine Seite der Bundeszentrale für politische Bildung, einer Organisation öffentlichen Rechts, von der Lehrer typischerweise ihre politischen Informationen beziehen, zum Thema Parteibuch gestolpert. Spannend fand ich, dass dort das Parteibuch explizit in Zusammenhang mit Schattenwirtschaft erwähnt wird. Im Klartext: es geht um politische Korruption.

Auf einigen Seiten wird dort ausgeführt, dass es so etwas wie parteiliche und selbstzweckmäßige Ämterpatronage gibt, aber dass sie gar nicht so schlimm ist. Ich frage mich nun, ob das Untersuchungsergebnis der Bundeszentrale für politische Bildung auch durch politische Willensbildung zustande gekommen ist. Man stelle sich mal vor, die hätten geschrieben: Wir haben eine Staatsquote nahe 50% und nach allem, was wir aufgrund unserer Lebenserfahrung wissen, geht ohne Parteibuch und politischer Korruption in keinem Bereich des höheren öffentlichen Dienstes irgend etwas.

Woher die meinen, das Gegenteil zu wissen, kann ich nicht nachvollziehen und widerspricht meiner Lebenserfahrung, schließlich handelt es sich bei Schattenwirtschaft doch gerade um den Teil der Wirtschaft, der im Verborgenen bleibt. Ich bin nachdenklich. Meiner Lebenserfahrung entspricht das nicht so sehr. Wer mehr lesen mag, hier ist der Link zum Material der bpb über Korruption.

3 Kommentare zum Beitrag “Ämterpatronage durch das Parteibuch?”

  1. Mein Parteibuch » Blog Archive » Ex-Staatssekretaer Ludwig-Holger Pfahls (CSU) gesteht Schmiergeldannahme sprach

    […] nis ablegt. Bei der üblichen 2/3 Regelung hieße das, dass der Pfahls für die jahrelange systematische politische Korruption nicht mal eineinhalb Jahre sitzen […]

  2. Mein Parteibuch » Blog Archive » Klaus Kinkel: Ludwig-Holger Pfahls war nicht verantwortlich sprach

    […] Beinahe unbemerkt geht inzwischen der Prozeß gegen Ludwig-Holger Pfahls in Augsburg weiter. Heute wurde der ehemalige Jusiziminister und Außenminister Klaus Kinkel als Zeuge gehört, dem der Vorsitzende Richter Maximilian Hofmeister zuerst mal ungebührliches Verhalten vor Gericht bescheinigte. Schließlich sollte er Klaus Kinkel als ehemaliger Justizminister doch wissen, wo der Zeugenstand ist und dass man sich dort als Zeuge bereits vor Erscheinen des Gerichts befinden soll. […]

  3. Mein Parteibuch » Blog Archive » Landowsky vor Gericht, Diepgen jedoch nicht sprach

    […] Bemerkenswert an dem Berliner Bankenskandal finde ich, dass die Aubis-Leute auch das Parteibuch der CDU hatten. Überhaupt stellt sich die Frage, welche Rolle das CDU-Parteibuch spielte. Aber dafür sind ja Journalisten und Blogger da, um die Rolle der Parteimitgliedschaft in einem Skandal näher zu beleuchten. Und ich bin mir ganz sicher, der Prozeß um den Bankenskandal wird ein Top-Thema im Berliner Wahlkampf. […]

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