Wie Nico’s Wahlblog meldet, fordern die Grünen ein Konjunkturprogramm für Steuerberater, die derzeit unter der nicht so sehr starken Konjunktur leiden. Verpackt wird das Konjunkturprogramm zur Förderung des Steuerberaterberufes als Erhöhung des Spitzensteuersatzes sowie durch eine steuerrechtliche Verkapitalgeselschaftung von Personengesellschaften, über die auch Welt und Handlesblatt berichten.
Ich fühle mich gut, weil ich mich nicht dazu entschieden habe, bei den Grünen Mitglied zu werden. Der Vorzeige-Finanz-Grüne ohne Bundestagsmandat Oswald Metzger schweigt zu dem Vorschlag bisher.
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| Frau mit Ag |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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das ist nicht mein wahlblog.
ROTFL. Genauso schlecht recherchiert wie der Post zum forum-dl21.de im Focus-Blog.
Handwerklich ordentliche Arbeit war noch nie Stärke der SPD…
Nichts für ungut.
Was soll an dem, was ich geschrieben habe, verkehrt sein? Wäre eine duale Einkommenssteuer in irgendeinerweise etwas anderes als ein Konjunkturprogramm für Steuerberater?
Erkläre doch mal, wie so eine duale Einkommenssteuer funktionieren soll. Wir brauchen ein einfacheres Steuerrecht, nicht ein komplizierteres, indem man durch viele Luftbuchungen und seitenlange Begründungen dafür, warum die Luftbuchungen keine Luftbuchungen sind, weniger Steuern zahlt.
Es bezog sich eher auf Deine falsche Recherche.
Inhaltlich finde ich den Grünen-Vorschlag, genauso wie Du, einfach schlecht. Über die Konsequenzen dürften wir dann allerdings wieder unterschiedlicher Meinung sein: das einzige was wirklich hilft, ist die radikale Entschlackung des Steuerrechts, mit allen Konsequenzen, und eine deutliche Senkung der Steuersätze über die gesammte Progression. Gegenfinanziert über eine durchgängige Entschlackung des Staats- und Gesetzesapparates, was sowohl direkte als auch indirekte Kosten spart. Also explizit kein “linke-Tasche-rechte-Tasche”-Spiel, sondern weniger Ausgaben produzieren - beim Staat und bei Unternehmen.
Entschlackung des Steuerrechts hört sich schön an, aber der Teufel steckt im Detail. Welche Vorschriften sollen denn genau “entschlackt”, ersetzt oder gestrichen werden? Wenn da nur Vorschriften geändert werden sollen, die niemanden betreffen, kann man sich die Mühe sparen. Wenn die Vorschriften jemanden betreffen, wie soll denn dann in Zukunft verfahren werden in den Fällen? Gelten die Gesetze dann als Richterrecht quasi weiter? Das kann es auch nicht sein.
Und weniger Ausgaben produzieren klingt gut. Mal den Bundeshaushalt als Beispiel genommen, wo bitte schön soll da denn noch gespart werden? Die allermeisten Ausgaben sind fixe Kosten der Sünden der Vergangenheit, da ist gar nichts einsparbar, wie zum Beispiel der Posten Bundesschuld.
Bei der Eigenheimzulage sind wir uns sicher einig. Aber das bringt nicht wirklich viel. Also, wo noch?
Bei der Bildung? Beim Programm zur Förderung von Ganztagsschulen? Da kommt nicht viel zusammen, selbst wenn das komplett gestrichen wird.
Ich will mal drei Themen nennen, wo Geld hinter steckt:
Rente kürzen, Grundsicherung (ALG II) kürzen, Gehälter und Besoldung im ÖD kürzen.
Die Grünen fordern deshalb ja auch Steuererhöhungen, die ich jedoch ablehne. Und da befinde ich mich in der SPD in bester Gesellschaft.