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31. Mai 2005

Mein Bezirksvorsitzender

von @ 18:52. abgelegt unter Tagebuch

Auf der Webseite meines SPD Bezirks habe ich erfahren, dass mein Bezirksvorsitzender Dr. Fritz Felgentreu heißt.

Google findet seinen Lebenslauf als Philologen auf einer Webseite der FU und sein Profil in der SPD. Als Philologe bemüht er den lateinischen Satz “Ducunt volentem fata, nolentem trahunt” als sein Lebensmotto, ich spreche leider nicht fließend lateinisch, aber nun gut, das kann man ja ergooglen. Gefunden habe ich es in einer Seite “The Lucasta Poems“, es bedeutet also auf englisch “Fates lead the willing, but unwilling draw”. Und endlich fand ich dann auch eine deutsche Übersetzung, die es wohl trifft: Den Willigen leitet das Schicksal, den Widerwilligen reißt es mit sich.. Hätte der Fritz das nicht gleich auf Deutsch schreiben können? Oder spricht das Wahlvolk inzwischen Latein?

Sympatischer Mann denke ich mir, der hat zwei Kinder, mal schauen, wo der wohnt und wo seine Kinder wohl zur Schule und in den Kindergarten gehen. Da er der gleichen Abteilung wie ich zugeordnet ist, kann das ja nicht weit sein, dann müßte er die Probleme des Bezirks ja bestens kennen. Auf der Seite seines Lebenslaufes bei der FU vom 11. Februar 2005 findet sich sogar eine Adresse: Scheiblerstr.5, 12437 Berlin. Die Adresse kommt mir gar nicht bekannt vor, also mal schnell auf den Stadtplan geschaut. Merkwürdig, die Adresse ist ja gar nicht meinem Ortsverein zugeordnet, ja, sie ist nicht mal im Bezirk Neukölln, dessen Vorsitzender Dr. Felgentreu ist. Ob der die Schulen hier so schlecht fand, dass er, wie die meisten anderen auch, weggezogen ist, als sein erstes Kind in die Schule kam? Mein Sohn kommt auch nächstes Jahr in die Schule. Soll ich vielleicht auch wegziehen?

Das würde ich meinen Ortsvereinsvorsitzenden, der gleichzeitig Vorsitzender des Bezirks und Mitglied des Abgeordnetenhauses für Neukölln ist, ohne selbst im Bezirk Neukölln zu wohnen, wirklich gern mal Fragen. Mal sehen, ich bin ja jetzt auch bei der SPD, da bekomme ich sicher noch Gelegenheit zu.

Nun gut, jetzt schaue ich mir erstmal meinen Abgeordneten im Bundestag näher an.

10 Kommentare zum Beitrag “Mein Bezirksvorsitzender”

  1. Fritz Felgentreu sprach

    Hallo Marcel, wenn du mich was fragen willst, dann frag doch einfach …
    Ich habe, als ich nach Berlin kam, acht Jahre in der Leinestraße gewohnt und dort auch angefangen Politik zu machen. Umgezogen bin ich, als unser erstes Kind unterwegs war und wir eine größere Wohnung brauchten. Da war ich noch Vorsitzender von gar nichts. Das gibt es oft, dass die Verbindung zu einer Abteilung oder einem Kreis erhalten bleibt, auch wenn man inzwischen woanders gelandet ist — weil man die Leute dort gern hat, weil man dort eine Aufgabe sieht, weil man nicht anderswo bei Null anfangen möchte, weil man sich da zuhause fühlt, weil man darum gebeten wird — die Gründe sind so verschieden wie die Lebenswege. Herzlich willkommen in der SPD Hermannstraße, und
    bis heute abend!
    Fritz Felgentreu

  2. Marcel sprach

    Hallo Fritz,

    erstmal auch ein herzlich willkommen an dich hier im Blog - finde ich Klasse, dass du hier bist und hier sogar Stellung genommen hast. Da bist Du mir meiner Frage heute Abend hier zuvorgekommen. Wenn du 8 Jahre in der Leinestraße gewohnt hast, dann sind dir sicherlich die schönen wie auch die weniger schönen Seiten hier im Norden Neukölln’s sicher bestens bekannt.

    Das erweckt, glaube ich, bei den Menschen erst mal per se Mißtrauen, wenn derjenige, der die Heimat vertritt, woanders wohnt. Das geht mir und hoffentlich vielen anderen auch bei Diepgen so, der nun als Zehlendorfer für Neukölln kandidieren will. Warum bleibt der nicht in Zehlendorf, da wo er herkommt? Und man stelle sich mal vor, der Bundeskanzler würde in den Niederlanden oder in Polen wohnen. Wär schon irgendwie befremdlich.

    Die Frage sollte auch gar nicht böse gemeint sein, ergibt sich eben bloß aus den Informationen aus dem Netz. Gerade wenn die Kinder in die Schule kommen, ziehen viele Eltern hier weg. Die kann ich sogar recht gut verstehen, schließlich sind die Kindergärten/-läden auch nicht alle besonders toll hier.

    Aber wem sage ich das. Und wer weiß, vielleicht ist Nord-Treptow auch nicht gerade besonders doll.

    Bis nachher.

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  8. Mein Parteibuch » Blog Archive » Klaus Uwe Benneter zu Besuch bei Ditmar Staffelt, Fritz Felgentreu und der 5. Abteilung in Neukölln sprach

    […] Wie ich gestern schon erzählt habe, war gestern der Generalsekretär der SPD Klaus Uwe Benneter zu Besuch bei uns in der 5. Abteilung, der Abteilung Hermannstraße, zur offiziellen Eröffnung unseres Bürgerbüros am Herrfurthplatz. Ditmar Staffelt als unser Bundestagsabgeordneter, parlamentarischer Staatssekretär und erneuter Kandidat für den Bundestag war natürlich ebenso dabei wie Fritz Felgentreu, unser Abteilungsvorsitzender, Bezirksvorsitzender und Abgeordneter im Abgeordnetenhaus zu Berlin. Generalsekretär Klaus Uwe Benneter vor der Fahne unserer traditionsreichen 5. Abteilung zu fotografieren, hat mir besonders gut gefallen. […]

  9. Mein Parteibuch » Blog Archive » Parteichefs feiern die grosse Koalition sprach

    […] Im ZDF wurde gesagt, auf dem Parteitag wird die Basis sicher ihrem Unmut Luft machen. Das kann ich mir schwerlich vorstellen. Der Parteitag ist zwar das höchste Beschlußgremium der SPD, aber dass die Basis sich da zu Wort meldet, kann ich mir nur schwer vorstellen. Die Basis ist auf dem Parteitag nicht besonders zahlreich vertreten. Die Berliner Delegierten zum Parteitag in Karlsruhe wurden bereits im April vom Landesparteitag gewählt. Neukölln wird vertreten durch den Abteilungsvorsitzenden unserer Abteilung, Fritz Felgentreu, der auch Vorsitzender der SPD Neukölln und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Mitlgied in der Antragskommission des Parteitags ist. Unter Basis würde ich mir so landläufig etwas anderes vorstellen. Wie wäre es denn, stattdessen einen Mitgliederentscheid über die Bildung dieser großen Koalition durchzuführen? Das würde sicherstellen, dass noch einige Tage Zeit bleibt, um den Koalitionsvertrag zu diskutieren und, wenn sich die Mitglieder denn dafür entscheiden sollten, dann wäre diese Koalition auch ganz sicher von der Basis legitimiert. Obwohl, so wie derzeit die Stimmung ist, würde ich mich nicht mal wundern, wenn ein Mitgliederentscheid sogar die Koalition billigen würde. [Trackback URI]    [Permalink] […]

  10. Mein Parteibuch » Die Welt hat den Berliner Wahlkampf eröffnet sprach

    […] Dazu konstruiert Stefan Schulz einen Streit zwischen der AG Migration der Berliner SPD, die gemeinsam mit unserem Bezirksvorsitzenden Fritz Felgentreu einen Leitantrag für eine demokratische und soziale Stadtpolitik erarbeitet hat und Badr Mohammed aus Schöneberg. Dabei geht es zwar allenfalls um das Etikett, was auf der Integrationspolitik der SPD steht, aber was stört das Stefan Schulz? […]

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